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Ich habe die ersten zwei Folgen „And Just Like That ...“ gesehen und es kommt nichts so wie du denkst

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Von: Nadja Rödig

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Carrie, Charlotte und Miranda in „And Just Like That ...“
"And Just Like That ..." ist nichts mehr wie früher © picture alliance/dpa/Sky

„And Just Like That ...“ ist kein lauwarmes „Sex and the City“.

Vielleicht geht es dir wie mir und du hast das Jahr 2021 schon längst geschlossen und irgendwo in der hintersten Ecke abgelegt. Dabei gibt es aber in Sachen Serie noch ein paar Dinge, auf die du dich freuen kannst: „The Witcher“ zum Beispiel, aber eben auch der Nachfolger von „Sex and the City“!

Du hattest „And Just Like That ...“ gar nicht mehr auf dem Schirm? Kein Problem! Los geht es ab dem 9. Dezember auf Sky mit den ersten beiden Folgen und die konnte ich mir vorab direkt schon mal für dich angucken. Also worauf warten wir noch? Lass uns über die Serie und den (abwesenden) Elefanten im Raum reden ...

1. „And Just Like That ...“ kann dich echt noch überraschen.

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Eine Frage, die du dir sicher seit der Ankündigung der Serie stellst, ist: Lohnt sich der ganze Spaß überhaupt? Ich kann dich beruhigen! „And Just Like That …“ ist weder exakt wie „Sex and the City“ ,noch wie seine zwei Filme, auch wenn sich alles natürlich noch um Carrie Bradshaw und ihre Freundinnen Miranda Hobbes und Charlotte Goldenblatt dreht. 

Und da sind wir schon bei dem ersten GROßEN Unterschied: Wie du sicher im Vorfeld bereits zur Genüge gehört hast, ist Kim Cattrall als Samantha Jones in der neuen Serie nicht mehr dabei. Und glaub mir, als riesiger Sam-Fan war ich deswegen genauso enttäuscht wie du sicher auch. Tatsache ist aber, in den ersten zwei Folgen hat sie mir nicht wirklich gefehlt. Alle haben sich weiterentwickelt und Sams Abwesenheit passt dazu sogar ganz gut ins Bild. 

Denn die Serie dreht sich nicht mehr um Dates und das Finden der großen Liebe. Die Frauen haben andere Probleme, andere Lebensinhalte, die sie beschäftigen. Tatsächlich kommt einem „And Just Like That …“ weniger oberflächlich vor als „Sex and the City“ und das liegt auch an einem heftigen Twist am Ende der ersten Folge, der schlagartig den Ton der Serie ändert.

2. Graue Haare sind ein Thema und fabelhaft!

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Die grauen Haare von Sarah Jessica Parker und Cynthia Nixon haben bereits im Vorfeld für Diskussionen gesorgt: Kaum wurden die ersten Fotos vom „And Just Like That ...“-Set öffentlich, hagelte es Kommentare, wie alt die Frauen aussähen und warum sie sich nicht die Haare färben würden. Ich persönlich liebe den neuen Look der Schauspielerinnen und feiere es total, dass sie ihn auch in der Serie tragen.

Natürlich sind Mirandas graue Haare auch IN der Serie Thema. Es ist sogar ein bisschen lustig, wie die Realität die Diskussion in der Serie selbst vorweggenommen hat. Charlotte kritisiert Mirandas Look, während Carrie ihn mit einem „Fabelhaft!“ feiert.

3. Carries neuer Job aka willkommen in den 2020ern.

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Kein Mensch kauft mehr Zeitungen und leider auch nicht mehr so viele Bücher. Kein Wunder also, dass sich auch Carrie Bradshaw beruflich etwas umorientieren muss und damit landet sie auch voll in den 2020ern. Carrie ist jetzt Podcasterin und auf Instagram. Hätte ich mir überlegen sollen, was die „Sex and the City“-Protagonistin heute so treibt, hätte ich mir genau das vorgestellt!

Womit sich Carrie aber treu geblieben ist: Es geht weiter um Sex. Nur eben nicht nur noch heteronomer wie sie es früher gewohnt war. In ihrem Podcast wird die ehemalige Kolumnistin von ihrer neuen Chefin herausgefordert, offener und aufgeschlossener zu sein ... was echt Zeit war, denn seien wir mal ehrlich: Carrie war für eine Sex-Kolumnistin schon immer etwas prüde.

4. „And Just Like That ...“ gibt uns Sara Ramírez zurück!

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Vermisst du Sara auch so sehr in „Grey‘s Anatomy“? Dann lohnt sich „And Just Like That ...“ allein schon deshalb für dich! Denn Saras Rolle ist Callie gar nicht so unähnlich, nur dass sie noch viel mehr auf den Putz haut und einiges mit Schauspielerin Sara Ramírez gemeinsam hat. Che Diaz - wie sie in der Serie heißt - ist genau wie Sara bi und nichtbinär und fordert Carrie allein dadurch schon in gewisser Weise heraus umzudenken. Erinner dich nur mal an die „Sex and the City“-Folge, in der Bradshaw allen Ernstes behauptet hat, Bisexualität gäbe es gar nicht. Es wurde echt Zeit, dass mit dieser Aussage aufgeräumt wird!

5. Miranda geht wieder studieren. Queen!

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Ach ja, wollten wir früher nicht alle so selbstbewusst wie Samantha sein? Am Ende warst du vielleicht aber wie ich eher unsicher und ein wenig unbeholfen wie Miranda Hobbes. Natürlich ist ihr Stern im Laufe des Franchises erst so richtig aufgegangen. Sie war zum Beispiel die einzige der Protagonistinnen, die eine Karriere und Familie verbunden hat - wobei ich betonen will, dass JEDER der Lebensstile in der Serie cool ist - und dabei gezeigt hat, dass es vollkommen okay und normal ist, dabei auch mal nicht klarzukommen.

Ich liebe Miranda und ihr Handlungsstrang in Folge 1 von „And Just Like That ...“ bringt sie dahin, wo ich sie mir sehr gut vorstellen kann: an die Uni. Nein, nicht als Professorin, sondern als Studentin! Sie ist in der Serie das Beispiel dafür, dass auch „ältere“ Menschen immer dazulernen können, insbesondere in politischer Hinsicht.

6. Liebesbeziehungen sind noch relevant, aber nicht mehr DAS Hauptthema.

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Klar, Harry ist nach wie vor der beste Ehemann und Vater der Welt. Und auch Mr. Big und Steve sind wieder dabei. Trotzdem dominieren die männlichen Gegenparts der Protagonistinnen nicht ihr Leben und die Handlung, wie sie es noch vor ein paar Jahrzehnten gemacht haben - oh man, solange ist „Sex and the City“ schon her ... Stattdessen geht es eben viel mehr um Weiterentwicklung, persönlich und beruflich, aber auch um die Herausforderungen, die der neue Lebensabschnitt mit sich bringt.

7. Die Kids!

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... sind so gut wie erwachsen und es ist gruselig und großartig zugleich. Besonders für Charlotte spielen ihre Kinder natürlich eine große, wenn nicht DIE große Rolle in ihrem Leben. Und ihre Tochter Lily könnte sie wohl nicht stolzer machen. Mit ihrer jüngeren Tochter Rose eckt sie dagegen schon in Folge 1 an, weil sie dann doch in mancher Hinsicht andere Vorstellungen als ihre Mutter hat. Beide Dynamiken sind aber schön zu sehen und ich hab vielleicht ein bisschen geweint, als Charlotte zu Lily sagt: „Du hast mich gerettet.“ Was ein heftiges Flashback zu der Zeit ist, als Charlotte verzweifelt versucht hat, schwanger zu werden.

8. Noch ein letztes Mal Stanford ❤️

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Als „Sex and the City“-Star Willie Garson dieses Jahr überraschend und viel zu jung gestorben ist, war Fans zum Heulen zumute. Immerhin war Stanford Blatch eine der besten Charaktere der Originalserie und hätte locker sein eigenes Spin-off verdient. Ein kleiner Trost ist, dass Willie noch Teil von „And Just Like That ...“ sein konnte und damit uns allen ein letztes Mal ein Lächeln aufs Gesicht zaubern kann.

9. Und schließlich: DIE LOOKS!

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Selbstverständlich musste dieser Punkt kommen! Wenn etwas „Sex and the City“ ausgemacht hat (neben dem Sex natürlich), dann die großartige und manchmal auch etwas abgedrehte Mode. Die ist genau wie die Handlung in „And Just Like That ...“ im neuen Jahrzehnt angekommen und ich will einfach jedes einzelne der Outfits aus der Serie. Gimme! Gimme! Gimme!

Wie steht es bei dir? Wirst du dir „And Just Like That ...“ ansehen? In dem Fall lass uns in den Kommentaren wissen, wie dir die ersten Folgen gefallen haben!

Und wenn du noch mehr Seriennachschub suchst, dann kannst du hier nachlesen, warum „Arcane: League of Legends“ bisher die beste Serie 2021 ist.

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