7 geheime Tricks, mit denen Kellner:innen Gäste übers Ohr hauen
Uns auf Google folgenEin Vorfall in einem französischen Bistro sorgt für Aufregung. Dabei passieren hinter dem Tresen noch ganz andere Dinge.
In einem Restaurant in Saint Tropez an der Côte d‘Azur empörte man sich im Sommer über einen Trick der Servicekräfte. Sie sollen geheime Listen geführt haben, um Gäste auszusortieren: Wer gutes Trinkgeld gibt, sei auch weiterhin willkommen. Die knausrigen Gäste seien dagegen auf einer schwarzen Liste gelandet. Dabei handelt es sich aber kaum um ein französisches Phänomen, auch in Wien schimpfen Kund:innen über den Service.
Laut der Lokalzeitung Var matin sollen die Kellner:innen in Saint Tropez sogar aktiv versucht haben, die Kundschaft, von der nicht der gewünschte Betrag zu erwarten gewesen sei, an weiteren Besuchen zu hindern. Sylvie Sire, die Bürgermeistern von Saint Tropez, zeigte sich über die Praxis des „Minimum Spending“ – die Selektion der Kunden anhand ihres Budgets – schockiert. Sie verurteilte dieses Vorgehen als „Erpressung“ und forderte Maßnahmen seitens der Restaurantbetreiber.

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Das sind aber nicht die einzigen Strategien, die hinter dem Tresen ausgetüftelt werden. Wir haben uns umgehört und hier ein paar weitere Insides aus dem Leben von Servicekräften gesammelt – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
1. Betrunkenen Gästen Softdrinks unterjubeln
Wer schon mal in der Gastro gejobbt hat, kennt die Situation. Die Gäste haben bereits zu tief ins Glas geschaut und bestellen munter weiter. Kann sein, dass man als Kellner:in aus Versehen bei der nächsten Runde den Alkohol vergisst oder eine besonders leichte Mischung herauskommt. Besonders bei Cocktails wie Mojitos kann das schnell mal passieren.
2. „Freundschaftlich“ mit den Gästen mittrinken
Sind die Gäste in besonders feierlicher Stimmung, kommt es vor, dass man auf ein paar Kurze eingeladen wird. Wer sich Hoffnungen auf üppiges Trinkgeld macht, sollte diese Einladung besser annehmen. Um dann nicht völlig betrunken bis zum Ende der Schicht den Laden schmeißen zu müssen, gibt es diverse Strategien: Filmreif den Drink hinter der Schulter ins Leere kippen oder in eine leere Bierflasche spucken. Dann sieht es einfach so aus, als ob man sich nach dem Schnaps noch ein Schlückchen Bier gönnt.
3. Trick 17: Bierschaum mit dem Löffel auffrischen
Wenn es brummt, schafft man es nicht immer, das frisch gezapfte Bier sofort an den Tisch zu bringen. Ist der Schaum schon eingefallen, kommt der Löffel ins Spiel: Einfach ein bisschen umrühren und das Bier sieht aus wie neu.

4. Ein „Mischbier“ servieren
Das mit dem Zapfhahn ist so eine Sache. Denn wer permanent Bier zapft, kennt den Struggle, für das perfekte Bier-Schaum-Verhältnis mit mehreren Gläsern hantieren zu müssen, besonders, wenn ein frisches Fass geöffnet wurde und minutenlang nur Schaum sprudelt. Aus den diversen Bier-Anteilen, die nach dem Hin und Her in den Gläsern überbleiben, kann man in Stresssituationen schnell ein neues Bier zaubern. Zumindest optisch.

5. „Ich hab‘s gleich“: Extra lange nach Rückgeld kramen
Empfiehlt sich besonders bei der ungeduldigen und knausrigen Sorte Gast. Einfach mal ganz in Ruhe nach jedem einzelnen Cent kramen, bis auch der letzte Geizhals ein paar Kröten Trinkgeld da lässt.
6. „Vergessen“, das Getränk in die Kasse einzutippen
Ab und zu passiert es: Man „vergisst“, das Getränk in die Kasse einzugeben. Wer den Überblick behält und es dem Gast trotzdem berechnet – gerne auch mal handschriftlich auf der Rechnung vermerkt – freut sich am Ende der Schicht. Denn alles, was bei der Abrechnung nicht im Kassensystem auftaucht und im Geldbeutel übrig bleibt, ist schließlich Trinkgeld.
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