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#Weltkindertag: 11 Tweets, die zeigen, wie gefährlich das Leben als Kind sein kann

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Von: Felicitas Breschendorf

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Links: Zwei Jungen in Afghanistan, die ein Schulbuch halten. Für Mädchen ist die Schule ab der 7. Klasse dort tabu. Rechts: Ein kleines Mädchen, nachdem ihr Haus in der Ukraine von den Russen zerstört wurde.
Links: Zwei Jungen in Afghanistan. Für Mädchen ist die Schule ab der 7. Klasse dort tabu. Rechts: Ein Kleinkind in der Ukraine, nachdem ihr Haus von russischen Soldaten zerstört wurde. © Ukrinform/ Xinhua/ Imago/ Collage/ BuzzFeed News

Am 20. September ist Weltkindertag. Hier sind 11 Tweets über Gefahren, die Kinder weltweit begegnen.

Armut, Ukraine-Krieg, fehlende Bildung: Die Liste an Dingen, die Kinder weltweit bedrohen, ist lang. Um daran zu erinnern, feiert Deutschland und Österreich wieder den Weltkindertag. Der 20. September ist in Thüringen sogar ein Feiertag. Auf Twitter machen Politiker:innen, Aktivist:innen und Eltern auf die täglichen Gefahren für Kinder aufmerksam. Aber was gehört alles dazu und wie sind die einzelnen Probleme einzuordnen? Mit diesen 11 Tweets kannst du dir einen Überblick verschaffen.

Der Weltkindertag steht dieses Jahr unter dem Motto „Gemeinsam für Kinderrechte“. Das Deutsche Kinderhilfswerk, UNICEF, sowie Bund, Länder und Kommunen rufen dazu auf, sich für Kinderrechte starkzumachen. Dass Kinder auch Rechte haben, ist nicht so selbstverständlich, wie man glauben möchte. Erst Anfang des Jahres hat die 12-jährige Ella gefordert, dass Deutschland Kinderrechte ins Grundgesetz schreibt.

Tweets zum Weltkindertag

Hier sind 11 Tweets zu Dingen, die Gefahren für Kinder darstellen:

1. Armut

Jedes fünfte Kind in Deutschland ist von Armut bedroht. Das ist seit 2015 der bisher höchste Wert des sogenannten Mikrozensus, geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor. Grünen-Bundestagsabgeordnete Frank Bsirske fordert deshalb eine Kindergrundsicherung:

Armut ist nicht nur ein Problem für Kinder, sondern auch für junge Menschen. In Deutschland haben junge Erwachsene das größte Armutsrisiko. 26 Prozent der 18- bis unter 25-Jährigen sind von Armut betroffen.

2. Bildungsarmut

Vielen Kindern fehlt es weltweit an Bildung. Seit der Übernahme der Taliban dürfen Mädchen in Afghanistan ab der 7. Klasse keine Schule mehr besuchen, wie der Autor Hasnain Kazim twitterte:

3. Ukraine-Krieg

Im Ukraine-Krieg sind nach Angaben der Vereinten Nationen bisher 375 Kinder ums Leben gekommen. „Der Krieg in der Ukraine ist eine traurige Erinnerung daran, dass Kinder immer wieder die am schlimmsten betroffenen und oft vergessenen Opfer von Kriegen sind“, sagt Aurélie Lamazière von „Save the Children“ gegenüber der Deutschen Welle. Die Organisation setzt sich für die Rechte und den Schutz von Kindern weltweit ein.

Der Landtag in NRW stellt zum Weltkindertag Zeichnungen von ukrainischen Kindern aus, die sie im Krieg gemalt haben:

4. Super-GAU eines AKWs

Im ukrainischen Saporischschja sorgen sich die Menschen um den GAU ihres AKWS. Eine Twitter-Userin zeigt jetzt das Video eines gehörlosen 10-jährigen Mädchens, das dort zur Schule geht:

5. Klimakrise

Nach Ukraine-Krieg und Pandemie fürchten junge Menschen am meisten die Klimakrise. Sie verändert die Gegenwart, aber vor allem die Zukunft. Kinder von heute werden demnach die größten Leidtragenden sein. Die Heinrich-Böll-Stiftung erinnert daran, dass Eltern die Klimakrise auch deshalb bekämpfen sollten – um ihre Kinder zu retten.

6. Unsichere Schulwege

Manche Bauprojekte machen das Fahrrad fahren schwerer, statt einfacher. Ungeschützte Radwege gefährden auch den Schulweg. Auch starker Autoverkehr macht diesen unsicher, wie der VCÖ in einer Grafik zeigt. Der VCÖ ist ein österreichischer Verein, der sich für ein sozial gerechteres Verkehrssystem einsetzt.

In einem verkehrsberuhigten Umfeld laufen 70 Prozent ohne Begleitung der Eltern auf Wegen. In einem oft-befahrenen sind es nur 30 Prozent. Die Anzahl der Freund:innen, die mitlaufen, erhöht sich ebenso mit der Sicherheit.

7. Psychische Krankheiten

Depressive Menschen werden immer jünger. Auch Kinder sind bereits von psychischen Krankheiten betroffen. Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe macht darauf aufmerksam, dass rund zwei Kinder pro Klasse an Depressionen leiden:

8. Psychische und körperliche Gewalt

Kinder können in ihren Familien psychischer und körperlicher Gewalt ausgesetzt sein. Die Autorin Stefanie Unbehauen setzt sich dafür ein, dass Kinder besser davor geschützt werden:

9. Pandemie

Die Corona-Pandemie dauert weiter an. Langzeitfolgen von Corona werden gerade erst erforscht. Eine Twitter-User:in merkt an, dass an Long Covid auch Kinder erkranken können:

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