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„Eine Schande“: Nach trans-feindlicher Attacke auf Tessa Ganserer solidarisieren sich Politiker:innen auf Twitter

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Von: Pia Seitler

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Tessa Ganserer.
Tessa Ganserer will im Bundestag für die Rechte von queeren Menschen kämpfen. © dpa/Twitter-Screenshot/collage

Auf Twitter solidarisieren sich Politiker:innen mit Tessa Ganserer (Grüne) nachdem AfD-Politikerin Beatrix von Storch in einer transfeindlichen Rede auf sie losging.

Die AfD-Parteivorsitzende Beatrix von Storch hatte an diesem Donnerstag im Bundestag eine verächtliche und homofeindliche Rede über die Grünen-Abgeordnete und trans Frau Tessa Ganserer gehalten. Storch sprach Ganserer mit männlichen Pronomen als ihren „Kollegen Markus Ganserer“ an und sagte, wenn Ganserer „Rock, Lippenstift, Hackenschuhe“ trage, sei das „in Ordnung“.  Biologisch und juristisch sei und bleibe Ganserer aber ein Mann. Wenn er über die Frauenquote der Grünen in den Bundestag eingezogen sei, dann sei das „schlicht rechtswidrig“. Dafür erntete sie heftige Kritik, zunächst im Bundestag und nun auch auf Twitter.

Tessa Ganserer war die erste aktive Politikerin in einem deutschen Parlament, die sich als trans outete. Seit vergangenem Jahr ist sie neben Nyke Slawik eine der ersten beiden trans Frauen, die in den Bundestag gewählt wurden. Dort will Tessa Ganserer vor allem für queere Menschen kämpfen und das Transsexuellengesetz abschaffen.

Britta Haßelmann kritisiert Storchs Aussagen zu Tessa Ganserer als „menschenverachtend“

Britta Haßelmann, Grünenfraktionschefin, trat direkt im Anschluss ans Mikrofon und sagte unter Applaus, Storchs Aussagen seien „niederträchtig, bodenlos. Es ist homophob und zutiefst menschenverachtend“. Niemand habe darüber zu richten, „wie diese Frau ihr Selbstbestimmungsrecht wahrnimmt“.

Auf Twitter zeigen Politiker:innen Solidarität mit Tessa Ganserer

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sprach von einer „menschenverachtenden Rede“. Das sei schlicht eine Schande.

Tessa Ganserer saß währenddessen in den hinteren Reihen des Bundestags

Und kritisieren die transfeindlichen Aussagen zu Tessa Ganserer

Dabei sprechen sie Beatrix von Storch direkt an:

Die Bundesvorsitzende der Grünen Ricarda Lang äußerte sich ebenfalls zum Vorfall:

Das Selbstbestimmungsgesetz soll es unbürokratisch und ohne medizinische Hürden ermöglichen, sein oder ihr Geschlecht zu ändern.

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