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Deutsche essen so viele vegetarische Ersatzprodukte wie nie zuvor

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Von: Jana Stäbener

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Vegetarische Produkte
Vegetarische Produkte verzeichnen im Jahr 2021 ein Plus von 17 Prozent. © dpa/Collage

Vergangenes Jahr haben wir in Deutschland so viele Fleischersatzprodukte gegessen, wie nie zuvor – Tendenz steigend, sagen Marktforscher:innen.

Sojaschnitzel, Veggie-Hack und veganer Aufschnitt: Fleischersatzprodukte sind weiterhin im Trend und werden laut neuen Erkenntnissen aus der Marktforschung auch die nächsten Jahre beliebter. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Montag, 9. Mai 2022. Im Jahr 2021 wurden in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamt (Destatis) 98.000 Tonnen Fleischalternativen hergestellt, was ein Anstieg von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist. Auch der Warenwert von veganen und vegetarischen Ersatzprodukten schnellte vergangenes Jahr nach oben – um ganze 22,2 Prozent. Im Osten ist der Anstieg dabei nicht so ausgeprägt, wie im Westen – vegane Ersatzprodukte haben es dort schwerer.

Der Fleischkonsum ist in Deutschland seit geraumer Zeit rückläufig und liegt laut der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung im vergangenen Jahr bei 55 Kilogramm. Betrachtet man die gesamte Europäische Union, so ist der Pro-Kopf-Verzehr deutlich höher: Er liegt bei rund 80 Kilogramm, eine Zahl, die aus Klima- und Umweltgründen um 75 Prozent gesenkt werden müsste, ermittelte eine Studie. Dass der Trend für Fleischersatzprodukte laut Marktforscher:innen weiter nach oben geht, .könnte hier einen wichtigen Beitrag leisten.

Fleischersatzprodukte: Rügenwalder Mühle macht damit mehr Umsatz als mit Fleisch

Den Trend zu Fleischersatzprodukten spüren auch Fleischhersteller wie die Rügenwalder Mühle, die im Jahr 2021 nach eigenen Angaben erstmals mehr vegane und vegetarische Produkte als klassische Fleisch- und Wurstprodukte verkauft hat. Laut dpa erwirtschaftete das Unternehmen 263,3 Millionen Euro – das kommt einer Steigerung von 12,7 Prozent gleich. „Wir freuen uns, dass wir vor allem im Bereich der Fleischalternativen weiterhin auf Wachstumskurs sind“, sagte Vorstand Michael Hähnel gegenüber der dpa.

Weil die Ersatzprodukte so gut laufen, wolle das Unternehmen die Produktion von Sojaschnitzel und Mühlen-Salami weiter ausbauen. Dafür wurde laut dpa ein neuer Produktionsstandort in Goldenstein (Landkreis Vechta) erworben. Fragen zu Gewinnen aus diesem gesteigerten Umsatz, beantwortete Rügenwalder Mühle nicht.

Vegetarier:innen müssen sich einiges anhören, wenn sie Fleischersatzprodukte essen. Hier liest du 21 Dinge, bei denen sich Vegetarier:innen nur denken: „Halt die F@#sse, Kevin“.

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