Erhöhte Vorsicht geboten: Europas riskanteste Autofahrer-Länder

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Sommerurlaub mit dem Auto? Diese europäischen Länder bergen echte Verkehrsrisiken. Besser vor der Abfahrt informieren.

Europa ist extrem unterschiedlich, wenn es ums Autofahren geht. Während du in manchen Ländern entspannt fahren kannst, wird‘s in anderen richtig problematisch. Aggressive Raser, marode Straßen und Fahrer, die sich nicht an Regeln halten – das macht manche Trips gefährlich. Aber welche Länder sind wirklich die schlimmsten?

Roadtrip-Reality-Check: Hier wird‘s gefährlich

Millionen Deutsche fahren diesen Sommer mit dem Auto in den Urlaub – aber nicht alle Ziele sind gleich sicher. Während Trips nach Dänemark oder Schweden entspannt verlaufen, lauern in anderen beliebten Reiseländern erhebliche Verkehrsrisiken. Kroatien, Bulgarien oder Rumänien? Da solltest du besonders aufpassen. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache.

Roadtrip Europa: In diesen Ländern solltest du vorsichtig fahren.
Roadtrip Europa: In diesen Ländern solltest du vorsichtig fahren. © IMAGO / imageBROKER

Überhöhte Geschwindigkeit verursacht jeden dritten Verkehrstod in Europa. Die Zahlen sind erschreckend: In Finnland fahren 76 Prozent der Fahrer regelmäßig zu schnell durch Ortschaften, in Österreich sind es 65 Prozent. Selbst deutsche Autofahrer überschreiten mit 48 Prozent häufig die Tempolimits – wie der jüngste ESRA-Bericht (E-Survey of Road users‘ Attitudes) zeigt.

Das Ranking: Europas gefährlichste Autofahrer-Länder

Die Statistik der Verkehrstoten zeigt erschreckende Unterschiede. Diese Länder führen Europas traurige Unfall-Bilanz an:

  • Bulgarien: 82 Verkehrstote pro Million Einwohner
  • Rumänien: 81 Verkehrstote pro Million Einwohner
  • Lettland: 75-76 Verkehrstote pro Million Einwohner
  • Kroatien: 71 Verkehrstote pro Million Einwohner

Zum Vergleich: Deutschland liegt mit 34 Toten deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 46.

Alkohol, Handys und andere Risikofaktoren

Jeder vierte Verkehrstote in Europa stirbt durch Alkohol am Steuer. Besonders problematisch: In Luxemburg fahren 24 Prozent der Autofahrer regelmäßig betrunken, in Belgien 19 Prozent, in Spanien 17 Prozent. Auch Bulgarien weist in der Statistik eine besonders problematische Einstellung zum Fahren unter Alkoholeinfluss vor.

Das Handy am Steuer erhöht das Unfallrisiko um 150 Prozent, trotzdem telefoniert jeder dritte Europäer während der Fahrt. Finnische Autofahrer sind mit 44 Prozent Spitzenreiter, gefolgt von Griechenland mit 41 Prozent. Dort ignorieren auch 28 Prozent die Anschnallpflicht – europäischer Negativrekord. Diese Nachlässigkeit kostet Menschenleben.

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Die Vorbilder: Skandinavien macht‘s richtig

Es geht auch anders: Schweden führt mit nur 22 Verkehrstoten pro Million Einwohner die Sicherheitsstatistik an. Das Geheimnis: „Vision Zero“ – fehlerverzeihende Straßensysteme, die menschliche Schwächen ausgleichen. Auch Dänemark (27 Tote) und das Vereinigte Königreich zeigen, wie moderne Verkehrssicherheit funktioniert.

Bei Reisen in Richtung Osteuropa ist erhöhte Vorsicht geboten. Defensive Fahrweise, Verzicht auf Alkohol und ständige Aufmerksamkeit können Leben retten. Die Unterschiede zwischen den europäischen Ländern sind real – und du solltest sie bei deiner Reiseplanung berücksichtigen.

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