1. BuzzFeed
  2. Serien & Filme

DC – Von Comics zu Filmen und Serien

Erstellt:

Kommentare

Comics von DC und Marvel
Comics von DC und Marvel © ZUMAm67 / IMAGO

Die DC Comics sind weltweit bekannt, die Filme ikonisch. So schafften es Superman & Co. zu den Filmgrößen, die sie heute sind.

New York – DC Comics ist ein amerikanischer Comicverlag mit Sitz in New York und neben Marvel einer der größten Verlage für Superhelden-Comics weltweit. Mittlerweile beschränken sich DCs Heldengeschichten nicht mehr nur auf Papier, sondern sind längst auf der großen Leinwand zu sehen und aus der Film- und Serienbranche nicht mehr wegzudenken.

Geschichte des Verlags: Der bescheidene Anfang des späteren Filmriesen DC

1934 gründete Malcolm Wheeler-Nicholson den Comic-Verlag National Allied Publications, der später zum heute berühmten DC Comics werden sollte. Bereits drei Jahre nach der Gründung musste sich Wheeler-Nicholson wegen Schulden mit Harry Donenfeld zusammenschließen, mit dem er den Verlag Detective Comics, Inc. gründete. Darüber veröffentlichten sie auch die Serie Detective Comics, was schließlich zur Namensänderung in DC führen sollte, die 1976 offiziell wurde.

Eine weitere Serie trug den Titel Action Comics und zeigte bereits 1938 den wohl heute noch bekanntesten DC-Helden Superman. Wegen des großen Erfolgs der Superman-Comics erschuf der Verlag kurz darauf weitere Helden. Es folgten Comics über Batman, The Flash, Wonder Woman, Green Lantern und die Justice Society of America. Wegen des Erfolgs dieser Superhelden-Comics sprang auch der ewige Konkurrent Marvel, der damals noch Timely hieß, auf den Trend auf und gemeinsam schufen die Verlage das goldene Zeitalter der Superheldencomics.

Schwere Zeiten für DC-Comics: Kein Comic-Interesse im Krieg – Erfolg erst in den 50ern

Dieses goldene Zeitalter der Superheldencomics war in den 40er-Jahren aber auch schnell wieder vorbei. Inmitten des zweiten Weltkriegs nahm das Interesse an Comics stark ab und die Verkaufszahlen sanken drastisch. Wheeler-Nicholsons Firmen National Allied Publications und Detective Comics, Inc. schlossen sich zu National Publications zusammen, intern nannte man aber die Superman-Comics bereits „DC Superman“.

In den späten 50er-Jahren versuchte man einen Neustart für Superhelden und konnte mit Flash und Green Lantern Erfolge feiern. In der Folge wurden die beliebten Superhelden in der „Justice League of America“ zusammengeschlossen. Auch Marvel arbeitete damals stark an seinen Superhelden und der erneute Konkurrenzkampf belebten das Geschäft, das einen Aufschwung in der Beliebtheit der Comics verzeichnen konnte. 1969 schloss sich National Publications mit Warner Bros. zusammen und 1976 benannte sich der Verlag offiziell in DC Comics, Inc. um.

Einschnitt in die DC-Geschichte: Verlag vernichtet Multiversum in den 80ern

In den 70er-Jahren kamen neue Ideen in den Verlag, als man viele alte Mitarbeiter durch junge, kreative Köpfe ersetzte. Diese ließen sich von dem großen Erfolg der Marvel-Autoren inspirieren und arbeiteten bestehende Charaktere weiter aus. Außerdem nahmen sie sich ein Beispiel an der Crossover-Taktik, bei der Figuren aus verschiedenen Comics einander begegnen und gemeinsam Abenteuer erleben oder Aufgaben erfüllen müssen.

In den 80er-Jahren hatte man bei DC vom Multiversum genug. Man wollte sämtliche Geschichten der Comics von nun an in einer Welt, auf einer Erde, auf dem gleichen Zeitstrahl spielen lassen. Die Serie „Crisis on Infinite Earths“, die auch als Crossover in den Serien des aktuellen Arrowverse verfilmt wurde, sollte die Existenz des Multiversums und der vielen Parallelwelten bereinigen.

Nicht bei allen Fans kam das gut an. Die Veröffentlichung von „Zero Hour“ sollte die letzten Plotholes, die durch die Auslöschung des Multiversums entstanden waren, schließen. Dennoch gingen in den 90er-Jahren die Verkaufszahlen zurück und auch die neue Erfindung der Comic-Events wie der weltweit veranstalteten Comic Con half da nicht. Die Öffentlichkeit hatte kein Interesse mehr und der Rückgang der Konjunktur tat sein Übriges.

DC-Geschichte voller Chaos: Konzepte umgeworfen – Charaktere ständig auf Null gesetzt

Die 2000er-Jahre brachten DC dann aber wieder den ersehnten und dringend nötigen Erfolg. Jim Lee und Jeph Loeb erschufen die Miniserie „Batman Hush“, die beim Publikum einschlug und sogar Marvels Comic-Riesen „X-Men“ von der Spitze der Leser-Charts verdrängte.

Es folgte die Serie „Identity Crisis“, die an „Crisis on Infinite Earths“ aus den 80er-Jahren anknüpfte und in der Superman, Batman und Wonder Woman „ein Jahr später“ noch immer mit den Folgen konfrontiert sind. Die „All-Star“-Serien von 2005 bis 2012 sollten vor allem für neue Fans und Leser die bekanntesten DC-Helden noch einmal vorstellen.

In den 2010er-Jahren strukturierte DC erneut seine gesamte Comic-Realität um. Im August 2011 kamen alle bisherigen Comic-Serien zu einem Ende. Dafür wurden im Folgemonat 52 Serien neu begonnen oder neu aufgelegt, auch genannt die „New 52“. 2014 veröffentlichte man zum ersten Mal Pläne für ein DC Extended Universe, das als eine Realität gilt, in der die DC-Charaktere nebeneinander existieren und sich auch begegnen können. Im Mai 2016 wurden dafür erneut fast alle Charaktere rebooted und bekamen in Neuauflagen neue Geschichten. Superhelden wie Kid Flash, Aqualad, Atom, Huntress, Nightwing, Doctor Fate, Green Arrow und Black Canary kehrten ins DC-Universum zurück.

TV-Erfolg seit 2012: Streaming – Arrowverse vereint beliebte Serien des DC Extended Universe

In den 80er-Jahren wurde das Multiversum von DC in den Comics bereits vernichtet. Zu Beginn des DC Extended Universe besteht es allerdings noch, weil das Franchise zwar auf den Figuren der DC Comics beruht, vom Comicuniversum aber unabhängig ist. Das sogenannte Arrowverse begann 2012 mit der Serie „Arrow“, in der Stephen Amell die Hauptrolle des Oliver Queen spielte. 2014 folgte „The Flash“ mit Grant Gustin in der Hauptrolle des Barry Allen und 2015 kam „Supergirl“ mit Melissa Benoist dazu. 2016 startete die Serie „Legends of Tomorrow“, 2018 folgte Black Lightning mit Cress Williams in der Hauptrolle und seit 2019 gibt es auch „Batwoman“ als eigene Serie mit Ruby Rose in der Hauptrolle zu sehen.

Während „The Flash“ und „Arrow“ von vornherein in einem Universum angesiedelt sind, gehörte zum Beispiel „Supergirl“ zunächst auf eine andere Erde. Dennoch gab es mit Hilfe von Wurmlöchern und Portalen zu Parallelwelten seit 2014 jedes Jahr ein Crossover zwischen diesen Shows, das in mehreren Folgen auf die verschiedenen Serien aufgeteilt wurde. Zwischen Dezember 2019 und Januar 2020 gab es das Crossover „Crisis on Infinite Earths“, bei dem wie in der Comic-Vorlage das Multiversum zerstört wird. Ab da spielen alle Serien des Arrowverse gemeinsam auf Earth Prime. Die neue Serie „Superman & Lois“ mit Tyler Hoechlin und Bitsie Tulloch als Clark und Lois läuft seit 2021 und beginnt inhaltlich nach den Ereignissen von „Crisis on Infinite Earths“.

Filme und Serien: So kamen die DC-Comics auf die Kino- und TV-Bildschirme

Das erste DC-Comic, das zu einem Kinofilm gemacht wurde, war eine Superman-Geschichte. 1951 kam in Amerika „Superman and the Mole Men“ heraus, gefolgt von einem weiteren Film drei Jahre später. 1966 kam mit „Batman hält die Welt in Atem“ der erste DC-Film, der auch in Deutschland zu sehen war, heraus. Ende der 70er-Jahre begann die Superman-Zeit von Christopher Reeves, unterbrochen von Filmen wie „Swamp Thing“ und „Supergirl“. Ende der 80er- und in den 90er-Jahren gab es vier neue Batman-Filme und in den 2000ern kamen „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“, „Catwoman“ und „Constantine“ hinzu. „A History if Violence“, „V wie Vendetta“, „The Dark Knight“ und „Watchmen“ sind weitere Titel aus diesem Jahrzehnt.

Ab 2010 wurden es immer mehr Verfilmungen und jährlich kamen neue Titel wie „Jonah Hex“, „R.E.D“, „The Losers“, „Green Lantern“, „Suicide Squad“, „Wonder Woman“, „Justice League“, „Aquaman“, „Shazam!“, „Joker“ oder „Birds of Prey“ dazu. Die neuste Verfilmung ist „The Batman“ mit Robert Pattinson in der Hauptrolle von März 2022.

Die erste DC-TV-Serie wurde nur ein Jahr nach dem ersten Kinofilm veröffentlicht und hatte ebenfalls Superman in der Hauptrolle. „Superman – Retter in der Not“ kam 1952 heraus. Es folgten weitere Superman-Filme bis auch Batman 1966 eine eigene Serie bekam. 1968 gab es zum ersten Mal eine Serie über Aquaman und 1973 kam „Das Power Team“ hinzu. In Amerika folgte eine „Shazam!“-Serie. Ab 1975 gab es „Wonder Woman“ für den TV-Bildschirm und 1990 kam auch „Swamp Thing“ zum ersten Mal als Serie heraus. 1991 schloss sich „The Flash“ den Serien-DC-Stars an, gefolgt von „Die Maske“ 1992. 1994 gab es eine „WildC.A.T.s“-Serie und die 2000er-Jahre begannen mit „Static Shock“, „The Zeta Project“ und der Superman-Teenager-Serie „Smallville“.

Seit Beginn des neuen Jahrtausends kam beinahe jedes Jahr eine neue Serie hinzu. DC-Fans freuten sich über „Die Liga der Gerechten“, „Birds of Prey“, „Teen Titans“, „Krypto, der Superhund“, „Batman: The Brave and the Bold“, „Human Target“, „Young Justice“ und „Green Lantern: The Animated Series“. Zwischen den Serien des Arrowverse ab 2012 kamen auch Titel wie „Beware the Batman“, „Gotham“, „iZombie“, „Lucifer“, „Preacher“, „Powerless“, „Krypton“, „Titans“, „Doom Patrol“, „DC Super Hero Girls“, „Swamp Thing“, „Pennyworth“, „Watchmen“ und „Stargirl“ heraus.

Seit 1951 hat DC knapp 50 Kinofilme und über 70 TV-Serien angesammelt. Darüber hinaus gibt es auch TV-Filme, Webserien sowie zahlreiche Videospiele für Computer, Konsole und Handy.

Berühmteste Figuren: So viele Supermans gab es schon

Zu den berühmtesten Figuren der DC-Comics gehören in erster Linie Superman und Batman, aber auch Wonder Woman, Joker, Flash, Auquaman, Green Lantern, Arrow und die Justice League sind große Namen in der DC-Geschichte.

Kaum ein Superheld wurde wohl schon von so vielen Schauspielern dargestellt wie Superman. Kirk Alyn übernahm die Rolle 1948 als Erster, gefolgt von George Reeves in den 50er-Jahren. David Wilson spielte Superman in einem TV-Musical 1966. Einer der bekanntesten Superman-Darsteller ist Christopher Reeve, der die Rolle in den 70er- und 80er-Jahren für vier Kinofilme übernahm. In den 80er-Jahren war John Haymes Newton Superboy aka ein junger Clark Kent im Fernsehen. Nach einer Staffel übernahm Gerard Christopher die Rolle. Dean Cain spielte Superman ab 1993 in der Serie „Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark“ und ab 2001 kam mit „Smallville“ erneut eine Serie über die Teenager-Jahre von Clark Kent heraus. Die Hauptrolle spielte Tom Welling. 2006 war Brandon Routh als erster Superman seit Christopher Reeve im Kino zu sehen. Henry Cavill spielte danach eine düsterer Superman-Version, die bei Fans aber nur mäßig ankam. Seit 2016 ist Tyler Hoechlin Superman, zunächst als Gast-Star in der Serie „Supergirl“, danach in der eigenen Serie „Superman & Lois“, in der sich der Held der Aufgabe stellt, seine Teenager-Söhne in seiner Heimat Smallville großzuziehen.

Auch interessant

Kommentare