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Kim de l‘Horizon wird nach Auszeichnung mit Buchpreis queerfeindlich bedroht

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Von: Robert Wagner

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Kim de l‘Horizon spricht am 19. Oktober 2022 auf der Frankfurter Buchmesse auf der Bühne der ARD.
Kim de l‘Horizon ist der erste non-binäre Mensch, der den Deutschen Buchpreis erhalten hat. Für viele ein Grund, Hass über ihn auszuschütten. © Sebastian Gollnow/dpa

Nach der Auszeichnung mit dem Deutschen Buchpreis wird Kim de l‘Horizon queerfeindlich bedroht. Der Verlag hat Personenschutz für ihn organisiert.

Kim de l‘Horizon sieht sich nach dem Gewinn des Deutschen Buchpreises Hass-Attacken ausgesetzt. Das berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“ unter Berufung auf den DuMont-Verlag, der den prämierten Roman „Blutbuch“ verlegt. De l‘Horizon wurde in der Schweiz geboren und definiert sich als non-binär, weder eindeutig männlich noch weiblich.

Seit der Preisverleihung, die Kim de l‘Horizon für eine Solidaritätsbekundung für die Frauen im Iran nutzte, ist de l‘Horizon neben Glückwünschen im Internet auch queerfeindlichen Angriffen ausgesetzt. Die Social-Media-Beauftragte des Verlages habe viele Hassbotschaften löschen müssen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). De l‘Horizons Buch erhalte auf Amazon zahlreiche Ein-Stern-Bewertungen, berichtet Spiegel Online. Auf Twitter solidarisieren sich viele mit de l‘Horizon.

Der DuMont-Verlag habe einen Sicherheitsdienst beauftragt, um Kim de l‘Horizon zu schützen, heißt es weiter bei Spiegel Online. Alle Termine auf der Frankfurter Buchmesse sollen aber trotz der Sicherheitsvorkehrungen wie geplant stattfinden. In der jüngsten Vergangenheit ist es zu einer deutlichen Zunahme queerfeindlicher Gewalt gekommen, vor deren Hintergrund die Hass-Attacken auf Kim de l‘Horizon zu sehen sind.

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