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Sky-Moderator mit Ansage im Live-TV: „Laut Katars WM-Botschafter habe ich einen geistigen Schaden“

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Von: Alexander Kaindl

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Die Aussagen von WM-Botschafter Khalid Salman werden aufs schärfste verurteilt. Sky-Moderator Thomas Fleischmann hat nun live im TV auf seine ganz persönliche Art und Weise reagiert.

München - Die WM 2022 rückt immer näher. Pünktlich zum Start dürften die Diskussionen um die Vergabe ihren Höhepunkt erreicht haben. Nun hat Thomas Fleischmann, Moderator bei Sky, auf die jüngsten Äußerungen des WM-Botschafters reagiert - in bemerkenswerter Art und Weise, wie tz.de berichtet.

Thomas Fleischmann
Geboren: 3. Oktober 1981 (Alter: 41 Jahre), Neuendettelsau
Sky
Sportjournalist und Fernsehmoderator

Sky-Moderator mit Ansage im Live-TV: „Laut Katars WM-Botschafter habe ich einen geistigen Schaden“

Fleischmann sagte in seiner Funktion als Moderator von Sky Sport News folgende Worte im Live-TV: „Laut Katars WM-Botschafter habe ich einen geistigen Schaden. Ich versuche trotzdem, irgendwie unfallfrei durch die nächsten Minuten zu kommen. Ich hoffe, Sie sind mit dabei. Willkommen hier bei Sky Sport News.“

Klar, worauf sich der Journalist bezieht: Die jüngsten Aussagen von Khalid Salman. Der katarische WM-Botschafter bezeichnete in der ZDF-Doku „Geheimsache Katar“ Homosexualität als „geistigen Schaden“. Fleischmann antwortete auf seine Weise in einem Rahmen, der höchsten Respekt verdient.

Kollege Robby Hunke unterstützt Sky-Moderator Thomas Fleischmann

Von Fans und Kollegen gab es dafür viel Zuspruch, Kommentator Robby Hunke teilte beispielsweise die Story von der Moderation, die Fleischmann auf seinem Instagram-Account hochgeladen hatte, auf seinen eigenen Profilen.

Dazu schrieb er bei Instagram: „Vorweg: nein, ich bin nicht schwul. Und ja, supporte schwule Kollegen wo es geht. Jeder sollte so leben wie er möchte! In Katar ist das beispielsweise nicht möglich.“

WM 2022: Botschafter mit homophoben Aussagen - heftige Kritik folgt sofort

Salman, der katarische WM-Botschafter und Ex-Nationalspieler, erklärte in der Dokumentation weiter, dass er vor allem Probleme damit hätte, wenn Kinder Schwule sähen. Denn diese würden dann etwas lernen, was nicht gut sei.

In seinen Augen sei Schwulsein „haram“, also verboten. Damit nicht genug: „Es ist ein geistiger Schaden“, fügte er hinzu. Der Pressesprecher des WM-Organisationskomitees, der das ZDF-Team bei den Dreharbeiten begleitete und kontrollierte, brach nach ZDF-Angaben an dieser Stelle das Interview mit Jochen Breyer ab.

Leon Goretzka kritisiert „absolut inakzeptable“ Aussagen des WM-Botschafters

Die Dokumentation sorgt seit dem Moment der Ausstrahlung für jede Menge Reaktionen. Schon am Dienstagabend zeigten die Bayern-Fans beim Spiel gegen Werder Bremen katar-kritische Banner, nach der Partie äußerte sich Leon Goretzka zu den „absolut inakzeptablen“ Aussagen des Botschafters. (akl)

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