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Psychologin erklärt, was bei Ängsten und Panikattacken hilft

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Von: Pia Seitler

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Eine junge Frau sitzt verzweifelt auf einem Sofa.
Seit dem Kriegsbeginn in der Ukraine scannen viele Menschen ständig die News - das kann enorm belastend sein. © Maskot/Imago

Medienberichte und Bilder vom Krieg überfordern und lösen Ängste aus. Eine Psychologin erklärt, wieso gerade der Ukraine-Krieg Angst auslöst und was jetzt hilft.  

News-Ticker, Livestreams, Sondersendungen und unzählige Posts in den sozialen Medien – seit Russlands Angriff auf die Ukraine erreicht uns täglich eine Flut an Nachrichten. Bilder, die verstören, Schlagzeilen, die Angst auslösen. Die meisten von uns fühlen sich betroffen, ohnmächtig, wütend, überfordert. Es herrscht Krieg in der Ukraine und Deutschland rüstet massiv auf.*

Viele scannen ununterbrochen die News, wollen während dem Ukraine-Krieg auf dem Laufenden bleiben, suchen nach Antworten auf drängende Fragen. In den vergangenen Jahren brach immer wieder in verschiedenen Ländern auf der ganzen Welt Krieg aus. Die Psychologin Katharina Rohlfing erklärt im Gespräch mit Buzzfeed News Deutschland, wieso gerade der Krieg in der Ukraine so viel Angst bei uns auslöst und was jetzt hilft.*

Wie können Sie mit den Gefühlen umgehen, die der Ukraine-Krieg auslöst?

 „Dieser Krieg ist näher an uns dran. Räumlich und an unserem Kulturkreis“, sagt sie. Dadurch identifizierten wir uns mehr mit der Ukraine als mit anderen Ländern, in denen Krieg herrscht. Rohlfing sagt, der Ukraine-Krieg löse nicht nur Angst aus, sondern auch ein Gefühl von Hilfslosigkeit gegenüber einem Wladimir Putin, der von vielen als unberechenbar eingeschätzt wird.

„Alles, was wir nicht berechnen können, macht uns hilflos und macht uns Angst“, so die Psychologin. Das sei erstmal verständlich, denn Angst soll uns vor Bedrohungen beschützen. Sie rät, die Angst zuerst einmal als Schutzfunktion einzuordnen, sie anzunehmen und sie nicht zu bekämpfen. Dann sei es wichtig, den eigenen Gefühlen Raum zu geben und sich mit anderen Menschen über seine Ängste auszutauschen.

Selbstfürsorge: Alles, was Ihnen jetzt guttut, hilft

„Doomscrolling“, also das Konsumieren von einer negativen Nachricht nach der anderen, kann uns das Gefühl geben, alle Hoffnung sei verloren. Gleichzeitig wollen wir natürlich auf dem Laufenden bleiben. Wen die Nachrichtenflut zum Krieg in der Ukraine überfordert, dem rät die Expertin, sich ganz bewusst für ein oder zwei seriöse Medien zu entscheiden und für den Medienkonsum feste Zeiten einzuplanen.

Sich ablenken, Spaß haben, mit Freunden und der Familie unterwegs sein, all das fühlt sich in den vergangenen Tagen manchmal nicht richtig an. Dabei müssen wir laut Rohlfing sogar dafür sorgen, dass es uns gut gehe. „Unser Leben darf weitergehen und wir müssen kein schlechtes Gewissen deswegen haben“, sagt sie. Selbstfürsorge sei gerade jetzt enorm wichtig. *BuzzFeed.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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