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Göttingen erlaubt Oben-ohne-Schwimmen für Frauen, nach Debatte um transsexuellen Mann

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Göttingen erlaubt am Wochenende Oben-ohne-Schwimmen für Frauen. © Thomas Warnack/dpa

Eine Person, die sich nicht als Frau identifiziert, wird in Göttingen aus einem Schwimmbad geworfen, weil sie ihre Brüste nicht bedeckt. Es folgt eine hitzige Debatte.

Göttingen (dpa/AFP) – Vom 1. Mai an dürfen alle Badegäste Schwimmbäder in Göttingen ohne Oberkörperbekleidung besuchen - allerdings nur an bestimmten Tagen. Der Sportausschuss der Stadt sprach sich am Dienstag für eine entsprechende Regelung aus, wie ein Stadtsprecher am Mittwoch bestätigte. Demnach ist das nun samstags und sonntags erlaubt.

Die Regelung gelte für alle Schwimmbäder, die von der Göttinger Sport- und Freizeitgesellschaft betrieben werden, sagte der Sprecher. Zunächst sei eine Testphase bis zum 31. August vorgesehen. Eine Verlängerung gilt als wahrscheinlich, wenn nicht zwischenzeitlich eine andere Regelung ausgearbeitet wird. Zuvor hatte das «Göttinger Tageblatt» darüber berichtet.

Politik und Gesellschaft hatten in Göttingen in den vergangenen Wochen intensiv über das Thema diskutiert. Forderungen gingen von bestimmten Zeitfenstern bis hin zu einer generellen Erlaubnis für das Oben-ohne-Schwimmen.

Auslöser war, dass eine Person, die sie sich selbst nicht als Frau, sondern als Mann identifiziert, wegen Oben-ohne-Badens aus einem Schwimmbad verwiesen wurde und Hausverbot erhielt. Das Schwimmbad sah die Person als Frau an und sprach deswegen von einem Verstoß gegen die Badeordnung. Demnach war das Baden ohne Oberkörperbekleidung nur Männern gestattet.

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