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Russland im Krieg: Wladimir Putin fürchtet den eigenen Untergang

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Von: Daniel Dillmann

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Russlands Präsident besucht mitten im Ukraine-Krieg Stewardessen einer russischen Fluggesellschaft.
Russlands Präsident besucht mitten im Ukraine-Krieg Stewardessen einer russischen Fluggesellschaft. © Mikhail Klimentyev/imago

Der Krieg in der Ukraine führt zur Isolation Russlands. Präsident Wladimir Putin wird international immer schärfer kritisiert.

Frankfurt - „Millionen Leben könnten zerstört werden, um Wladimir Putins Besessenheit vom Kalten Krieg zu stillen.“ So beginnt eine Analyse des US-Nachrichtensenders CNN zum Ukraine-Konflikt*. Russland führe einen „Blitzkrieg“ gegen die Ukraine. Die meisten internationalen Einschätzungen zum Thema ähneln sich. Der Aggressor ist ausgemacht: Russlands Präsident Wladimir Putin*.

Der 69 Jahre alte Politiker aus Sankt Petersburg sei bereit, „die Ukraine* bis zur Aufgabe zu bombardieren“, schreibt Analyst Stephen Collinson bei CNN. Den angeblichen Grund dafür nennt der ehemalige Moskau-Korrespondent mehrerer Nachrichtenseiten der USA, Andrew Nagorski, im US-Nachrichtenportal Daily Beast. Wladimir Putin fürchte den eigenen Untergang: „Im Kreml bahnt sich ein Führungswechsel an“. Deshalb könne er es nicht zulassen, dass die Ukraine sich dem Westen und der Nato annähere, unter dem Präsidenten Wolodymyr Selenskyj* aufblühe und „seinen Bewohnerinnen und Bewohnern jetzt schon mehr Freiheit und Möglichkeiten anbietet“ als die Führung in Russland* der eigenen Bevölkerung.

Russland wird durch den Krieg in der Ukraine isoliert: Scharfe Kritik an Wladimir Putin

Für die New York Times analysiert Kolumnist Thomas L. Friedman die Lage in der Ukraine. Er lobt die Sanktionen gegen Russland, die „das ökonomische Äquivalent zur Atombombe“ seien. Dennoch fordert er härtere Maßnahmen und wendet sich direkt an Putin: „Wladimir, Du hast noch nicht mal die Hälfte zu spüren bekommen.“

Auch die anderen Einschätzungen aus den USA* kommen zu demselben Ergebnis: Für den Krieg in der Ukraine ist vor allem Wladimir Putin verantwortlich. Das klingt auch bei Donald Trump* nicht mehr anders, der am Wochenende Luftangriffe auf Russland forderte.

Und was Donald Trump vorgibt, das wird von Fox News* aufgegriffen. Beim rechtskonservativen Sender hatte man eigentlich immer auf der Seite Moskaus gestanden. Das galt während der Kämpfe auf der Krim 2014 und nach dem legendären Telefonat zwischen Selenskyj und Trump, das zum zweiten Amtsenthebungsverfahren gegen ihn führte. Damals hatte Tucker Carlson, der erfolgreichste Kommentator des Senders, noch gefragt: „Warum sollte ich nicht Russland anfeuern? Was ich übrigens auch tue.“ Heute klingt das bei Carlson ganz anders: „Wladimir Putin hat diesen Krieg begonnen. Er trägt daran die Schuld.“

Der Krieg in der Ukraine führt zur Isolation von Russland: China sieht Großteil der Schuld im Westen

In China* wiederum sieht man einen Großteil der Schuld am Ukraine-Krieg im Westen verankert. Die US-Geheimdienste hätten „Lügen über Lügen“ über viele Kriege verbreitet und würden damit auch jetzt nicht aufhören. Die Ukraine selbst wäre nicht in der Lage gewesen, den Bürgerkrieg im Osten des Landes zu beenden, den Nato* und EU* mit ihren Avancen in Richtung Kiew* überhaupt erst ausgelöst hätten. Russland sei in die Enge getrieben worden und handele nun in Form von Notwehr.

Doch auch bei den chinesischen Staatsmedien ist man sich, vor allem mit Blick auf die Weltwirtschaft, in einer Sache einig: Der Krieg zwischen der Ukraine und Russland sollte so schnell wie möglich beendet werden. (Daniel Dillmann) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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