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Wahl-Hochrechnungen aus Schleswig-Holstein: Das sind die Zahlen für Günther, SPD und Grüne

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Von: Marcus Giebel, Cindy Boden, Felix Durach

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In Schleswig-Holstein hofften drei Politiker auf das Ministerpräsidenten-Amt. Die ersten Zahlen zeigen jedoch ein deutliches Bild. Prognose und Hochrechnungen im Ticker.

Update vom 9. Mai, 5.22 Uhr: Die CDU von Ministerpräsident Daniel Günther hat die Landtagswahl in Schleswig-Holstein klar gewonnen. Dem vorläufigen Ergebnis zufolge kamen die Christdemokraten am Sonntag auf 43,4 Prozent der Stimmen. Die SPD mit Spitzenkandidat Thomas Losse-Müller dagegen schnitt mit 16,0 Prozent historisch schlecht ab. Die Partei fiel sogar hinter die Grünen zurück, die von 12,9 Prozent bei der Wahl 2017 auf jetzt 18,3 Prozent zulegten. Die FDP, die mit CDU und Grünen in einer Jamaika-Koalition regiert, verlor 5,1 Punkte und kam auf 6,4 Prozent. Stark verbessern von 3,3 auf 5,7 Prozent konnte sich der Südschleswigsche Wählerverband (SSW). Die schleswig-holsteinische AfD verpasste mit 4,4 Prozent als erster Landesverband in Deutschland den Wiedereinzug in den Landtag. Auch die Linken scheiterten mit 1,7 Prozent klar an der Fünf-Prozent-Hürde.

Prognosen und Hochrechnungen zur Wahl in Schleswig-Holstein: Der Überblick

Update vom 8. Mai, 23.50 Uhr: Auch wenn das vorläufige Endergebnis der Landtagswahl in Schleswig-Holstein noch auf sich warten lässt, zeigen die jüngsten Hochrechnungen doch einen klaren Trend. Die CDU holt mit Ministerpräsident Daniel Günther über 40 Prozent der Stimmen und wird auch in der kommenden Legislaturperiode den Landeschef stellen können. Die SPD erlebt einen bitteren Abend und verliert zweistellig im Vergleich zu 2017.

Während Grüne und SSW deutliche Stimmgewinne verbuchen konnten, verzeichnen FDP und AfD Stimmverluste. Die Rechtspopulisten würden somit Stand 23.14 Uhr den Einzug in den Landtag verpassen. Spannend wird in den nächsten Tagen wohl vor allem die Suche nach einem möglichen Koalitionspartner für die CDU.

ARD/infratest dimapCDUSPDGrüneFDPAfDSSWSonstige
Hochrechnung 23.14 Uhr43,4 Prozent16,0 Prozent18,3 Prozent6,4 Prozent4,4 Prozent5,7 Prozent5,8 Prozent
Hochrechnung 22.19 Uhr43,4 Prozent16,0 Prozent18,2 Prozent6,4 Prozent4,4 Prozent5,8 Prozent5,8 Prozent
Hochrechnung 21.53 Uhr43,5 Prozent15,9 Prozent18,1 Prozent6,4 Prozent4,5 Prozent5,8 Prozent5,8 Prozent
Hochrechnung 21.19 Uhr43,5 Prozent15,9 Prozent18,0 Prozent6,4 Prozent4,6 Prozent5,7 Prozent5,9 Prozent
Hochrechnung 20.42 Uhr43,5 Prozent15,9 Prozent17,8 Prozent6,5 Prozent4,6 Prozent5,8 Prozent5,9 Prozent
Hochrechnung 19.58 Uhr43,5 Prozent16,0 Prozent17,9 Prozent6,5 Prozent4,7 Prozent5,8 Prozent5,7 Prozent
Hochrechnung 19.15 Uhr42,7 Prozent15,5 Prozent17,7 Prozent6,7 Prozent4,8 Prozent6,2 Prozent6,4 Prozent
Hochrechnung 18.58 Uhr42,6 Prozent15,7 Prozent17,5 Prozent6,8 Prozent4,8 Prozent6,1 Prozent6,5 Prozent
Hochrechnung 18.44 Uhr42,8 Prozent15,5 Prozent17,2 Prozent7,0 Prozent4,9 Prozent6,0 Prozent6,6 Prozent
Prognose 18.00 Uhr43,0 Prozent15,5 Prozent17,0 Prozent7,0 Prozent4,9 Prozent6,0 Prozent6,6 Prozent
ZDF/Forschungsgruppe WahlenCDUSPDGrüneFDPAfDSSWSonstige
Hochrechnung 22.34 Uhr43,4 Prozent15,9 Prozent18,3 Prozent6,4 Prozent4,4 Prozent5,8 Prozent5,8 Prozent
Hochrechnung 22.06 Uhr43,5 Prozent15,9 Prozent18,3 Prozent6,4 Prozent4,4 Prozent5,8 Prozent5,7 Prozent
Hochrechnung 21.09 Uhr43,5 Prozent15,8 Prozent18,2 Prozent6,4 Prozent4,5 Prozent5,8 Prozent5,8 Prozent
Hochrechnung 20.30 Uhr43,3 Prozent15,8 Prozent18,2 Prozent6,4 Prozent4,6 Prozent5,9 Prozent5,8 Prozent
Hochrechnung 20.06 Uhr43,4 Prozent16,0 Prozent17,7 Prozent6,4 Prozent4,7 Prozent5,8 Prozent6,1 Prozent
Hochrechnung 19.23 Uhr42,4 Prozent15,6 Prozent17,9 Prozent6,8 Prozent4,4 Prozent6,2 Prozent6,7 Prozent
Hochrechnung 19.00 Uhr42,1 Prozent15,6 Prozent18,4 Prozent6,9 Prozent4,5 Prozent6,2 Prozent6,3 Prozent
Hochrechnung 18.44 Uhr41,3 Prozent16,0 Prozent19,3 Prozent7,0 Prozent4,6 Prozent6,0 Prozent5,8 Prozent
Prognose 18.00 Uhr41,0 Prozent16,0 Prozent19,5 Prozent7,0 Prozent4,5 Prozent6,0 Prozent6,6 Prozent

Prognosen und Hochrechnungen zur Wahl in Schleswig-Holstein: Linke verliert deutlich - AfD weiter unter fünf Prozent

Update vom 8. Mai, 21.45 Uhr: Zu dem großen Verlieren dieses Wahlabends gehört auch die Linke. Die Partei, die zuletzt bei der Landtagswahl 2009 den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schaffte, hat nach den jüngsten Hochrechnungen deutlich an Stimmen verloren. 1,7 Prozent der Stimmen erhielt die Linke und erreichen so gerade einmal die Hälfte der prozentualen Stimmen, die man vor fünf Jahren gewinnen konnte. Doch auch am anderen Ende des politischen Spektrums wurden in Schleswig-Holstein Verluste eingefahren, die aller Voraussicht nach Konsequenzen haben werden. Bei den jüngsten Hochrechnungen von 21.19 Uhr kommt die AfD auf 4,6 Prozent der Stimmen und würde somit an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Prognosen und Hochrechnungen zur Wahl in Schleswig-Holstein: Günther kann sich Koalitionspartner aussuchen

Update vom 8. Mai, 20.35 Uhr: Ministerpräsident Daniel Günther und die CDU haben nach den jüngsten Hochrechnungen die Qual der Wahl bei der Suche nach einem oder mehreren Koalitionspartnern für die kommenden fünf Jahre. Nach aktuellem Stand hätte eine Ampel-Koalition ebenso eine Mehrheit wie ein Bündnis aus CDU und Grünen und CDU und FDP. Rein rechnerisch wäre auch eine Koalition aus CDU und SPD, sowie CDU und SSW denkbar.

Der alte und neue Ministerpräsident: Daniel Günther (CDU) feiert bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein einen deutlichen Wahlsieg.
Der alte und neue Ministerpräsident: Daniel Günther (CDU) feiert bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein einen deutlichen Wahlsieg. © Axel Heimken/AFP

Prognosen und Hochrechnungen zur Wahl in Schleswig-Holstein: CDU triumphiert - SSW legt deutlich zu

Update vom 8. Mai, 19.25 Uhr: Auch die weiteren Hochrechnungen verdeutlichen das Bild. Während die CDU der große Gewinner des Abends ist, kristallisieren sich bei der SPD Verluste im zweistelligen Bereich heraus. Nach den jüngsten Zahlen der ARD verlieren die Sozialdemokraten 11,8 Prozentpunkte im Vergleich zur Landtagswahl 2017. Neben den Grünen, die deutlichen Stimmgewinne verzeichnen können, kann sich auch der SSW über ein starkes Ergebnis freuen. Die Partei der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein steht aktuell bei 6,2 Prozent und schafft es somit aus eigener Kraft über die Fünf-Prozent-Hürde, von der die Minderheitenpartei ohnehin befreit ist.

Prognosen und Hochrechnungen zur Wahl in Schleswig-Holstein: CDU in Hochrechnungen über 40 Prozent

Update vom 8. Mai, 18.44 Uhr: Die ersten Hochrechnungen verdeutlichen das Bild der Prognosen. Die CDU darf sich als großer Gewinner feiern und erhält wohl mehr als 40 Prozent der Stimmen. Auch in den ersten Hochrechnungen muss die AfD weiter um den Wiedereinzug in den Landtag bangen. Nach den Zahlen der ARD liegen die Rechtspopulisten bei 4,9 Prozent. Bei den Zahlen des ZDF liegt die AfD sogar nur bei 4,6 Prozent.

Prognosen und Hochrechnungen zur Wahl in Schleswig-Holstein: CDU darf nach Prognosen jubeln - AfD muss bangen

Update vom 8. Mai, 18.09 Uhr: Ministerpräsident Daniel Günther führt die CDU der 18.00-Uhr-Prognose zufolge zu einem deutlichen Wahl-Sieg in Schleswig-Holstein und wird voraussichtlich Ministerpräsident bleiben. Die SPD muss Stand 18.00 Uhr zweistellige Verluste im Vergleich zu 2017 einstreichen. Gespalten zeigen sich die Wähler laut der Prognose bei den Koalitionspartnern der CDU. Während die Grünen Gewinnen einstreichen, verliert die FDP in ähnlichem Maß Stimmen. Konsequenzen hätte die Prognose vor allem auch für die AfD, die aktuell knapp an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern und somit aus dem Landtag fliegen würden.

Prognosen und Hochrechnungen zur Wahl in Schleswig-Holstein: CDU deutlich vorne - SPD rutscht ab

Update vom 8. Mai, 18.00 Uhr: Die ersten Zahlen des Abends sind da. Das sind die Prognosen für die Landtagswahl in Schleswig-Holstein um 18.00 Uhr.

Prognosen und Hochrechnungen zur Wahl in Schleswig-Holstein: Günther vor zweiter Amtszeit

Update vom 8. Mai, 17.10 Uhr: In weniger als einer Stunde, um 18.00 Uhr, wird die Prognose für die Landtagswahl in Schleswig-Holstein erwartet. Im Anschluss darauf folgen im Laufe des Abends immer wieder weitere Hochrechnungen. Diese geben dann einen ersten Fingerzeig, welche Koalition in den nächsten fünf Jahren in Kiel regieren wird. Macht das Ampel-Bündnis weiter oder gibt die CDU sich gar mit nur einem Juniorpartner zufrieden? Erste Antworten gibt es im Laufe des Abends.

Prognosen und Hochrechnungen zur Wahl in Schleswig-Holstein: Wahlbeteiligung niedriger als 2017

Update vom 8. Mai, 14.52 Uhr: Laut Landeswahlleitung in Schleswig-Holstein ist die Wahlbeteiligung um 14 Uhr wieder niedriger als vor fünf Jahren: Nun liegt sie nach Angaben von der Webseite bei 36,8 Prozent. 2017 waren es bereits 42,5 Prozent.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther am Wahltag
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther am Wahltag © Axel Heimken/AFP

Update vom 8. Mai, 13.40 Uhr: Bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein sind am Sonntagmorgen weniger Wähler an die Urnen gegangen als vor fünf Jahren. Bis 11 Uhr hatten 16,3 Prozent in den Wahllokalen ihre Stimme abgegeben, wie der Landeswahlleiter auf seiner Internetseite mitteilte. 2017 hatten dies zu diesem Zeitpunkt 21,5 Prozent getan. Die Wahlbeteiligung lag damals bei insgesamt 64,2 Prozent.

Wichtig bei solchen Vergleichen ist aber auch die Briefwahl, die durch die Corona-Pandemie neue Beliebtheit erlangen hatte. Der stellvertretende Landeswahlleiter, Maik Petersen, ging früheren Angaben zufolge von einem regen Gebrauch der Briefwahl aus. 2017 hatte der Briefwahl-Anteil 18 Prozent betragen.

Prognose und Hochrechnungen zur Wahl in Schleswig-Holstein: 16 Parteien treten an

Update vom 8. Mai, 11.55 Uhr: Die Wahllokale in Schleswig-Holstein sind noch bis 18 Uhr geöffnet. 16 Parteien treten mit Landeslisten an. In den 35 Wahlkreisen werden ebenso viele Direktkandidaten gewählt. Die Wahlbeteiligung hatte vor fünf Jahren 64,2 Prozent betragen. Die erste Prognose zum Ausgang der Wahl wird kurz nach 18 Uhr erwartet.

Daniel Günther (v.l.n.r.), Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat, Bernd Buchholz, Spitzenkandidat der FDP, Monika Heinold, Spitzenkandidatin der Grünen, und Thomas Losse-Müller, Spitzenkandidat der SPD, stehen nach dem „Politboxen“ in der Nordmarkhalle gemeinsam im Boxring (Archivbild)
Daniel Günther (v.l.n.r.), Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat, Bernd Buchholz, Spitzenkandidat der FDP, Monika Heinold, Spitzenkandidatin der Grünen, und Thomas Losse-Müller, Spitzenkandidat der SPD, stehen nach dem „Politboxen“ in der Nordmarkhalle gemeinsam im Boxring (Archivbild) © Marcus Brandt/dpa

Update vom 8. Mai, 10.10 Uhr: Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) ist als Partei der dänischen Minderheit von der Fünf-Prozent-Klausel bei der Wahl in Schleswig-Holstein befreit. Er muss aber eine Mindestzahl von Stimmen holen, um mindestens ein Mandat zu bekommen. Auf dieser Basis ist die Partei, die auch die friesische Minderheit vertritt, seit 1958 durchweg im Parlament, lange aber nur mit einem Abgeordneten. 2012 bis 2017 bildete der SSW mit SPD und Grünen eine Regierung. Bei den Hochrechnungen am Sonntagabend wird der SSW auch wieder eine Rolle, über eine Regierungsbeteiligung wird aktuell aber weniger diskutiert.

Prognose und Hochrechnungen zur Wahl in Schleswig-Holstein: Hohe Zustimmungswerte für Jamaika-Koalition

Update vom 8. Mai, 8.45 Uhr: Die Schleswig-Holsteiner wählen an diesem Sonntag den Landtag neu. Seit 8 Uhr haben die Wahllokale geöffnet. Den Umfragen zufolge kann die CDU von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) mit einem klaren Sieg rechnen. Doch werden das auch die Hochrechnungen am Abend so zeigen? Derzeit regiert im Norden eine Koalition aus CDU, Grünen und FDP. Die Regierung hat hohe Zustimmungswerte; Günther persönlich ist auch bei Sympathisanten anderer Parteien beliebt.

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU): Bleibt er in Schleswig-Holstein im Amt?
Ministerpräsident Daniel Günther (CDU): Bleibt er in Schleswig-Holstein im Amt? (Archivbild) © Christian Charisius/dpa

Wahl in Schleswig-Holstein: Bestätigen die Hochrechnungen die klare Tendenz?

Erstmeldung: München - Hat Jamaika im hohen Norden eine Zukunft? Das entscheidet sich an diesem Sonntag (8. Mai) in Schleswig-Holstein. Seit 2017 regieren CDU, FDP und Grüne gemeinsam in einer höchst seltenen Konstellation. Sie bilden das erste Kabinett von Ministerpräsident Daniel Günther, der sich in diesem Jahr zur Wiederwahl stellt.

Diesmal tritt der Christdemokrat gegen Thomas Losse-Müller von der SPD und Monika Heinold von den Grünen an. Letztere ist Finanzministerin und zugleich Günthers Stellvertreterin.

Der 20. Landtag des nördlichsten Bundeslandes wird aus mindestens 69 Abgeordneten bestehen, die Zahl kann durch Überhang- und Ausgleichmandate noch steigen.

Wahl in Schleswig-Holstein: Prognose wird für 18 Uhr erwartet - dann folgen Hochrechnungen

2,3 Millionen Menschen sind aufgerufen, bei der zweiten Landtagswahl des Jahres ihre Stimmen abzugeben. Die erste Prognose ist um 18 Uhr am Wahlabend zu erwarten, wenn die Lokale schließen. Danach werden in Abständen die Hochrechnungen folgen, die erste wahrscheinlich bereits um 18.30 Uhr.

Zuletzt zeigte der Trend deutlich in Richtung Schwarz. Deshalb könnte es in diesem Jahr auch für ein Zweierbündnis reichen. Für Schwarz-Grün deutet sich sogar eine recht stabile Mehrheit an, für Schwarz-Gelb - zuletzt in der zweiten Amtsperiode von Peter Harry Carstensen erprobt - könnte es knapp reichen. Also müsste Günther, der zuletzt mit einer Corona-Infektion zu kämpfen hatte, womöglich gar nicht auf eine Fortsetzung der Jamaika-Koalition bauen.

Prognosen zur Wahl in Schleswig-Holstein: Grüne offenbar nah an der SPD dran

Die CDU kann den Umfragen zufolge auf 36 bis 38 Prozent kommen, während die SPD offenbar eher bei 20 Prozent landet. Das wäre ein weiterer herber Verlust für die Kanzler-Partei. Für die Grünen deuten sich 16 bis 17 Prozent an, die FDP bleibt sehr wahrscheinlich einstellig. Im Gegensatz zur Linken scheint der AfD der Einzug in den Landtag zu gelingen. Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW), der die dänische Minderheit repräsentiert und von der Fünf-Prozent-Hürde ausgenommen ist, kann auf fünf Prozent hoffen.

Mehr zu den Ergebnissen der Landtagswahl in Schleswig-Holstein lesen Sie in diesem Ticker.

Alles andere als eine zweite Amtszeit von Günther wäre also eine große Überraschung - es wäre der erste CDU-Wahlsieg auf Landesebene seit dem in Sachsen-Anhalt im vergangenen Juni. Damals holte Reiner Haseloff 37,1 Prozent und hielt damit die AfD deutlich auf Distanz.

Auch im Falle einer Direktwahl hätte Günther beste Chancen, weiter in Schleswig-Holstein zu regieren. War er im März und April bei Umfragen von Infratest dimap und der Forschungsgruppe Wahlen noch jenseits der 60-Prozent-Marke eingelaufen, musste er sich nun bei INSA mit 49 Prozent begnügen. Losse-Müller, der bislang immer einstellig blieb, kam dort auf 13 Prozent. Das könnte aber auch damit zusammenhängen, dass Heinold diesmal nicht explizit als Kandidatin gelistet war. Die Grüne stand zuvor regelmäßig vor ihrem SPD-Kollegen, kam aber auch nie über zwölf Prozent Zustimmung hinaus.

Daniel Günther (l.) lacht in Richtung Thomas Losse-Müller
Hat gut Lachen: Ministerpräsident Daniel Günther (l.) beobachtet, wie Herausforderer Thomas Losse-Müller für das Triell präpariert wird. © Axel Heimken/afp

Wahl in Schleswig-Holstein: Das Ergebnis aus dem Jahr 2017 im Überblick

CDUSPDGrüneFDPAfDLinkeSSWSonstige
3227,312,911,55,93,83,33,5

Der Blick auf das Ergebnis aus dem Jahr 2017 zeigt, dass die Koalitionsparteien abgesehen von der FDP offenbar noch besser in der Wählergunst ankommen. Großer Verlierer scheint dagegen erneut die SPD zu werden, deren Spitzenkandidat Torsten Albig vor fünf Jahren als Amtsinhaber abgewählt wurde. Bei den kleineren Parteien sind kaum große Verschiebungen zu erwarten. (mg)

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