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„Skandal“: In Brandenburg wird Trinkwasser knapp - und Elon Musks Gigafactory hat Mitschuld

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Von: Felicitas Breschendorf

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Elon Musk
Die Wasserknappheit in Brandenburg wird durch Elon Musks neue Gigafactory befeuert. © dpa/Collage

Tesla-Chef Elon Musk hat in Brandenburg nahe Berlin eine riesige E-Auto-Fabrik gebaut. Die braucht jedoch auch enorm viel Wasser.

Gibt es bald kaum noch Wasser in Brandenburg? Das lokale Trinkwasser im Osten von Brandenburg jedenfalls wird knapp. Sogar so knapp, dass es zu einer Limitierung des Leitungswassers pro Haushalt kommen könnte, wie aus Recherchen der Zeit hervorgeht. Besonders das neue Werk von Tesla in Grünheide, einem Ort im Osten von Brandenburg, soll für die Wasserknappheit verantwortlich sein. Grünheide ist ein Trinkwasserschutzgebiet, hat also generell schon mit Trockenheit zu kämpfen.

Einige Brandenburger:innen könnten bald nur noch zehn Minuten am Tag warm duschen dürfen

Zehn Minuten pro Tag – so lange könnte die Bevölkerung in der Brandenburger Region um Grünheide bald nur noch warm duschen, wenn der Wasserverband Strausberg Erkner (WSE) die angekündigte Wasserlimitierung durchsetzt. Der Wasserverbrauch soll pro Haushalt auf 105 Liter begrenzt werden. Das ist ein Einschnitt, wenn man bedenkt, dass Brandenburger:innen aus der Region bisher sogar deutlich mehr Wasser verbrauchen als die meisten Deutschen. Der Durchschnitt im Bezirk liegt bei 175 Liter pro Person, in ganz Deutschland sind es 126 Liter. Allerdings wird im Bundesland auch mehr Gartenbau und Landwirtschaft betrieben.

Tesla-Chef Elon Musk wollte noch vergangenen Sommer nichts von einer Wasserknappheit in Brandenburg wissen, als ihn ein Journalist auf die damals schon voraussehbaren Folge des neuen Unternehmensstandorts angesprochen hatte. Zu dem Zeitpunkt war das bereits mehrfach kritisierte Tesla-Werk in Grünheide noch im Bau, seit März 2022 ist es nun fertiggestellt. Laut Antragsunterlagen, die der Zeit vorliegen, benötigt die Fabrik 1,4 Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr – in etwa doppelt so viel wie sich im nahegelegenen Werlsee befinden. „Ein Skandal“ finden Umweltverbände wie Grüne Liga und der Naturschutzbund (NABU).

Elon Musk: „Hier ist überall Wasser. Sieht das hier etwa aus wie eine Wüste?

Es ist nicht das erste Mal, dass Elon Musk mit seinen Aussagen provoziert. Auf der Plattform Twitter, die er vor kurzem für 44 Milliarden Euro selbst kaufte, sorgt der Tesla-Chef immer wieder für heftige Reaktionen. Vergangene Woche etwa scherzte er, dass er gerne Coca-Cola kaufen und „Kokain reinmischen“ würde.

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