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Netflix and No Chill: Warum du dir vielleicht bald keine Accounts mehr teilen kannst

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Von: Helena Dimmel

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Netflix, Frau verzweifelt vor PC
Gratis das Netflix-Konto von der Oma mitnutzen? Vielleicht ist der Spaß bald vorbei © IMAGO / photothek/Westend61/BuzzFeed Austria

Netflix hat bekannt gegeben, dass ihnen das Teilen von Passwörtern ein Dorn im Auge ist.

Netflix, der größte kostenpflichtige Streaming-Dienst der Welt, hat entschieden, dass seine 221 Millionen Abonnentenkonten nicht ausreichen. In einem Blogpost mit dem Titel „Paying to Share Netflix Outside Your Household“ (Bezahlen, um Netflix außerhalb Ihres Haushalts zu teilen) kündigte das Unternehmen an, neue Maßnahmen zu testen: Konten sollen ab jetzt zusätzlich belastet werden, wenn außerhalb des zuvor bestimmten Haushaltes Nutzeraktivität verzeichnet wird. Dies dürfte vor allem Einkommensschwache und junge Leute treffen und soll die „inoffiziellen“ Nutzer:innen wohl dazu bewegen, sich selbst einen Netflix-Account zuzulegen.

Zwei neue Features, um die inoffziellen Nutzer:innen aufzuspüren

Der Blogpost behauptet weiters, dass die bestehenden Profiloptionen von Netflix für Verwirrung gesorgt haben. Nämlich „darüber, wann und wie Netflix geteilt werden kann“. Netflix skizziert in den nächsten Wochen deshalb einen Test von zwei neuen „Features“ für Mitglieder in Chile, Costa Rica und Peru: Die eine Option wäre, ein „Unterkonto“ hinzuzufügen, für das man extra bezahlen muss. Und alternativ die Möglichkeit, Profile auf ein neues Konto zu übertragen, das gespeicherte Favoriten übernimmt. Chengyi Long, der Direktor für Produktinnovation bei Netflix, argumentiert jedenfalls, dass Passwörter-Sharing „unsere Fähigkeit beeinträchtigt, in großartige neue Fernsehsendungen und Filme für unsere Nutzer:innen zu investieren“.

Es bleibt abzuwarten, ob die neuen Features von Netflix global ausgerollt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt handelt es sich bei den implementierten Funktionen nur um einen Testlauf. Die aktuellen Kosten für das Hinzufügen eines Unterkontos sind zudem nicht besonders hoch: In Costa Rica beträgt die Gebühr umgerechnet rund drei Euro pro Monat zusätzlich zu den normalen Abo-Kosten, die sich derzeit auf rund neun Euro belaufen. Der neueste Business-Move von Netflix kommt allerdings nicht von ungefähr, denn das Wachstum der Streaming-Seite hat sich großflächig verlangsamt. Schon vor einem Jahr hat das Unternehmen eine Kontoverifizierungsfunktion getestet, erst kürzlich wurden auch in den USA die Preise angehoben.

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