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Selenskyi lehnt Angebot zur Evakuierung ab: „Ich brauche Munition, keine Mitfahrgelegenheit“

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Der ukrainische Präsident meldet sich täglich per Videobotschaft aus Kiew.
Der ukrainische Präsident meldet sich täglich per Videobotschaft aus Kiew. © Screenshot Twitter

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyi sieht sich selbst als Ziel Nr. 1 Moskaus. Trotzdem reagiert er entschieden auf ein Angebot der US-Regierung, ihn zu evakuieren.

Die ukrainischen Streitkräfte ziehen für die Verteidigung der Hauptstadt Kiew weiter Kräfte zusammen. Es gehe vor allem um die Abwehr des russischen Angriffs im Norden und im Nordwesten der Hauptstadt, schrieb Vizeverteidigungsministerin Hanna Maljar am Sonntag bei Facebook. Im ganzen Land laufe die Mobilisierung. Die Luftwaffe habe russische Kampfjets und Transportmaschinen über Kiew abgefangen, im Süden habe die Marine eine russische Landung vereitelt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hält in Kiew die Stellung. Er schwor seine Landsleute auf möglicherweise lange Kämpfe gegen russische Truppen ein. „Wir werden so lange kämpfen, wie es dauert, um das Land zu befreien.“ In einer Videobotschaft am Samstag hatte Selenskyi bereits angekündigt, in Kiew zu bleiben.

Ukrainischer Präsident Selenskyi will in Kiew bleiben: „Der Kampf ist hier“

Auf das Angebot der US-Regierung, ihn zu evakuieren, reagierte der ukrainische Präsident offenbar mit entschiedenen Worten. „Der Kampf ist hier. Ich brauche Munition, keine Mitfahrgelegenheit“, zitiert ihn die ukrainische Botschaft in London auf Twitter.

In einer Videobotschaft am Sonntag hat Selenskyj an die Solidarität der Menschen im Nachbarland Belarus appelliert. „Von Ihrem Gebiet aus schießen die Truppen der Russischen Föderation Raketen auf die Ukraine“, sagte Selenskyj am Sonntag in einer Videobotschaft. „Von Ihrem Gebiet aus werden unsere Kinder getötet und unsere Häuser zerstört.“

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko räumte wenig später ein, dass zwei russische Raketen von belarussischem Gebiet aus abgeschossen worden seien. Belarus selbst habe aber keine Soldaten und auch keine Munition in der Ukraine, betonte er.

Selenskyj rief in seiner Ansprache die Menschen in Belarus dazu auf, sich klar zu positionieren - auch mit Blick auf ein belarussisches Verfassungsreferendum, das am Sonntag anstand: „Wir sind Ihre Nachbarn. Wir sind Ukrainer. Seien Sie Belarus - und nicht Russland!“ (dpa)

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