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9 Leute hoffen, dass im Fechenheimer Wald jemand „noch eine Mönchskutte rumliegen hat“

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Von: Jana Stäbener

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Nach Lützerath räumt die Polizei nun den Fechenheimer Wald. „Weiter geht der grün-schwarze Kampf gegen Klimagerechtigkeit“, regen sich Twitter-User:innen auf.

Die Besetzung von Lützerath ist vorüber. Die letzten beiden Aktivisten, die im Tunnel unter Lützerath „die Räumung hinauszögern“ wollten, haben den Tunnel unter dem Dorf verlassen. RWE reißt jetzt die verbliebenen Gebäude ab. Doch nur weil die Räumung von Lützerath vorbei ist, gilt das nicht automatisch für die Klima-Proteste selbst. In ganz Nordrhein-Westfalen (NRW) starten Aktivist:innen jetzt weitere Aktionen. Eine davon ist eine Sitzblockade, bei der die Klimaaktivistin Greta Thunberg von der Polizei weggetragen wurde.

Nicht nur in NRW, sondern auch in Hessen sind Umwelt-Schützer:innen am Werk. Dort begann am frühen Mittwochmorgen, 18. Januar, die Räumung des Fechenheimer Walds durch Einsatzkräfte der Polizei. Einer der Aktivist:innen dort ist Jakob Migenda, der Landesvorsitzende der Linken in Hessen. Er twittert in regelmäßigen Abständen unter dem Hashtag #FecherBleibt, was im Fechenheimer Wald (nahe Frankfurt) passiert.

Mehr zu Greta Thunberg: Sie warf den Grünen bei „Anne Will“ vor, „Lützerath zu opfern“.

Fechenheimer Wald: Räumung für Autobahn-Bau erinnert viele an Lützerath

Laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) forderte die Polizei alle noch im Waldstück befindlichen Menschen auf, den Bereich freiwillig zu verlassen. Hintergrund der Räumung ist der geplante Ausbau des Riederwaldtunnels im Fechenheimer Wald. Am Dienstag, 17. Januar 2023, hatte der Hessische Verwaltungsgerichtshof entschieden, dass die Teilrodung des Waldes im Zuge des Ausbaus der A66 vorgenommen werden kann, nachdem ein Eilantrag der Naturfreunde Deutschlands nach einem Aufschub abgelehnt wurde. 

Die Räumung hat massive Auswirkungen auf den Verkehr. Die Autobahn ist für die Dauer des Polizei-Großeinsatzes für Autos komplett gesperrt, berichtet die dpa. „Ihr werdet euch an dieser Räumung die Zähne ausbeißen“, teilten die Umwelt-Schützer:innen am Mittwochmorgen mit. „Wir sehen uns gezwungen, den Wald mit unseren Körpern zu verteidigen.“

Erinnert alles an die Räumung Lützeraths (diese 23 Fotos zeigen ganz gut, was dort abging). „Weiter geht der grün-schwarze Kampf gegen Klimagerechtigkeit. Nach der Räumung von Lützerath soll nun der Fecher bei Frankfurt geräumt werden“, kritisieren Menschen auf Twitter. Der Hashtag #FecherBleibt trendet – ähnlich wie #LuetziBleibt vor einigen Tagen. Aber: „Unter dem Fechenheimer Wald gibt es keine Kohle“, regen sich die Nutzer:innen auf. Hier neun Tweets, die diesem Ärger Luft machen.

1. „Ob jemand in Frankfurt noch eine Mönchskutte rumliegen hat?“

2. „Unter dem Fechenheimer Wald gibt es keine Kohle“

3. „Warum heißt es FecherBleibt und nicht FechiBleibt? So kann ich das nicht ernst nehmen“, schreibt dieser User und spielt auf den Hashtag #LuetziBleibt von der Räumung in Lützerath an.

4. „Weiter geht der grün-schwarze Kampf gegen Klimagerechtigkeit“

Aber warum fallen die Grünen bei Lützerath und nun auch Fechenheim so negativ auf, was Klima- und Umweltschutz anbelangt? Hier sammeln wir 5 Gründe, warum die Grünen die Räumung in Lützerath unterstützen.

5. Katja Diehl, die bei der Besetzung von Lützerath vorne mit dabei war, ruft am Mittwochmorgen, 18. Januar, auf, den Fechenheimer Wald zu besetzen.

6. Tag X, also die Räumung des Fechenheimer Walds ist am 18. Januar. „Tag X und ich muss den ganzen Tag arbeiten..“, regt sich deswegen diese Person auf.

7. Statt Autobahnen zu bauen, solle man doch lieber die Bahnstrecken ausbauen, schreibt dieser Nutzer.

8. Mit diesem Video eines Lego-Fans beschreibt diese Person die „Grünen vor der Wahl“ und „nach der Wahl“.

9. Schon vor der Räumung im Fechenheimer Wald, machte dieser User einen Witz darüber, warum Hessen als einziges Bundesland keine Polizei nach Lützerath schickte: „Weil sie selbst eine Waldbesetzung räumen wollen.“

Am 8. Januar 2023 berichtete tatsächlich der Spiegel, dass alle Bundesländer außer Hessen zugesagt hätten, die NRW-Polizei bei der Räumung von Lützerath zu unterstützen.

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