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Penny bietet Schoko-Zipfelmenschen an – „da gehe ich nie wieder einkaufen“

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Von: Karolin Stevelmans

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Mit den „Zipfelmenschen“ setzt Penny ein Zeichen gegen Homofeindlichkeit. Auf Facebook gibt es dafür Lob, es hagelt aber auch Kritik.

Dortmund – Der Discounter Penny setzt eine Weihnachtsleckerei in den Farben des Regenbogens in Szene. Neben den Schokoladen-Nikoläusen bietet Penny wieder sogenannte Zipfelmenschen an. Sie sollen ein Zeichen gegen Homofeindlichkeit im Sport und insbesondere im Fußball setzen. Die Aktion bekommt im Netz viel Lob, wird aber trotzdem hitzig diskutiert, berichtet RUHR24.

Penny wird für Schoko-Zipfelmenschen im Netz gefeiert – „Gutes zu tun kann so süß sein“

Seit einigen Jahren bietet der Discounter die alternativen Schokofiguren an. Bisher waren sie unter dem Namen „Zipfelmänner“ bekannt. Mit der Botschaft „Komm ins Team Love“ sollen mit den diesjährigen Zipfelmenschen nun alle Menschen angesprochen werden.

Auf Facebook werden die neuen Schoko-Hohlfiguren gefeiert. Mit Kommentaren wie „Gutes zu tun kann so süß sein“ oder „ich feier euch dafür“ reagiert die Mehrheit der Nutzer positiv. Über Tausend „Daumen hoch“ erreicht der Beitrag zu den neuen Zipfelmenschen bereits.

Viele Kunden loben die Aktion vor allem, weil sich zahlreiche kritische Kommentare unter dem Post befinden: „Jahr für Jahr schafft ihr es, den Puls einiger Mitmenschen in die Höhe zu treiben, einfach nur weil ihr Farbe bekennt“, so ein Facebook-Nutzer (mehr zu Supermärkte und Discounter bei RUHR24).

Penny Markt spaltet mit Zipfelmenschen das Netz – „Nie mehr Penny“

Mit über 2.200 Kommentaren lösen die Zipfelmenschen jedoch eine regelrechte Grundsatzdebatte aus. Denn viele Nutzer sind von dem alternativen Schoko-Nikolaus gar nicht begeistert. Kommentare wie „Nie mehr Penny“ oder „Da gehe ich nie wieder einkaufen“ zeigen, dass einige Facebook-Nutzer die Aktion strikt ablehnen.

Auf die Kritik einiger Facebook-User reagiert der Discounter meist mit einem humorvollen Internet-Meme. Auch diese Reaktion kommt bei Fans der Aktion gut an und wird mit zahlreichen „Gefällt-Mir“-Angaben belohnt. Manchmal fallen die Antworten des Lebensmitteleinzelhändlers sarkastischer aus: „Fühlst du dich etwa von einer Schoki-Figur angegriffen? Wir fragen für einen Freund“.

In der Kommentarsektion unter dem Facebook-Beitrag geht es kontrovers zu. Einige Nutzer prangern ebenfalls die Veränderung der Schoko-Nikolaus-Tradition an. Als Antwort weist Penny jedoch darauf hin, dass die üblichen Schoko-Nikoläuse weiterhin im Verkaufssortiment stehen.

Auf die Nutzerfrage, ob sich der Discounter denn auch vom Verkauf von WM- oder Fanartikeln distanziere, gibt es keine klare Antwort. Der Facebook-Account von Penny antwortete, dass keine Informationen dazu vorlägen und verwies auf aktuelle Prospekte.

Penny bringt „Zipfelmenschen“ auf den Markt und setzt politisches Statement zur Fußball-WM in Katar

Mit den geschlechtsneutralen Schoko-Hohlfiguren will Penny einen Beitrag für mehr Toleranz und Solidarität gegenüber Homosexualität leisten. Ein Teil des Verkaufspreises geht an die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld für das Projekt „Fußball für Vielfalt“. Die Initiative will mehr Bewusstsein für das Problem von Homofeindlichkeit im Sport schaffen.

Zeitlich passt die Aktion von Penny zur kontrovers diskutierten Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar. Denn im Wüstenstaat ist Homosexualität verboten. Die Kritik gegenüber dem Austragungsort der WM veranlasst viele Kneipen, die Fußballspiele nicht zu zeigen.

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