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G20 beraten über Pandemie-Fonds für zukünftige Massenerkrankungen

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Von: Alexander Eser-Ruperti

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Die G20-Staaten beraten in Yogyakarta über einen langfristigen Pandemie-Fonds für Massenerkrankungen. Im Rahmen des G20-Treffens warnte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus, ein Mangel an Corona-Tests und Sequenzierungen könnte für die Entwicklung der aktuellen Corona-Pandemie blind machen. (Symbolfoto) © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Die G20 beraten im indonesischen Yogyakarta unter anderem über einen langfristigen Pandemie-Fonds für zukünftige Massenerkrankungen.

Lehren aus der Corona-Pandemie: Bei ihrem Treffen im indonesischen Yogyakarta wollen die G20-Staaten unter anderem über einen langfristigen Pandemie-Fonds diskutieren, um zukünftig besser auf Massenerkrankungen reagieren zu können. Fünf Länder und die Europäische Union, in die derzeit auch die Ukraine drängt, hatten für den Fonds bereits rund 1,1 Milliarden Dollar zugesagt. Die Sprecherin des indonesischen Gesundheitsministeriums, Nadia Tarmizi, sagte laut Angaben der dpa: „Unser Ziel ist es, dass alle G20-Staaten Beiträge zum Fonds zusagen, weil wir 15 Milliarden Dollar mobilisieren wollen.“ Indonesien hat in diesem Jahr den G20-Vorsitz.

Die Beratungen hatten bereits am Montag mit einer Zusammenkunft der Gesundheitsminister der G20-Staaten begonnen. Auch der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, nahm an der Zusammenkunft teil. Er warnte mit deutlichen Worten davor, die Corona-Pandemie als abgeschlossen zu betrachten. Der WHO-Chef erklärte: „Die Wahrnehmung, dass die Pandemie vorbei ist, ist fehl am Platz“ und ergänzte, es gäbe Sorgen, dass „ein Mangel an Corona-Tests und Sequenzierung uns für die Entwicklung des Virus blind macht.“ Zuletzt hatten in Deutschland vier Bundesländer die Vorbereitung strengerer Corona-Regeln gefordert, in Niedersachsen sieht man darin derweil aktuell noch „Aktionismus“.

Ermittlungen gegen Polizisten nach Tod von Obdachlosem

Ermittlungen gegen Polizisten: Nach dem Tod eines Obdachlosen in Berlin wird gegen Polizisten wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt. Im vergangenen April war ein 39-Jähriger nach einem Polizeieinsatz verstorben. Zuvor war er bei einem Einsatz in Treptow-Köpenick kollabiert und reanimiert worden. Die anschließende Obduktion sei laut Staatsanwaltschaft nicht eindeutig gewesen, weshalb das Verfahren nun klären soll, ob der Polizeieinsatz ursächlich für den Tod des Mannes war. Seit Anfang Juni wird ermittelt – die Beschuldigten sind weiter im Dienst. Im Zuge des Polizeieinsatzes sollen die Beamten den Mann fixiert und Reizgas gegen ihn eingesetzt haben, er war anschließend in Atemnot geraten und bewusstlos geworden. Der Mann musste reanimiert werden, er verstarb später im Krankenhaus.

Regionale Schwankungen bei Spritpreisen: Bremer zahlen fast zwölf Cent pro Liter Diesel mehr als Saarländer

Regionale Unterschiede: In den einzelnen deutschen Bundesländern unterscheiden sich die Spritpreise aktuell außergewöhnlich stark. Mit Stand 11:00 Uhr am Dienstag, dem 21.06.2022, kostete der Liter Diesel an Tankstellen in Bremen durchschnittlich 11,7 Cent mehr, als im Saarland. Auch bei Benzin gibt es Schwankungen, allerdings geringer: Auch hier ist der Liter Sprit im Saarland am günstigsten. Im Vergleich zu Schleswig-Holstein, wo Benzin am teuersten ist, lag der Unterschied laut ADAC bei 6,7 Cent je Liter.

Konkret sind die Preise wieder deutlich über zwei Euro gestiegen. In Bremen kostet der Liter Diesel im Schnitt 2,137 Euro, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Thüringen. Dort liegen die Preise zwischen 2,093 und 2,097 Euro pro Liter Diesel. Im Saarland, wo Diesel am günstigsten ist, zahlen Verbraucher im Schnitt 2,020 Euro je Liter. Zuletzt hatte es immer wieder Diskussionen über den Tankrabatt gegeben: Er gilt vielen mittlerweile mehr als Subvention der Industrie, denn als Entlastung für Verbraucher.

Linksfraktion fordert die Deckelung der Preise für Gas

Steigende Preise: In Anbetracht steigender Energiepreise hat die Linkspartei die Deckelung von Preisen für Gas gefordert, zudem soll es eine Genehmigungspflicht für Tariferhöhungen geben. Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch sprach am Dienstag von „staatlichen Preiskontrollen“. Bartsch verwies dabei auf andere Länder der EU, in denen die Gaspreise konsequent gedeckelt wären.

Seiner Einschätzung nach sollen Preiserhöhungen von der Bundesnetzagentur genehmigt werden müssen, „um auch Spekulationen, die aktuell vielfach stattgefunden haben, zu unterbinden“. In der Linken selbst läuft derweil ein Machtkampf um die neue Parteispitze: Auf dem kommenden Bundesparteitag in Erfurt sollen Ende Juni unter anderem die Parteivorsitzenden neu gewählt werden.

Politik-Ticker: Alle News und Hintergründe des Tages auf einen Blick

Ob Corona-Pandemie, Ampel-Streit, Bürgergeld-Reform oder Ukraine-Konflikt: Jeden Tag entstehen überall auf der Welt Nachrichten – gute wie schlechte. Mit diesem Ticker halten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, über alle News des Tages auf dem Laufenden. Wir ordnen und gewichten das politische Geschehen und die Entwicklungen für Sie ein. Am Abend erhalten Sie dann alles Wichtige auf einen Blick.

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