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Lidl will Mindestlohn für Mitarbeitende vorerst nicht erhöhen

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Von: Pia Seitler

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Ein Lidl-Mitarbeiter räumt ein Regal ein.
Mitarbeiter:innen bei Lidl bekommen vorerst weiterhin 12,50 Euro Mindestlohn. (Symbolbild). © Marijan Murat/dpa

Als Reaktion auf die hohe Inflation in Deutschland zahlt Aldi seinen Beschäftigten mehr Gehalt. Konkurrent Lidl plant erstmal keine Erhöhung.

Benzin, Lebensmittel, Heizen – alles wird gerade teurer. Aldi erhöht deshalb nun den Mindestlohn für seine Beschäftigten in Deutschland ab Juni von 12,50 auf 14 Euro. Der Discounter reagiere damit auf die aktuelle Welle von Preissteigerungen, teilte Aldi Süd am Dienstag (27. April) mit. Auch das Schwesterunternehmen Aldi Nord hebe den Mindestlohn an, sagte ein Firmensprecher, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Konkurrent Lidl plant hingegen derzeit keine Anhebung des Mindesteinstiegslohns, heißt es auf Nachfrage von Buzzfeed News Deutschland und bleibt vorerst bei 12,50 Euro.

Mindestlohn bei Lidl bleibt bei 12,50 Euro

Lidl sei der erste Lebensmitteleinzelhändler gewesen, der im Januar 2010 einen internen Mindesteinstiegslohn von zehn Euro einführte, heißt es in dem Statement. Seitdem habe der Neckarsulmer Discounter den Mindestlohn regelmäßig angehoben. Aktuell liege er bei 12,50 Euro. „Je nach Unternehmenszugehörigkeit und Eingruppierung im jeweiligen regionalen Tarifvertrag erhöht sich der Stundenlohn“, erklärt Lidl. Ein Großteil der Beschäftigten verdiene deutlich über dem Lidl-Mindesteinstiegslohn. Im Hinblick auf die gestiegenen Preise und die Lohnanpassung des Konkurrenten heißt es von Lidl auf Anfrage von BuzzFeed News Deutschland lediglich: „Wir beobachten die weiteren Entwicklungen auf dem Markt sehr aufmerksam.“

Auch in anderen Ländern gibt es Lohnanhebungen: In Großbritannien reagiert die Supermarkt-Kette Morrisons auf die rasant gestiegenen Lebenshaltungskosten mit einer Lohnerhöhung um 4,5 Prozent und Preissenkungen bei mehr als 100 Hauptprodukten. In Deutschland beträgt der gesetzliche Mindestlohn seit Januar 2022 9,82 Euro pro Stunde. Zum 1. Juli steigt er auf 10,45 Euro und soll zum 1. Oktober auf 12 Euro angehoben werden.

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