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Ich habe „365 Tage 2“ geschaut, damit du es nicht musst, aber trotzdem tun wirst

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Von: Nadja Goldhammer

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Netflix-Hit „365 Days: Dieser Tag“ aus Polen mit Michele Morrone und Anna Maria Sieklucka als verheiratetes Paar.
„365 Days: Dieser Tag“ schon gesehen? © Karolina Grabowska/Netflix

„Are you lost babygirl?“

Da kriegt man richtig Gänsehaut, oder? Nicht nur, weil das so schrecklich schmierig klingt, sondern eben auch, wenn ein super hotter Massimo (Michele Morrone) dir diese Frage ins Ohr flüstert. Na ja, kurzum: Ich glaube, es sind nur wenige um den Erotik-Hit auf Netflix herumgekommen. Denn obwohl die Story mega unrealistisch, einfältig und vorhersehbar ist, reißt einen „365 Tage“ irgendwie in seinen Bann. Nach dem riesigen Erfolg war klar, dass es nicht bei einem Film bleibt. Und siehe da: Der zweite Teil ist seit dem 27.04.2022 auf Netflix zu sehen.

Natürlich konnte ich dem Hype nicht widerstehen und habe mir den zweiten Teil reingezogen. Sogar BEVOR es zu dem Girls-Treffen mit Sektchen und Cupcakes kam. Und natürlich habe ich mir später (nach langem Verarbeitungsprozess) eine Meinung dazu gebildet. Also hier meine exklusive, knallharte Review zu dem polnischen Erotik-Hit.

Falls du jetzt Bock auf den Film bekommen hast, kannst du ihn dir direkt auf Netflix ansehen! Für alle anderen gilt ab hier Spoiler-Alarm!

Hinweis: In dem folgenden Teil wird das Thema Fehlgeburt angerissen.

„365 Days: Dieser Tag“ hat den Cliffhanger völlig wegignoriert

Wenn du den ersten Teil gesehen hast (und ich bin mir sicher, das hast du), dann quält dich wahrscheinlich die Frage, was unserer schwangeren Laura (Anna Maria Sieklucka) nach dem Ausflug mit ihrer Freundin Olga (Magdalena Lamparska) passiert ist. Irgendwie wird das kaum erklärt. Es wird nur erwähnt, dass sie „fast draufgegangen“ ist und sie ihr ungeborenes Baby verloren hat, was allein eigentlich schon ein riesiges Fass aufmacht. Darauf wird jedoch nicht weiter eingegangen und erst einmal fröhlich Hochzeit gefeiert. Tiefgründigere, ernstere Themen passen auch irgendwie nicht ganz zum Plot von 365 Days.

„365 Days: Dieser Tag“ auf Netflix mit mit Michele Morrone und Anna Maria Sieklucka bei ihrer Hochzeit.
Die Hochzeit von Massimo und Laura. © Karolina Grabowska/Netflix

„365 Days: Dieser Tag“ und die nicht vorhandene Story

Gut. Unsere liebe Laura und ihr Mafia-Gatte Massimo sind nun also verheiratet, verbringen ein paar wilde Flitterwochen in Italien. Was ein Fakt ist, den ich schon einmal nicht verstehe. Massimo ist immerhin so reich, dass er sich mindestens die Malediven und die Bahamas zusammen kaufen könnte. Es folgt also eine Endlosschleife an Popsongs, verruchtem Rumgeflüster und pikanten Liebesszenen.

Dann dachten sich die Macher:innen irgendwann, dass jetzt auch mal irgendwas passieren muss. Um für ein bisschen Charakterentwicklung zu sorgen, wird der Fokus auf Laura gelegt. Der ist nämlich mega langweilig als reiche Mafia-Braut. Ihr Leid kann sie nicht mal mehr mit ihrer Bff Olga teilen, die seltsamerweise immer noch auf Sizilien ist und sich Massimos Handlanger Domenico geschnappt hat, mit dem sie andauernd rum turtelt. Zum Glück ist da noch Nacho, der spanische Gärtner, der ein offenes Ohr für sie hat. Der arbeitet zwar gefühlt nie, aber ist zu hot, um später keine Rolle mehr zu spielen.

„365 Days 2“: Krise beim Traumpaar Massimo und Laura

Und dann kommt es: Laura erwischt ihren frisch gebackenen Ehemann auf einer Party im flagranti mit einer anderen Frau. Total verzweifelt verlässt sie ihn und nimmt spontan die Hilfe von Nacho an, der zufällig just in dem Moment zurück nach Spanien geht. Der lässt sie, dort angekommen, einfach mal wochenlang in seinem hübschen Strandappartement wohnen, stellt ihr seine schwangere Schwester vor und genießt die Zeit mit ihr zusammen am Beach. Währenddessen stellt sich heraus, dass der trauernde Fremdgeher Massimo eigentlich unschuldig ist und sein böser Zwillingsbruder Adriano Laura ausgetrickst hat. Mann! Was für ein Geniestreich!

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Das war aber noch lange nicht alles! Denn Nacho ist ... Halt dich bitte fest oder setz dich lieber. ER IST GAR KEIN GÄRTNER!!! (Dödödöööööm)

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Nacho ist der Sohn von Massimos spanischem Mafia-Konkurrenten, dessen Name mir nicht mehr einfällt. Aber der spielt auch keine Rolle. Denn fassen wir den Hauptplot noch einmal in Ruhe zusammen:

Dann wird Laura von Adriano entführt und es folgt die heißeste Rettungsaktion der Filmgeschichte, bei der die beiden (Anti-)Helden mal kurz 5 Minuten herumspazieren:

Die Bösen werden erschossen, aber Laura kriegt auch was ab und liegt am Ende in den Armen ihres Massimos. Und mir stellt sich danach nur eine Frage: Wie werden sie diesen Cliffhanger wohl in Teil 3 wegignorieren?!

Fazit zu „365 Days: Dieser Tag“

Der zweite Teil kommt natürlich nicht an den ersten heran und irgendwie ist man den ganzen Film über auf der Suche nach der eigentlichen Handlung.

Aber wie auch der erste Teil, weiß die Filmreihe gerade WEGEN seiner Schwächen so gut zu unterhalten. Leider ist diese Spannung, die zwischen Massimo und Laura gebrodelt hat, nicht mehr zu spüren und auch die kleine „Lovestory“ zwischen Laura und Nacho ist eher etwas langweilig. Nichtsdestotrotz werde ich mir selbstverständlich auch die nächsten Teile ansehen. Denn wenn man einmal angefangen hat, gibt es eben kein Zurück mehr. Warum? Ich erinnere dich gerne noch einmal daran, warum:

Hast du „365 Days: Dieser Tag“ schon gesehen? Schreib uns gerne in die Kommentare, wie du ihn fandest. Und wenn du weitere Reviews zu aktuellen Streaming-Hits lesen möchtest, dann lies dir doch die zu Fresh auf der Streamingplattform Disney+ durch.

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