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Weil der Westen dicht macht: Putin baut neue Gas-Pipeline nach China

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Von: Mika Engelhardt

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Putin und Xi Junping schütteln sich die Hand, ein Foto zeigt den Teil einer Gasleitung
Freunde halten zusammen: Seit der Ukraine-Invasion sieht es schlecht aus für die russische Wirtschaft. Xi Jinping und Putin starten ein neues Gas-Projekt. © Collage/dpa

Die russische Wirtschaft steht im Ukraine-Krieg durch Sanktionen des Westens unter Druck. Eine Gas-Pipeline nach China soll die angeschlagene Wirtschaft retten.

Russland hat aktuell nicht viele, die dem Land wohlgesonnen sind. Die westlichen Länder verurteilen Putins Invasion in der Ukraine aufs Schärfste und viele Länder und Unternehmen haben ihre Kooperationen mit Russland eingestellt. Lufträume und Häfen wurden gesperrt und Deutschland sorgte mit dem Stopp der Nord Stream 2-Pipeline, die russisches Gas nach Europa bringen sollte, für Aufsehen. Diese Sanktionen schlagen sich besonders auf die russische Wirtschaft nieder, die auf den Export von Gas angewiesen ist. Also musste man im Kreml offenbar schnell umdenken.

Als Alternativlösung wird nun offenbar neues Mega-Projekt mit China an den Start gebracht, wie das US-Nachrichten-Portal Insider berichtet. Soyuz Vostok soll eine neue Pipeline heißen, die von Russland nach China verlegt wird. Anfang der Woche bekam Gazprom, ein staatlich geführtes Gas-Unternehmen, den Auftrag, mit der Konzeption zu beginnen. Durch die Mongolei könnten dann rund 50 Milliarden Kubikmeter Gas jährlich nach Russland transportiert werden.

China und Russland sind schon jetzt wichtige Handelspartner füreinander

Dieser Schritt des Kreml ist keine sonderlich große Überraschung, da China eines der wenigen Länder ist, das die Invasion noch nicht öffentlich verurteilt hat. Der chinesische Präsident Xi Jinping vertritt wie Putin ein eher autoritäres Weltbild - und hat die Invasion bisher noch nicht als solche anerkannt. Russland und China sind bereits jetzt für sich gegenseitig wichtige Handelspartner. Soyuz Vostok soll, wenn die Pläne durchgehen, aber zum bisher größten Projekt werden.

China kaufte im Jahr 2020 rund ein Drittel von Russlands Rohöl-Exporten und ist somit der größte Handelspartner im Export und Import für Russland. Während aus Russland das Öl fließt, importieren die Russ:innen Handys, Kleidung oder Spielzeuge. Seit 2019 ist die „The Power of Siberia 1“-Pipeline in Aktion, die Gas nach China leitet. Soyuz Vostok wird Teil der „The Power of Siberia 2“-Pipeline. Der Deal der ersten Pipeline soll für 30 Jahre gelten und 400 Milliarden Dollar umfassen. Russland sichert sich also ab, sollte der Handel mit Europa langfristig einfrieren.

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