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Putin erlässt Verbot: Mark Zuckerberg und 28 weitere Amerikaner:innen dürfen nicht mehr nach Russland

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Von: Jana Stäbener

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Mark Zuckerberg und weitere US-Bürger:innen werden von Wladimir Putin mit Sanktionen belegt: Sie dürfen nicht mehr nach Russland einreisen.
Das russische Außenministerium wirft US-Amerikaner:innen wie Mark Zuckerberg „russophobe Agenda“ vor. ©  Sven Hoppe/dpa, Evgeny Biyatov/dpa (Collage)

Russland reagiert auf die Sanktionen des Westens mit einem Einreiseverbot für mehrere hochrangige US-Bürger:innen – ob das etwas bringt, ist fraglich.

Seit dem Angriffs-Krieg Putins in der Ukraine haben westliche Länder wie Deutschland oder die USA gegenüber dem Kreml diverse Sanktionen wie den Ausschluss auf dem Swift-Zahlungssystem verhängt. Auch viele Firmen ziehen ihre Geschäfte aus Russland zurück, weshalb viele Menschen in dort vor leeren Regalen und geschlossenen Läden stehen. Manche Russ:innen reagieren auf die Sanktionen mit wilden Maßnahmen. So zerschnitten russische Influencer:innen ihre Chanel-Taschen – aus Protest gegen „Russophobie“. Wladimir Putin hat nun auch eine eigene Art gefunden, mit den Sanktionen des Westens umzugehen: Sie verbieten 29 US-Amerikaner:innen wie Meta-CEO Mark Zuckerberg oder Kamala Harris, Russland zu betreten.

Sanktionen gegen US-Amerikaner:innen: Russland verweigert „auf unbestimmte Zeit“ Einreise

Mit den Sanktionen gegen hochrangige Pentagon-Beamte, US-Wirtschaftsführer und US-Journalist:innen, darunter auch LinkedIn-CEO Ryan Roslansky und ABC-Reporter George Stephanopoulos, will Russland die Sanktionen des Westens bestrafen. Auch Berühmtheiten wie Mark Zuckerberg, der CEO von Meta (Facebook), und Vizepräsidentin Kamala Harris, stehen auf Putins Liste. Zuckerbergs Plattformen Facebook und Instagram hatte der Kreml schon vor Wochen verboten und sie als „extremistisch“ bezeichnet. Nur auf TikTok sind Russ:innen noch unterwegs: Dort werden ihnen statt Kriegsbildern süße Tiervideos angezeigt.

In einer Mitteilung des russischen Außenministeriums vom 21. April 2022 steht laut Business-Insider, dass den Personen die Einreise nach Russland auf „unbestimmte Zeit“ verweigert werde. Und weiter heißt es, die Personen seien für die „russophobe Agenda“ in den USA verantwortlich. Ob das Einreiseverbot gegen 29 US-Amerikaner:innen in irgendeiner Weise positive Auswirkungen auf die russische Bevölkerung und Wirtschaft hat, bleibe fraglich, schätzt der Business-Insider.

„Auf dem Weg zur Arbeit ist mir heute etwas Lustiges passiert“

Mehrere der Journalist:innen, die auf der Sanktionen-Liste stehen, kommentierten das russische Einreiseverbot auf Social-Media. „Auf dem Weg zur Arbeit ist mir heute etwas Lustiges passiert“, twitterte so Kevin Rothrock, leitender Redakteur für die Nachrichtenwebsite Meduza, die über Russland schreibt. Mark MacKinnon ist leitender Auslandskorrespondent von The Globe und Mail und twittert, er würde „viele Glückwünsche“ für die Sanktionen gegen ihn bekommen. Für ihn sei es aber vor allem traurig, denn er habe in Russland immer gerne gelebt und dort versucht guten Auslandsjournalismus zu betreiben, schreibt er in seinem Tweet (siehe unten).

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