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Mudar ist aus Syrien geflüchtet und kocht in Berlin die besten Rezepte aus seiner Heimat

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Bei „Über den Tellerrand“ kommen Geflüchtete und Einheimische an einen Tisch.

Der Verein „Über den Tellerrand“ bringt Geflüchtete mit Leuten zusammen, die schon länger in Deutschland leben. Und das bei einer der schönsten Sachen der Welt: dem Essen.

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Die Neuankömmlinge bringen Rezepte aus ihrer Heimat mit, die alle gemeinsam erst kochen und dann essen. Das Projekt wurde 2013 in Berlin gegründet. Inzwischen ist der Verein in über 30 Städten aktiv.

„Wir bringen die Leute auf Augenhöhe zusammen. So können sich Freundschaften bilden“, sagt Lisa Thaens zu BuzzFeed News. Sie ist zuständig für die Kommunikation bei „Über den Tellerrand“.

Das Rezept heute kommt von Mudar al Sheich. Der 32-Jährige ist vor drei Jahren aus Syrien nach Berlin geflüchtet.

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Doch sein heutiges Rezept kommt nicht aus Syrien: Mudar will indisch kochen. Das erinnert ihn an die Zeit vor fünf Jahren, als er in Dubai gelebt hat. „Wir zeigen bei den Kochkursen nicht nur Essen, sondern auch die Kultur. Wir können sogar tanzen“, sagt Mudar über seine Arbeit bei „Über den Tellerrand“.

Das sind einige der frischen Zutaten, die für Mudars Rezept zum Einsatz kommen.

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Nach einer kurzen Vorstellungsrunde geht es an die Arbeit.

Jeder hat seine Aufgabe: Schnippeln, Mixen, Anrühren, Kochen.

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Dank der vielen Helfer geht das Kochen echt schnell. Alleine bräuchte man bestimmt drei Stunden für so ein aufwändiges Gericht – so ist es nur gut eine Stunde. Und obwohl jeder etwas anderes macht, kann man sich super kennenlernen.

Noor Edres, die vor vier Jahren aus Syrien nach Berlin kam, leitet inzwischen das Projekt „Building Bridges“ bei „Über den Tellerrand“.

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Sie liebt Berlin, weil dort jeder anders sein kann, sagt sie BuzzFeed News: „Es gibt keine bestimmte Richtung, der man folgen muss. Alle können einfach sie selbst sein.

2013 entstand „Über den Tellerrand“ wegen eines Flüchtlingscamps mitten in Berlin. Die Idee war von Anfang an so simpel wie genial: Geflüchtete und Einheimische sollten sich übers Kochen kennenlernen.

In einem extra produzierten Kochbuch stellten Geflüchtete Rezepte vor – und ihre persönlichen Geschichten. Dann kamen Kochkurse zum Angebot hinzu. Und seit 2015 ist „Über den Tellerrand“ ein gemeinnütziger Verein mit vielen Begegnungsprojekten.

Inzwischen ist Mudar schon ziemlich weit beim Kochen.

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Er möchte bald ein syrisches Restaurant in Berlin eröffnen. Viele seiner Verwandten leben inzwischen auch in Deutschland. Doch wenn der Krieg in Syrien vorbei wäre, würde Mudar wohl zurückgehen. „Das Gefühl, ich bin ich meiner Heimat, habe ich in Deutschland noch nicht“, sagt er zu BuzzFeed News.

Als das Essen fertig ist, setzen sich alle an den Tisch. Es gibt Curry-Gemüse, Hähnchen, Reis und Teigwaren.

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Und das alles richtig scharf – so wie es üblich ist in Aleppo, Mudars Heimatstadt.

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