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40 Prozent der jungen Erwachsenen rauchen – so viel wie lange nicht mehr

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Von: Felicitas Breschendorf

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Jugendlicher, der im Auto raucht.
Rauchen liegt wieder im Trend. (Symbolbild) © IMAGO / Westend61

Die Zahl der 14- bis 24-jährigen Raucher:innen nahm 2022 enorm zu. Nicht nur die Einweg-E-Zigarette Elfbar wird immer beliebter.

Du dachtest, Rauchen ist out? Ergebnisse einer aktuellen Befragung beweisen das Gegenteil: 2022 stieg der Anteil der jugendlichen Raucher:innen stark an. Unter den 18- bis 24-Jährigen rauchen zurzeit etwa 40 Prozent Zigaretten oder Tabak in anderer Form. Seit diesem Jahr gibt es auch deutlich mehr junge Konsument:innen von E-Zigaretten, etwa der Einweg-E-Zigarette Elfbar.

Die DEBRA ist die Deutsche Befragung zum Rauchverhalten, die vom Bundesgesundheitsministerium gefördert wird. Seit 2016 werden Deutsche ab 14 Jahren nach ihrem Tabakkonsum befragt. Noch nie zeigen die Ergebnisse so hohe Zahlen an rauchenden Jugendlichen wie in diesem Jahr.

15,9 Prozent der Minderjährigen raucht

Wie die DEBRA-Studie zeigt, rauchen auch Minderjährige. 15,9 Prozent der 14- bis 17-Jährigen greift zur Zigarette (oder Tabak in anderer Form) – dabei ist Nikotinkonsum für Minderjährige in Deutschland verboten. „Jugendliche und junge Erwachsene sind eine wichtige Zielgruppe der Tabakprävention, weil meistens in diesen Altersgruppen mit dem Rauchen angefangen wird“, heißt es in der Studie. In Deutschland ist Tabakwerbung sowie auch Alkoholwerbung nicht gänzlich verboten.

Einweg-E-Zigaretten sind unter Jugendlichen besonders beliebt

Neben Zigaretten nahm in diesem Jahr auch die Beliebtheit von Elektronischen-Zigaretten zu. Unter den 14- bis 17-Jährigen rauchen 2,5 Prozent E-Zigaretten, unter den 18- bis 24-Jährigen sind es vier Prozent. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen wurden auch gefragt, was für eine Art von E-Zigarette sie normalerweise benutzen.

Zu Auswahl standen Einweg-E-Zigaretten, hier besonders bekannt die Marke Elfbar, E-Zigaretten, die ersetzbare bereits gefüllte Patronen haben, E-Zigaretten mit einem Tank, den man selber mit einem Liquid befüllen kann, oder eine andere Art. Während die letzten drei Arten 2022 weniger genutzt wurden, stieg die Nutzung von Einweg-E-Zigaretten unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen gegenüber den Vorjahren stark an, auf 34,1 Prozent.

Der Konsum von E-Zigaretten ist für Jugendliche gefährlich

Der Trend zu Elfbar und Co. ist gefährlich. E-Zigaretten stellen für Jugendliche laut der DEBRA-Studie ein „besonderes Risiko“ dar. Der regelmäßige Konsum könne die Entwicklung des Gehirns und die Atemwege negativ beeinträchtigen. Hinzukomme die Gefahr einer Nikotinabhängigkeit, die wiederum den Einstieg in das Tabakrauchen bedeuten kann. Neuseeland will zukünftigen Generationen das Rauchen verbieten.

Wenn du selbst mit Nikotinsucht struggelst oder aufhören willst zu rauchen, kannst du dich an die kostenlose Telefonberatung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wenden: 0 800 8 31 31 31.

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