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Wir sind BuzzFeed News Deutschland und das sind unsere Themen

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Von: Daniel Drepper

Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus Artikel 5 des Grundgesetzes.
Artikel 5 des Grundgesetzes garantiert die Freiheit der Presse – und ist damit auch die Grundlage für investigative Recherchen. © Florian Kleinschmidt / dpa

Das Team von BuzzFeed News Deutschland recherchiert zu Machtmissbrauch und strukturellen Problemen in unserer Gesellschaft. Das vierköpfige Team gehört zu IPPEN.MEDIA. Hier stellen sich die Reporter:innen vor. Wir freuen uns, wenn Sie uns vertraulich Informationen zukommen lassen.

Was will BuzzFeed News Deutschland?

Die Reporter:innen von BuzzFeed News Deutschland berichten für die Menschen, nicht über sie. Deshalb lautet unser Motto: Recherchen für dich. Wir sind überparteilich und berichten ohne Angst oder Bevorzugung, ohne Ansicht der Partei, Religion oder Interessen. Aber wir berichten mit Haltung und setzen uns für eine offene Gesellschaft ein. BuzzFeed News Deutschland gibt denen eine Stimme, die bisher keine hatten.

BuzzFeed News Deutschland berichtet ehrlich, direkt und wenn nötig auch aggressiv. Dabei konzentrieren wir uns auf die spannenden Geschichten – und überlassen Agenturmeldungen und Pflichttermine den anderen.

Wir machen keinen Gefühlsjournalismus, sondern wir identifizieren Probleme und tragen diese an die Verantwortlichen heran, egal ob in Politik oder Wirtschaft. Wir laufen nicht der Nachrichten-Agenda hinterher, sondern schreiben über die Probleme der Menschen vor Ort. Wenn diese Probleme dann durch unsere Recherchen auf die politische Agenda rücken, umso besser.

Wir treten immer nach oben und nie nach unten. Wir versuchen, der Wahrheit möglichst nahe zu kommen.

Über was berichtet BuzzFeed News Deutschland?

Wir recherchieren exklusive Geschichten über Machtmissbrauch und strukturelle Probleme in unserer Gesellschaft. Wir berichten immer wieder über Probleme und Ereignisse, die unserer Ansicht nach in anderen Medien bisher nicht genug Aufmerksamkeit bekommen haben oder nicht tief genug recherchiert worden sind. Unsere vier Reporter:innen können ihre Recherchen über einen langen Zeitraum immer weiter verfolgen. Einige unserer Schwerpunkt-Themen sind Umwelt- und Gesundheitsschutz, Arbeitsausbeutung, sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch, Hass und Gewalt gegen die LGBT*-Community, Korruption und digitaler Betrug.

Wie arbeitet BuzzFeed News Deutschland?

Wir arbeiten für unsere Nutzer:innen. Wir machen keinen he said/she said-Journalismus, sondern recherchieren und zeigen Haltung. Es ist unser Job, auszuwählen, was wichtig ist – und was der Wahrheit am nächsten kommt. Wir verheimlichen unseren Nutzer:innen keine Informationen und machen deutlich, wo unsere Recherchen Grenzen haben.

Wir sind so transparent wie möglich. Wir veröffentlichen Dokumente, Daten und Hintergründe zu unseren Recherchen. Woher weiß ich das? Wer sind meine Quellen? Wie nah waren diese Quellen wirklich dran? Wie befangen sind diese Quellen? Gibt es gegensätzliche Berichte? Und was wissen wir nicht?

Wir nennen die Menschen und Organisationen, die uns Informationen geben, wenn möglich beim Namen. Wir nennen, wie sie uns diese Informationen übermittelt haben. Wir autorisieren keine Zitate. Für Quellen gilt das absolute Gegenteil: Wir schützen unsere Quellen. Wie genau wir das tun und was Quellen zu erwarten haben, wenn sie mit uns in Kontakt treten, haben wir hier ausführlich aufgeschrieben.

Wir sind uns unserer eigenen Grenzen bewusst und nehmen uns selbst nicht zu Ernst. Und wir machen uns immer wieder bewusst, für wen wir berichten: für unsere Nutzer, für niemanden sonst.

Alle unsere Artikel und Recherchen findet ihr auf unserer Recherche-Webseite. Ihr könnt unsere Artikel auch im RSS-Feed abonnieren oder uns auf Twitter oder Facebook folgen.

Und so erreicht ihr uns

Wenn ihr unserer Redaktion eine E-Mail schreiben wollt, schickt sie an recherche@buzzfeed.de. Gerne geben wir Euch auf Anfrage auch sichere, direkte Kontaktmöglichkeiten wie zum Beispiel über Signal. Für hochsensible Hinweise und vertrauliche Dokumente haben wir außerdem einen anonymen und sicheren, digitalen Briefkasten. Wir freuen uns, von euch zu hören.

Unser Team stellt sich vor

Daniel Drepper, Chefredakteur

Das Bild zeigt einen Mann mit Brille, in hellem Hemd und dunkelblauem Sakko an einen Stahlträger gelehnt unter einer Brücke in Berlin.
Daniel Drepper ist seit Frühjahr 2017 Chefredakteur von BuzzFeed News Deutschland. © Stefan Beetz

Als Chefredakteur bin ich für das verantwortlich, was BuzzFeed News Deutschland veröffentlicht. Ich betreue die Arbeit unserer drei Reporter:innen und die Recherchen von freien Kolleg:innen, die mit uns zusammen arbeiten. Außerdem entwickle ich Ideen für die Zukunft von BuzzFeed News in Deutschland und bin die Brücke zu unserem Verlag IPPEN.MEDIA. Wenn ich Zeit finde, recherchiere ich selbst gerne zu schlechten Arbeitsbedingungen (über Pflegeheime habe ich ein Buch geschrieben), Machtmissbrauch und Ungerechtigkeit, zum Beispiel in der Justiz. Mein Fokus ist derzeit vor allem der Arbeits- und Gesundheitsschutz, zum Beispiel die Entschädigung von Menschen mit Berufskrankheiten oder die unzureichenden Kontrollen des Arbeitsschutzes während der Corona-Pandemie. Mich interessieren vor allem strukturelle Missstände, unter denen viele Menschen leiden, bisher aber kaum in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Und: Ich bin ein großer Fan erzählter Sachbücher.

Vor meiner Arbeit für BuzzFeed News war ich Mitgründer und Senior Reporter des gemeinnützigen Recherchezentrums Correctiv – und davor Reporter für das Recherche-Ressort der Funke-Mediengruppe. Ich habe in Dortmund ein Diplom in Journalistik und Sport gemacht und an der New Yorker Columbia University einen Master in investigativem Journalismus. Für meine Arbeit habe ich unter anderem den Wächterpreis, den Deutschen Reporterpreis, den Axel-Springer-Preis und den Ernst-Schneider-Preis für Wirtschaftsjournalismus erhalten. Ich bin Vorstandsmitglied des Netzwerk Recherche, Mitglied der Journalistengewerkschaft DJV und Fördermitglied von Reporter ohne Grenzen, Correctiv, der Gesellschaft für Freiheitsrechte, Übermedien, Bildblog und fragdenstaat.de.

Was mir wichtig ist: Wir Journalisten arbeiten für die Bürger, nicht für die Bürgermeister. Wenn wir uns immer wieder klar machen, dass wir zuallererst unserem Publikum verpflichtet sind, dann erkennen wir auch, welche Art von Themen relevant sind. Ich möchte deshalb nicht über die politische Agenda berichten. Über das, was uns vorgesetzt wird. Sondern über die Probleme der Menschen. Wenn diese Probleme dann durch unsere Recherchen auf die politische Agenda rücken, umso besser.

Wer mehr über meine Einstellung zum Journalismus und meinen persönlichen Hintergrund wissen möchte, der kann diesen Essay lesen, den ich zu meinem Start bei BuzzFeed Deutschland im Frühjahr 2017 geschrieben habe. Und wer mehr über unser Vorgehen in der Redaktion erfahren möchte, der findet hier einen Text von mir über die „investigative Kultur“ bei BuzzFeed News Deutschland.

Ihr erreicht mich unter daniel.drepper@buzzfeed.de oder auf Twitter.

Juliane Löffler, Reporterin für LGBT* und Feminismus.

Das Bild zeigt eine Frau in dunkler Bluse und Hose vor einer Mauer mit Graffiti
Juliane Löffler ist seit Sommer 2017 investigative Reporterin bei BuzzFeed News Deutschland. © Stefan Beetz

Ich bin Schwerpunktreporterin für LGBT* und Feminismus. Ich gebe den Menschen eine Stimme, die in Gesellschaft und Medien marginalisiert oder ignoriert werden. Ich spreche mit intersexuellen Menschen, mit Trans- und Homosexuellen, mit Prostituierten und mit Feministinnen. Die größte Hürde in meiner Arbeit ist oft, Zugang zu diesen Menschen zu finden und Vertrauen aufzubauen. Manchmal geht das schnell – und manchmal dauert es Monate.

Ich mache keinen Wohlfühl-Journalismus. Berichterstattung über Minderheiten kann empowernd sein oder unterhaltsam, sie darf schillern und glitzern. Aber es reicht nicht, sich nur an Identitätsfragen abzuarbeiten. Ich möchte Benachteiligung sichtbar machen, rechtlich, politisch und gesellschaftlich. Ob mit oder ohne Gendersternchen ist oft zweitrangig. Mir ist wichtig, dass ich fair und respektvoll berichte – reißerische Berichterstattung auf Kosten von Frauen und LGBT* hat bei uns keinen Platz. Gleichzeitig sind wir aber auch kein Community-Medium. Unsere Berichterstattung über LGBT* sowie Feminismus und Frauenrechte soll zugänglich und verständlich sein – für alle Menschen. Ich möchte eine möglichst große Leserschaft erreichen. Mainstream ist für mich kein Schimpfwort.

Vor meiner Arbeit bei BuzzFeed News Deutschland habe ich fünf Jahre als Redakteurin bei der Wochenzeitung Der Freitag gearbeitet. 2016 habe ich mit dem „Reporters in the Field“ Stipendium der Robert Bosch Stiftung über ehrenamtliche Hilfsnetzwerke in Europa zum Thema Flucht und Migration berichtet. Ich bin Fellow des International Alumni Centers (IAC) der Robert Bosch Stiftung. 2017 habe ich eine internationale Reporterkonferenz zum Thema Flucht und Migration mitorganisiert. Meine Beiträge und Recherchen wurden zudem beim Guardian, Suhrkamp, transcript Verlag und dem Psychosozial Verlag publiziert.

Journalismus bedeutet für mich, frei und unvoreingenommen zu berichten – egal, um wen es geht. Wir wollen nicht nach unten treten. Journalismus bedeutet für mich nicht, keine Haltung zu haben. Aber ich möchte mit meiner Berichterstattung auch keine Agenda vertreten – wir sind keine Aktivist:innen. Mit meiner Arbeit möchte ich Perspektiven aufzeigen, die für unser Publikum oft nicht Teil des eigenen Alltags sind.

Ihr erreicht mich unter juliane.loeffler@buzzfeed.de, über Twitter und Facebook.

Marcus Engert, Senior Reporter.

Das Bild zeigt einen Mann in hellem Hemd unter einer Brücke in Berlin.
Marcus Engert ist seit Sommer 2017 investigativer Reporter bei BuzzFeed News Deutschland. © Stefan Beetz

Als stellvertretender Chefredakteur betreue ich internationale Recherchen, Recherche-Kooperationen und laufende Investigativ-Projekte unseres Büros. Als Senior Reporter recherchiere ich selbst vor allem zu Themen aus den Bereichen Korruption, Geldwäsche, Betrug, Menschenrechtsverletzungen und zu Extremismus. Für das Deutschland-Büro von BuzzFeed News war ich zuletzt für die FinCENFiles-Recherchen verantwortlich, einen Überblick über meine aktuellen und vergangenen Recherchen gibt es hier.

Ich wühle mich leidenschaftlich gern durch große Dokumentenberge, werte Daten aus und schreibe Anträge nach dem Informationsfreiheitsgesetz – am liebsten gleich im Dutzend. Und ich bin fasziniert davon, wie viele Informationen offen im Internet und in sozialen Netzwerken zu finden sind. Darum versuche ich mich fortwährend im Bereich OSINT (Open-Source Intelligence) fortzubilden und habe das renommierte „Verification Handbook“ nach Deutschland gebracht.

Zu BuzzFeed News bin ich 2017 als „Schwerpunktreporter für Grund- und Freiheitsrechte“ gekommen. Wenn Menschen in ihren Grundrechten verletzt werden, wenn der Staat Fehler macht und Menschen sich dagegen nicht wehren können, wenn unter dem Deckmantel nationaler Sicherheit der Abbau von Grund- und Freiheitsrechten vorangetrieben wird, dann schaue ich mir das an. So habe ich zum Beispiel herausgefunden, dass die Zahl der bei G20 verletzten Polizisten nur halb so hoch war, wie behauptet. Ich habe als erster den Entwurf für das neue sächsische Polizeigesetz veröffentlicht. Ich habe ein Video entdeckt, das um die Welt ging: weil Alexander Gauland darin fordert, wieder „Stolz auf die Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen“ zu sein. Und ich habe über schwerste Menschenrechtsverletzungen in Nationalparks des WWF berichtet.

Ich bin Mitglied der Hauptjury des Deutschen Reporterpreises, Arthur F. Burns-Fellow, Alumnus des „International Visitor Leadership Program“ des US-Außenministeriums sowie Mitglied im „Netzwerk Recherche“ und im Förder- und Alumniverein des Lokalradios der Uni Leipzig. Dort habe ich auch meinen Magister gemacht: in Journalistik, Mittlerer und Neuerer Geschichte und Sprachwissenschaft. Vor meinem Wechsel zu BuzzFeed News war ich Gründer und Gesellschafter von detektor.fm und habe das unter anderem mit dem „Deutschen Radiopreis“ ausgezeichnete Radioprojekt als Chefredakteur neun Jahre lang mit aufgebaut. Ich habe für verschiedene ARD-Redaktionen, die bundesweite Nachrichtenagentur dadp und den BBC World Service gearbeitet, an Unis und Journalistenschulen unterrichtet und weil ich mich seit 2007 mit Podcasting beschäftige, schreibe ich auf „Übermedien“ in meiner Freizeit Kritiken und Kolumnen darüber.

Ich bin per Mail unter marcus.engert@buzzfeed.de zu erreichen. Wer mich anrufen, mir per Signal oder WhatsApp schreiben, eine verschlüsselte Mail schicken oder einen Brief senden will, findet alle weiteren Kontaktmöglichkeiten hier.

Katrin Langhans, Reporterin für Medizin, Umwelt und Sozialpolitik.

Eine Frau mit langen Haaren und Blumen auf der Bluse steht im Wald, der Hintergrund ist unscharf.
Katrin Langhans ist seit Herbst 2020 investigative Reporterin bei BuzzFeed News Deutschland © Privat

Ich schreibe Geschichten die zeigen, welche Konsequenzen politische Entscheidungen für den Alltag des Einzelnen haben. Mir ist es wichtig, Menschen eine Stimme zu geben, die Opfer von  Machtstrukturen, Systemfehlern und Gesetzeslücken geworden sind. Ich recherchiere zu Machtmissbrauch in der Medizin, Umwelt- und Sozialpolitik.

Mit meinen Berichten, will ich Menschen zum Nachdenken bringen und Debatten anstoßen. 

Ich decke Missstände auf, die im Verborgenen liegen und recherchiere gründlich und kritisch. Ich gehe Hinweisen nach, stelle unangenehme Fragen und höre viele Stimmen zu einem Thema. Ich schütze meine Quellen.

Für BuzzFeed News habe ich über Mütter berichtet, die vor Gericht ziehen, weil sie unter der Geburt ein umstrittenes Medikament bekommen haben, das zu einem Hinschaden beim Kind führen kann. In einer anderen Recherche habe ich über volle Frauenhäuser berichtet – und was es für Betroffene bedeutet, wenn sie zurück zum Täter gehen, weil ihnen Perspektiven fehlen.  

Bevor ich zu BuzzFeed News kam, habe ich fünf Jahre lang als Redakteurin im Investigativ-Team der Süddeutschen Zeitung gearbeitet. Ich war Teil des Teams, das die Panama Papers und die Paradise Papers aufgedeckt hat – eine Recherche über Steuerbetrug, die weltweit zu Rücktritten von Ministern und Staatschefs führte. Danach habe ich für die Süddeutsche Zeitung das internationale Projekt Implant Files geleitet. Die Serie deckte auf, was es für Patient:innen bedeutet, wenn Hüftgelenke und Herzschrittmacher schlampig getestet werden und versagen. Als Co-Autorin habe ich das Buch „Gefahr im Körper – Das riskante Geschäft mit der Gesundheit“ geschrieben. 

Für meine Arbeit wurde ich unter anderem mit dem Nannen Preis, dem Theodor-Wolff-Preis, dem Reporterpreis und dem Innovation in Investigative Journalism Award ausgezeichnet. 

Ich gehöre zum Leitungsteam der Reportageschule Reutlingen und doziere Presserecht und Recherche. Meine Recherchen stelle ich in Vorträgen und auf Fachtagungen vor: zum Beispiel auf dem Reporterforum, bei der Akademie der Bayerischen Presse oder der African Investigative Journalism Conference.

Ihr erreicht mich unter katrin.langhans@buzzfeed.de oder über Twitter.

Und falls ihr gleich ein paar Geschichten von uns lesen wollt: Hier findet ihr alle Geschichten und Recherchen von BuzzFeed News Deutschland, hier sind wir auf Twitter und hier auf Facebook. Falls Ihr vertrauliche Informationen für unsere Redaktion habt, erreicht Ihr uns unter recherche@buzzfeed.de.

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