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Hohe Inflation: Löhne halten mit steigenden Preisen nicht mehr Schritt

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Von: Alexander Eser-Ruperti

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Zu sehen sind Geldscheine, auf einem Tisch. Hohe Inflation und steigende Löhne: Trotz höherer Löhne haben die Menschen in Deutschland durch die Inflation weniger zur Verfügung, als im Vorjahreszeitraum. (Symbolbild)
Hohe Inflation und steigende Löhne: Trotz höherer Löhne haben die Menschen in Deutschland durch die Inflation weniger zur Verfügung, als im Vorjahreszeitraum. (Symbolbild) © Jens Wolf/dpa

Die Löhne steigen, doch zur Verfügung steht weniger: Die Löhne halten laut Statistischem Bundesamt mit der inflationsbedingten Preisentwicklung nicht mit.

Wachsende Inflation: Das Statistische Bundesamt hat am Montag mitgeteilt, dass die Einkommen der Menschen in Deutschland nicht mehr mit den steigenden Preisen mithalten können – obwohl auch die Löhne deutlich gestiegen sind. Im ersten Quartal sorgte der drastische Anstieg der Verbraucherpreise dafür, dass die Zuwächse auf Gehaltszetteln mehr als nur aufgezehrt wurden.

Während die Löhne, Sonderzahlungen inbegriffen, in den ersten drei Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4 Prozent stiegen, waren die Preisanstiege deutlich höher: Die Verbraucherpreise stiegen im gleichen Zeitraum um 5,8 Prozent. Das bedeutet einen preisbedingten Rückgang der Verdienste um 1,8 Prozent. Insbesondere mit Blick auf die Preisentwicklung hatte es zuletzt auch immer wieder Diskussionen um die Regelsätze bei Hartz IV gegeben, die Inflation frisst das ohnehin wenige Geld auf. Seit langem gibt es seitens Sozialverbänden und anderer Organisationen Forderungen nach höheren Regelsätzen bei Hartz IV.

Inflation in Deutschland steigt auf 7,9 Prozent

Steigende Inflation: Die Inflation in Deutschland ist im Mai weiter gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Verbraucherpreise in diesem Jahr um 7,9 Prozent höher, das teilte das Statistische Bundesamt mit. Damit gibt es einen weiteren Anstieg: Im April hatte der Wert noch 7,4 Prozent betragen. Im. Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Energiepreise im Mai um 38.3 Prozent, bei Nahrungsmitteln ist mit 11,1 Prozent ebenfalls ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Experten sehen derzeit keine zeitnah absehbare deutliche Entspannung.

Klimaaktivistin Luisa Neubauer wirft Olaf Scholz (SPD) Nazi-Vergleich vor

Nach Rede des Kanzlers: Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer hat Kanzler Olaf Scholz (SPD) vorgeworfen, „Klimaaktivist:innen mit Nazis“ verglichen zu haben. Neubauer schrieb auf Twitter, Scholz habe damit die NS-Herrschaft relativiert und „auf paradoxe Art und Weise die Klimakrise gleich mit“. Neubauer führte fort: „Er stilisiert Klimaschutz als Ideologie mit Parallele zur NS-Herrschaft. In 2022. Jesus. Das ist so ein Skandal.“

Neubauers Einschätzung kommt nicht von ungefähr: Ein Auftritt des Kanzlers am vergangenen Freitag in Stuttgart war von Aktivisten gestört worden. Scholz hatte daraufhin erklärt: „Ich sage mal ganz ehrlich, diese schwarz gekleideten Inszenierungen bei verschiedenen Veranstaltungen von immer den gleichen Leuten erinnern mich an eine Zeit, die lange zurückliegt, und Gott sei Dank“. Der Kanzler ließ offen, auf welche Zeit er konkret anspielte. Besonders im Zuge des Ukraine-Kriegs war es zuletzt wiederholt zu verqueren Verweisen zum Nationalsozialismus gekommen: Erst kürzlich hatte Wolfgang Schäuble (CDU) sich zu einem ahistorischen Vergleich zwischen Putin und Hitler hinreißen lassen.

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