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Ukraine-Krieg: Dreiste Streamer:innen bereichern sich auf Tiktok mit gefakten Livestreams

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Von: Pia Seitler

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Blick auf durch den Beschuss der russischen Armee zerstörte Häuser in der Nordukraine. Und Screenshot eines TikTok Videos.
Die russische Armee zerstört Häuser in der Ukraine. TikTokerin berichtet, wie sie Fake-Livestream aufdeckt. © dpa/Ukrinform/TikTok/@Deinelieblingsbeyza/Montage

Auf TikTok gab es angebliche Livestreams aus der Ukraine. Sie waren offenbar gefälscht und nutzten nur die Situation aus.

Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine überschlagen sich die Ereignisse und beinahe minütlich verbreiten sich neue Nachrichten über die Situation im Ukraine-Krieg im Netz. Auch in den sozialen Medien wird der Krieg in der Ukraine gerade häufig thematisiert. Bei TikTok liefen angebliche Livestreams aus der Ukraine. Sie waren offenbar gefälscht und die Streamer:innen versuchten so an Spenden von Zuschauer:innen zu gelangen, wie mehrere Medien berichten.

Viele junge Menschen fragen sich aktuell, wie sie den Ukrainer:innen im Krieg helfen können. Einige sind bereit, Geld zu spenden, um den Betroffenen des Kriegs zu helfen. Die teilweise sehr unübersichtliche Lage in der Ukraine haben scheinbar nun TikTok-Nutzer:innen ausgenutzt. Eine TikTokerin namens „Deinelieblingsbeyza“ deckte ein Fake-Stream auf der Plattform auf, wie die Schweizer Zeitung 20 Minuten berichtet.

Streamer:innen nutzen Situation in der Ukraine auf TikTok aus

„Guys my home is down“ hört man eine männliche Stimme verzweifelt sagen und Aufnahmen eines zerstörten Hauses werden gezeigt. In einem Video zeigt die Tiktokerin „Deinelieblingsbeyza“, wie sie an einem Live eines Nutzers teilnahm, der angeblich aus der Ukraine streamte. Sie checkt sein Profil und sieht: „Es ist ein Deutscher.“ Er habe einfach die ernsthafte Lage in der Ukraine ausgenutzt und wollte nur Spenden sammeln, sagt die TikTokerin im Video. Sie habe mitbekommen, dass der Livestream zeitweise 26.000 Zuschauer:innen gehabt habe und einige auch gespendet haben.

Das System hinter den Spenden auf TikTok sei intransparent, berichtet die Plattform Online Marketing Rockstars (OMR) in einem Artikel über die Fake-Livestreams. Nutzer:innen müssen zuerst sogenannte Münzen auf TikTok kaufen. Mit diesen Münzen können sie dann zum Beispiel eine virtuelle Rose oder einen Kuchen für Streamer:innen der Livestreams bezahlen. Dadurch erhalten die Streamer:innen Diamanten, die sie wiederum gegen Geld eintauschen können. Wie viel genau ein Diamant wert ist, könne sich laut den TikTok Nutzungsbedingungen jederzeit ändern.

Spenden in Fake-Livestreams zum Ukraine-Krieg

Mit den Fake-Livestreams wird also nicht nur die Hilfsbereitschaft der Spender:innen ausgenutzt, es lässt sich auch Geld damit verdienen. Eine Suche auf Twitter zeige, dass es offenbar mehrerer solcher Fake-Livestreams gab, wie OMR berichtet.

Über die Situation in der Ukraine verbreiten sich immer neue schlimme Nachrichten. Die zahlreichen Fakes machen die Lage unübersichtlich. BuzzFeed News Deutschland führt deswegen einen fortlaufenden News-Ticker zu falschen Informationen über den Krieg in der Ukraine.

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