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„3 Leute sind bewusstlos geworden“: TikTok-Trend warnt vor Horrorfilm „Smile“ und löst Hype aus

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Von: Felicitas Breschendorf

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Screenshot von TikTok. Auf TikTok posten User:innen verstörte Reaktionen auf „Smile“.
Auf TikTok posten User:innen verstörte Reaktionen auf „Smile“. © TikTok/ Collage/ BuzzFeed News Deutschland

Nach dem Kinobesuch von „Smile“ zeigen TikToker:innen ihre psychische Belastung oder Ohnmachtsanfälle. Sie kritisieren, dass der Film keine Triggerwarnung habe.

Hinweis: Dieser Artikel thematisiert Suizid und psychische Krankheiten.

Passend zu Halloween läuft im Kino gerade der Horrorfilm „Smile“. Auf TikTok posten junge Zuschauer:innen ihre verstörten Reaktionen. Der Film scheint ebenso belastend, wie zuvor die Original-Polaroids von Jeffrey Dahmer. Einige TikToker:innen kritisieren, dass der Film keine Triggerwarnung habe. Andere zeigen, dass Personen nach einem Kinobesuch von „Smile“ in Ohnmacht fallen.

In „Smile“ geht es, wie der Name schon sagt, um ein gruseliges Grinsen. Eine Frau, die das Gefühl hat, von grinsenden Menschen verfolgt zu sein, nimmt sich das Leben. Ihre Therapeutin wird daraufhin ebenfalls von Grimassen in den Wahnsinn getrieben.

Verstörte Reaktionen auf „Smile“ bei TikTok

Schon im Sommer haben TikTok-User:innen ihre Reaktionen auf einen Kinofilm gezeigt. Für den neuen „Minions“-Film zogen sie Anzüge an und warfen mit Bananen. Im Gegensatz zu dem #gentleminions-Trend ist der „Smile“-Trend nicht ganz so harmlos. Mehrere TikToker:innen berichten, dass Kinomitarbeitende nach der Vorstellung den Psychiater anrufen mussten.

Eine TikTokerin filmte die Reaktion der Zuschauer:innen während des Films. Es ist dunkel, aber man hört, wie manche schreien oder „Omg“ rufen. Andere TikTok-User:innen berichten, dass Personen nach dem Kinobesuch ohnmächtig werden:

Der Film „Smile“ ist laut TikToker:innen psychisch belastend

Einige TikToker:innen warnen davor, gar nicht erst in den Film zu gehen. @_hakan2309 schreibt in seinem Video, dass „Smile“ die „Psyche des Menschen kaputt“ mache. TikTokerin Veronica Martina erzählt, dass sie es „kaum durch den Film geschafft“ habe. Sie selbst leide an Depressionen. „Smile“ habe sie nur überstanden, weil sie stark genug sei. „Jemanden, der eher schwach ist und schrecklichen Dämonen von psychischen Krankheiten zu bekämpfen hat, kann allein der Film wirklich durcheinanderbringen.“ Sie selbst bereue nach eigener Aussage, den Film gesehen zu haben.

Kritik von TikTokerin: „Smile“ zeichnet „negatives Bild von psychischen Krankheiten“

Martina kritisiert, dass „Smile“ Menschen mit psychischen Krankheiten beleidige. „Der Film zeichnet ein negatives Bild von psychischen Krankheiten“, sagt sie. Die Botschaft sei, dass „es einem niemals besser gehen wird“. Allein durch den Trailer habe sie nicht erkennen können, was sie bei „Smile“ erwartet. Auch, dass es in dem Film keine Triggerwarnung gibt, findet Martina und andere TikToker:innen problematisch.

Teilweise dürfen Jugendliche unter 16 schon „Smile“ sehen

In Frankreich ist „Smile“ ab 12 Jahren freigegeben, wie es bei der Filmdatenbank IMDb heißt. Auch in Kanada, Chile, Israel und anderen Ländern können Jugendliche unter 16 Jahren den Film sehen. In Großbritannien ist „Smile“ hingegen erst ab 18 Jahren freigegeben.

Wie in Deutschland ist der Film in der Schweiz ab 16 Jahren erlaubt. Schweizerische Kinobesitzer:innen berichteten der Argauer Zeitung jedoch, dass auch jüngere Personen den Film sehen wollen. Grund sei, dass der TikTok-Trend einen enormen Hype auf den Film ausgelöst habe. Teilweise versuchten sich die Minderjährigen, ins Kino zu schleichen. Familienmitglieder, Eltern oder volljährige Freund:innen kauften ihnen die Tickets. Bei einem vergangenen TikTok-Trend zeigen Eltern ihren Kindern bewusst Horrorvideos, um ihre Reaktionen zu filmen.

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