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Wegen Boykott: Russland kopiert „Coca-Cola“ - sie sieht fast genauso aus wie das Original

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Von: Jana Stäbener

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Coca Cola und Komi Cola aus Russland.
Zum Verwechseln ähnlich: links das Original, rechts die russische „Komi Cola“. © ITAR-TASS/IMAGO/Collage

Coca-Cola beendet seine Geschäfte in Russland. Jetzt produziert die Region „Komi“ eine eigene Cola, die dem Original zum Verwechseln ähnlich sieht.

Viele Unternehmen haben in den vergangenen Monaten ihre Russland-Geschäfte aufgrund des Ukraine-Krieges beendet oder heruntergefahren. Weil McDonald´s seine Filialen im März schloss, band sich ein Burger-Fan sogar an die Eingangstür und protestierte so gegen die Schließung. Andere Pharmahersteller wie „Eli Lilly and Co.“ und „Abbvie Inc.“ reduzierten ihre Produktion in Russland auf lebensnotwendige Medikamente und strichen Putins geliebtes Botox vom Lieferplan. Auch Coca-Cola gab schon Anfang März bekannt, dass sie Geschäfte in Russland einstellen will. Kein Problem, denkt sich Russland offenbar jetzt: Wir produzieren einfach unsere eigene Cola – die „Komi-Cola“.

Russland, Komi Cola Abfüllung in Syktywkar
In dieser Fabrik in Syktywkar wird „Komi Cola“ produziert – das Design erinnert dabei stark an das Original. © ITAR-TASS/IMAGO

Coca-Cola stellte Geschäfte in Russland schon im März ein

„Unser Mitgefühl gilt den Menschen, die durch die tragischen Ereignisse in der Ukraine unter den unzumutbaren Folgen leiden“, schrieb der Getränke-Riese „Coca-Cola“ am 8. März 2022 in einer Pressemitteilung. „Wir werden die Situation weiterhin beobachten und bewerten, je nachdem wie sich die Umstände entwickeln.“ Bis auf Weiteres habe man sein Geschäft in Russland eingestellt, um ein klares Zeichen für Frieden zu setzen.

Für seine Sanktionen gegenüber Russland bekam Coca-Cola zwar nicht nur positives Feedback – ein:e Twitter-Nutzer:in schrieb beispielsweise: „Late to the party. A follower, not a leader“, und kritisierte, dass Coca-Cola relativ lange damit gewartet habe, seine Geschäfte zu beenden. Andere Unternehmen wie Nestlé kassierten sogar einen Shitstorm wegen ihrer Verkäufe in Russland – der Konzern widersprach den Vorwürfen jedoch.

Russische Komi-Cola kopiert das Design von Coca-Cola

Ob der Cola-Mangel in Russland viel bewirken kann, ist jedenfalls fraglich. Besonders, weil am 13. Mai Bilder aus einer Fabrik im russischen Syktywkar auftauchten. Hier wird nun eine Putin-konforme Cola produziert, die dem Original ziemlich ähnlich sieht. Sie hat nicht nur die gleiche Farbe, sondern auch ein ähnlich verschnörkeltes Design wie das Coca-Cola-Logo. Besonders das „K“ hat genau die gleiche Schleife am oberen Ende, wie das „C“ der Original-Cola. Angeblich schmecke die russische Kopie aber weniger süß und enthalte weniger Kohlensäure, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Laut Angaben des Mediennetzwerkes Nexta nennt sie sich „Komi-Cola“ – auf dem Etikett steht jedoch nur „Cola“. Laut RND wurde die gefälschte Cola nach der Region „Komi“ benannt. Komi ist eine Republik in Nordwestrussland, in der die „Fake-Cola“ inzwischen für 46 Rubel (also knapp 70 ct) pro Flasche verkauft wird.

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