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Feiertage, die auf einen Sonntag fallen, sollen nachgeholt werden – fordert die Linke

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Von: Jana Stäbener

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Die Linke fordert, ausgefallene freie Tage nachzuholen. © Maurizio Gambarini/dpa

Ist es fair, dass der Erste Mai und Weihnachten dieses Jahr auf Sonntage fallen? Nein, finden Politiker:innen und fordern, die Feiertage nachzuholen.

Dieses Jahr fällt nicht nur der kommende Erste Mai (Tag der Arbeit) auf einen Sonntag: Auch Weihnachten feiern wir 2022 an einem Wochenende, denn der 24. Dezember fällt auf einen Samstag, der 25. auf einen Sonntag. Irgendwie nicht fair, denn der Sinn und Zweck von Feiertagen sei ja die Erholung von der Arbeit, finden Politiker:innen von „Bündnis 90/Die Grünen“ und der Linken. Fallen Feiertage auf einen Sonntag, so würde dieser Sinn völlig verfehlt, finden Jan Korte (Linke) und Beate Müller-Gemmeke (Grüne).

Feiertage nachholen: Andere Länder machen vor, wie es geht

Verlorene Feiertage, die auf einen Sonntag oder Samstag fallen, sollten nachgeholt werden, sagten die beiden gegenüber der Rheinischen Post. In vielen Ländern wie Spanien, Belgien und Großbritannien wird dies schon eine Weile so gemacht. In Deutschland ist dieser Forderung zwar nicht neu, konnte sich jedoch bisher nicht durchsetzen. Erst vergangenes Jahr, kochte die Feiertags-Problematik erneut hoch, als ungewöhnlich viele Feiertage auf Wochenenden fielen.

Am Montag (25. April 2022) sagte Jan Korte, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Linksfraktion im Bundestag, zur Rheinischen Post, die Linke wolle zeitnah durchsetzen, dass „künftig keine Feiertage mehr ausfallen“. Bis das geregelt sei, so forderte er Arbeitgeber auf, sollten doch Unternehmen ihren Angestellten einen zusätzlichen freien Arbeitstag geben. Jeder verlorene Feiertag bedeute für die Menschen mehr Stress und weniger dringend notwendige Erholung von den Belastungen durch Arbeit und Pandemie, erklärt der Linken-Politiker.

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Ein Drittel aller Arbeitnehmer:innen lehnt es ab, Feiertage nachzuholen

Auch die Arbeitsmarktexpertin Beate Müller-Gemmeke von den Grünen, bezieht klar Stellung zur Nachholung von Feiertagen. Es sei jetzt an der Zeit, „gesellschaftlich darüber zu diskutieren, dass Feiertage, die auf einen Sonntag fallen, nachgeholt werden können, wie es bereits in einer ganzen Reihe von Ländern der Fall ist“, sagte Müller-Gemmeke laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Auch die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland wäre dafür, dass bundesweite Feiertage, sofern sie auf ein Wochenende fallen, am darauffolgenden Montag als freie Tage nachgeholt werden. Das hat eine Yougov-Umfrage 2021 ergeben, wie die dpa berichtete. Rund ein Drittel der Befragten in Deutschland lehnten den Vorschlag laut der Studie eher ab – dieser Anteil wurde in den letzten Jahren jedoch immer geringer.

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) bringt ebenfalls Argumente gegen nachgeholte Feiertage: Deutschland habe in der Europäischen Union sowieso schon die kürzeste Jahresarbeitszeit und sei gemeinsam mit Dänemark Europameister in Sachen „freie Tage“, sagt IW-Arbeitszeitexperte Christoph Schröderder dpa.

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