Diese Frau postete 48 Momente, die zeigen, was für sexistische Scheiße Frauen im Job erleben können

"Alles meine Erfahrungen aus 12 Jahren in Werbung/IT."

Dieser Thread ist der Anfang einer Serie von 48 Tweets, in denen Ashley Winkler erzählt, welche sexistischen Dinge ihr in 12 Jahren Berufserfahrung passiert sind.

Die Designerin Ashley Winkler wohnt in Wien. In den vergangenen Jahren hat sie in Werbeagenturen, Gastronomie und IT-Firmen gearbeitet.

BuzzFeed.de

1. Und das ist ihr passiert:

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Die Menschen auf Twitter reagieren mit Bestürzung.

"Als Geschäftsführer könnt ich kotzen" schreiben einige und schreiben, dass so etwas einfach unmöglich ist,

Er fragt, ob sie diese Geschichten von Freunden wiedergibt, oder ob sie all das selbst erlebt hat:

BuzzFeed News hat Ashley Winkler um einen Kommentar gebeten.

Unter anderem wollten wir wissen, warum sie diesen Thread gestartet hat und was sie mit diesem Thread erreichen möchte. Sie schreibt uns, dass sie im Laufe des Abends auf unsere Fragen antworten wird. Wir ergänzen diesen Artikel dann um ihre Antworten.

Nachdem sie ihre Tweet-Serie getwittert hat, gibt es aber auch gute Nachrichten:

UPDATE - Ashley Winkler hat BuzzFeed News geantwortet

30.11.2017, 15:20

Warum hast du diesen Thread gestartet?

Sexismus ist nach wie vor ein Thema, das in vielen Lebensbereichen noch immer stark vorhanden ist. Es mag vielleicht nicht mehr so immens offensichtlich sein wie in vielen Generationen vor uns, nichtsdestotrotz hat man es als Frau in vielen Bereichen noch immer schwerer. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der heutige Sexismus oft als Scherz getarnt ist oder mit "Hab dich nicht so. Du bist politisch viel zu korrekt" abgetan wird. Und es ist leider nach wie vor Tatsache, dass man sich als Frau vor allem in der Berufswelt oft stärker profilieren und härter arbeiten muss, um sich den selben Respekt zu erkämpfen, den viele männliche Kollegen unaufgefordert bekommen. Heute haben wir die Möglichkeit, all diese Erlebnisse öffentlich zu schildern und sie an ein viel breiteres Publikum zu bekommen. Sexismus, egal in welcher Form, muss viel publiker gemacht werden. Man muss Missstände aufzeigen, damit sich etwas ändern kann. Natürlich sollte man diese auch direkt in der Situation ansprechen, jedoch fällt das vielen schwer. Gerade in der Arbeitswelt, wo es ohnehin ein Machtverhältnis gibt, ist es ein Drahtseilakt. Wie viel darf man kritisieren ohne, dass man seinen Job verliert? Ab wann fühlt sich der Chef so auf den Schlips getreten, dass das Verhältnis kippt und man sich in einem negativen Umfeld wiederfindet, in dem arbeiten kaum mehr möglich ist und der psychische Druck zu stark wird? Gerade in meiner Medienblasse bekomme ich all diese Vorfälle natürlich besonders stark mit. Ich habe solche Situationen schon immer aufgezeigt, da ich mein Wohlbefinden immer über alles andere stelle. Jobs haben sich noch immer gefunden. Aber hier bin ich auch stark privilegiert. Andere haben vielleicht nicht diese Möglichkeiten. Manche trauen sich vielleicht nicht. Manche sind so von einem Job abhängig, dass sie es sich nicht leisten können, diesen zu verlieren. Ich habe sehr viele Nachrichten von Betroffenen bekommen, die genau solche Situationen geschildert haben und sich wünschten, sie könnten sich wehren, aber aus Angst gekündigt zu werden, es nicht tun.

Welche Reaktionen hast du auf deine Tweets bekommen?

Die Reaktionen waren sehr konträr. Viele Frauen und auch Männer (wir dürfen hier nicht vergessen, dass es genauso sexistische Vorfälle gegen alle Geschlechter gibt) haben mir von ihren Erlebnissen berichtet. Viele Männer haben sich bei mir für "ihre Artgenossen" entschuldigt, was zwar ein schöner Gedanke ist, jedoch nichts an der Situation ändert. Man will und soll ja auch nicht alle in einen Topf werfen. Dennoch ist es wichtig, das alles aufzuzeigen, um damit Menschen auch die Möglichkeit zu geben, einzuschreiten, wenn sie solche Situationen miterleben. Viele Reaktionen waren jedoch auch leider weit unter der Gürtellinie. Von der Unterstellung, dass ich lüge über "Frauen wie dich würd ich niemals einstellen." bis hin zu gewaltandrohenden Nachrichten gerne in Kombination mit Dick Pics war alles dabei. Ich hatte bei vielen der negativen Kommentare das Gefühl, dass sie sich angesprochen fühlen und erstmal in Gegenwehr gingen - ich wäre ja eh nur hässlich und dick, soll mich über Komplimente freuen bis hin zu: "Du bist dumm und kannst eh nichts". Sexistische Aussagen, egal wo, sind nie Komplimente. Das sind Worte, die sich einbrennen und viele Frauen ewig mit sich rumtragen.

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