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Experten warnen: Weltklimabericht könnte „apokalyptische Ängste“ auslösen

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Von: Pia Seitler

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Eine Frau hält ihren Hund, während ein Wald im Norden der Insel Euböa in Flammen steht.
Eine Frau hält ihren Hund, während im August 2021 ein Wald im Norden der Insel Euböa in Flammen steht. © dpa

Über die Folgen des Klimawandels soll vorsichtig berichtet werden. Berichte über einen ökologischen Kollaps könnten „apokalyptische Ängste“ auslösen.

Mit einem Abstand von einigen Jahren fasst der Weltklimarat (IPCC) die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel in einem Bericht zusammen. „Die Berichte des Weltklimarats sind der Goldstandard“, sagt Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger, wie die Deutsche Presseagentur berichtet. Am 28. Februar erscheint der zweite Teil des neuen Berichts des Weltklimarates (IPCC). Darin geht es vor allem um die Folgen des Klimawandels und die notwendigen Maßnahmen, um die Erde zu schützen.

„Der neue IPCC-Bericht wird wie kein anderer zuvor zeigen, wie sehr sich die Welt aufgrund des Klimawandels schon verändert hat und mit welchen katastrophalen Klimarisiken wir in Zukunft rechnen müssen – je nachdem, wie schnell und wie weit wir den Ausstoß der Treibhausgase senken“, sagt Professor Hans-Otto Pörtner beim Pressegespräch des Deutschen Klima-Konsortiums (DKK).

Vorsichtig über Klimawandel berichten

Details zum Bericht werden vorab nicht genannt, aber der Generalsekretär der Weltwetterorganisation (WMO), Petteri Taalas, sagte, er mache sich Sorgen, dass der Bericht „apokalyptische Ängste“ bei jungen Menschen auslösen könnte. „Wir müssen vorsichtig sein, wie wir über die Ergebnisse der Wissenschaft berichten, über Kipppunkte, und ob wir über einen Kollaps der Biosphäre oder das Verschwinden der Menschheit sprechen.“ Taalas selbst ist nicht an dem Bericht beteiligt. Die WMO hatte den Weltklimarat 1988 aber zusammen mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gegründet. 

Der Bericht soll sich neben den Auswirkungen der Klimakrise auf die Psyche auch mit notwendigen Anpassungen befassen. Anpassungen, die die Menschen in ihrem Alltag vornehmen müssen und die sich nicht nur auf die Minderung von Treibhausgasen beziehen. „Es kann aber nicht nur darum gehen, dass künftig alle Elektroauto fahren und ansonsten weiterleben wie bisher“, sagt Tabea Lissner, Co-Leiterin des Wissenschaftsteams von Climate Analytics in Potsdam, der Deutschen Presseagentur.

Zusammenfassung des Weltklimaberichts kommt am 28. Februar

Der Meeresbiologe Pörtner berichtet beim Pressegespräch des DKKs von den fünf Jahren Arbeit, in denen er gemeinsam mit 270 Autorinnen und Autoren aus der ganzen Welt über 34.000 klimawissenschaftliche Publikationen ausgewertet hat. Kommende Woche gibt es eine 30-seitige Zusammenfassung für Politiker:innen

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