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„Was Greta sagt“: Thunberg bekommt für AKW-Aussage plötzlich Beifall von Union und FDP

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Von: Sophia Lother

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Von überraschender Seite bekommt Klimaaktivistin Greta Thunberg plötzlich Lob und Anerkennung. Was steckt dahinter?

Die Meldung hat schon vor der Ausstrahlung des Interviews für Furore gesorgt. Die Gründerin von Fridays for Future und Klimaaktivistin Greta Thunberg wurde bereits vor mehreren Tagen von ARD-Talkmasterin Sandra Maischberger interviewt. Am heutigen Mittwoch (12. Oktober) soll das Interview ausgestrahlt werden. Doch einige Details sind bereits veröffentlicht worden.

Besonders ein Zitat kursiert bereits, wenn auch in einer stark verkürzten Version. Darin sagte sie: „Es wäre ein Fehler, die noch aktiven Atomkraftwerke in Deutschland abzuschalten“. Dafür bekommt die Aktivistin plötzlich Beifall von den politischen Akteuren, die sonst nicht gerade Befürworter der Ideen der 18-Jährigen waren.

Was Greta Thunberg wohl zu dem Beifall der Politiker sagt?
Was Greta Thunberg wohl zu dem Beifall der Politiker sagt? © TT/Imago

Greta Thunberg im Interview: AKW-Aussage sorgt für Wirbel

Tatsächlich aber ist das Zitat wesentlich länger und vor allem der zweite Teil rückt ihre Aussage in ein anderes Licht. „Wenn sie schon laufen, glaube ich, dass es ein Fehler wäre, sie abzuschalten und sich der Kohle zuzuwenden“, erklärte Gerate laut Deutscher Presse-Agentur, der das Interview vorliegt. Zudem unterstrich sie die Aussage noch mit den Worten: Es sei „eine schlechte Idee“, auf Kohle zu setzen, solange „das Andere“ noch existiere.

Die Aktivistin bezog sich dabei auf die Krisenstrategie der Bundesregierung, Kohlekraftwerke aus der Reserve zu holen, um die Stromerzeugung aus Gas zu reduzieren. Auch zwei der drei verbliebenen Atomkraftwerke sollen als Notreserve über den eigentlichen Abschalttermin Ende des Jahres am Netz bleiben – allerdings nur bis spätestens Mitte April 2023 und nur unter bestimmten Voraussetzungen. Auf die Frage, ob die AKW nach der aktuellen Krisenphase überhaupt abgeschaltet werden sollten, sagte Thunberg: „Kommt drauf an, was passiert.“ Dennoch, die verkürzte Aussage von Thunberg kursiert bereits auf Twitter und Co. ein kleiner Ausschnitt ihrer plötzlichen „Fans“:

CDU-Abgeordneter Paul Ziemiak ist in der Vergangenheit eher durch solche Tweets aufgefallen:

Nach Thunbergs AKW-Aussage schlägt der plötzlich ganz neue Töne an:

Finanzminister und FDP-Vorsitzender Christian Lindner hielt Engagement für den Klimaschutz eigentlich für eine Sache „für Profis“:

Aber die AKW-Aussage von (Profi?) Greta Thunberg findet er dann doch ganz toll:

Auch Justizminister und FDP-Mann Marco Buschmann beruft sich nun auf die Klimaaktivistin:

Dabei hat er sich im Vorfeld nicht als Fan von Fridays for Future erwiesen:

Und Markus Söder findet es jetzt auch „interessant“, was Greta Thunberg zu sagen hat:

Der plötzliche Beifall von Union und FDP bleibt natürlich nicht unbeachtet:

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