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Ich gebe es nur ungern zu, aber diese 18 Filme sind besser als ihre Buchvorlage

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Das bekannte Sprichwort „Das Buch ist immer besser als der Film“ trifft nicht bei allen zu – und diese Verfilmungen beweisen es.

Links: Brad Pitt und ein anderer Schauspieler in „Fight Club“. Rechts: Katness Everdeen (Jennifer Lawrence) und Peeta Mellark (Josh Hutcherson) in „Tribute von Panem: Catching Fire“. In der Mitte ist ein „Win-Button“ von BuzzFeed.
„Fight Club“ und „Tribute von Panem: Catching Fire“ sind besser als ihre Buchvorlage. © Ronald Grant/IMAGO / Cinema Publishers Collection/ IMAGO

Was genau macht eine gute Buchverfilmung aus? Wenn Du mich fragst, hat es vor allem mit der kreativen Freiheit zu tun. Verfilmungen sollten keine strikten Nachbildungen des Ausgangsmaterials sein, und oft sind sie sogar besser, eben weil sie es nicht sind. Ein Beispiel hierfür ist Stanley Kubricks The Shining (Entschuldigung im Voraus an alle Stephen King-Fans, ich bin selbst einer!)

Eine Verfilmung sollte die einzigartige „Essenz“ der Originalgeschichte durch die Neuinterpretation von Figuren, Handlung, Schauplätzen, Themen und Motiven einfangen und im Idealfall besser machen. Obwohl es durchaus möglich ist, sowohl das Buch als auch den Film gleichermaßen zu lieben, möchte ich dir heute zeigen, dass es auch anders sein kann. Ich habe eine Liste mit Verfilmungen zusammengestellt, von denen ich persönlich finde, dass sie den wunderbaren Büchern, auf denen sie basieren, etwas voraus haben.

1. Requiem For A Dream (2000)

Eine junge Frau liegt auf dem Rücken, über ihr ein junger Mann
„Requiem For A Dream“ von Darren Aronofsky © Artisan Entertainment / Courtesy Everett Collection

Basierend auf: Requiem For A Dream von Hubert Selby Jr. (1978)

Warum der Film besser ist: Als ich 15 Jahre alt war, saß ich im Keller meiner Eltern, als der Abspann meiner Blockbuster-DVD von Requiem für einen Traum lief. Ich war wie vor den Kopf gestoßen und hatte große Angst, allein wieder nach oben zu gehen. Die Stille im Haus fühlte sich wie eine Schreckensszene aus dem Film an, dessen Bilder immer wieder in meinem Kopf auftauchten, natürlich begleitet von Clint Mansells intensiven Soundtrack.

Darren Aronofskys alptraumhafte Darstellung der Drogensucht wartet mit einer Starbesetzung auf – Ellen Burstyn, Jared Leto, Jennifer Connelly und Marlon Wayans –, aber es sind nie die Schauspieler:innen, auf die man sich hier konzentriert. Vielmehr ist es die Intensität der Geschichten ihrer Figuren, die in eine Spirale der Sucht hineingeraten. In denen gibt es kein Happy End, sondern nur düstere Zugfahrten in die Hölle.

Hubert Selby Jr. veröffentlichte den bahnbrechenden Originalroman im Jahr 1978, und obwohl es sich dabei unbestreitbar um ein fantastisches Stück Fiktion handelt, treibt Aronofskys Adaption das Ausgangsmaterial in grandiose neue Höhen. Durch stilvolle Sprünge, geteilte Bildschirme und eng geschnittene Montagen hat er ein Werk mit akribischem Sounddesign geschaffen, das Hip-Hop, klassische und elektronische Musikstile mit surrealen diegetischen und nicht-diegetischen Klängen mischt. All das sorgt für ein erschreckendes und herzzerreißendes Erlebnis für die Zuschauer:innen, das die extremen Höhen und Tiefen unserer tragischen Anti-Helden Harry, Marion, Sara und Tyrone perfekt widerspiegelt.

Noch heute höre ich den eindringlichen, vernichtend optimistischen Ausruf von Burstyns tablettensüchtiger Figur Sara Goldfarb, wenn sie weint: „Ich werde im Fernsehen sein!“

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2. Nur ein kleiner Gefallen (2018)

Zwei Frauen stehen im Freien. Die Frau auf der linken Seite hält eine Kamera und richtet diese auf die Frau auf der rechten Seite.
„Nur ein kleiner Gefallen“ von Paul Feig © Peter Lovino / Lions Gate/ Everett Collection

Basierend auf: A Simple Favor – Nur ein kleiner Gefallen von Darcey Bell (2017)

Warum der Film besser ist: Blake Lively wird mir wahrscheinlich für immer als Serena van der Woodsen, die reiche Teenagerin aus Gossip Girl, in Erinnerung bleiben. Ihr Charakterbogen im Laufe der Teenie-Serie wurde sehr schnell flach.

In Nur ein kleiner Gefallen glänzt Lively jedoch als „erschreckend schöner Geist“ Emily Nelson und beweist mehr als genug, dass sie die schauspielerischen Fähigkeiten hat, ihre Starpower zu untermauern. Der Film basiert auf dem Debüt-Thriller von Darcey Bell aus dem Jahr 2017, in dem die Kleinstadt-Bloggerin Stephanie (Anna Kendrick) versucht, die Wahrheit über das Verschwinden ihrer besten Freundin Emily herauszufinden.

Nicht nur Tempo und Handlung sind hervorragend, auch steigert die Verfilmung von Regisseur Paul Feig die Spannung immer weiter. Außerdem wurden viele der leicht überflüssigen Details des Buches (die ich nicht verraten werde) zugunsten einer einfacheren, strafferen Geschichte gestrichen. Die Figur Stephanie ist im Film viel sympathischer und glaubwürdiger, was nicht zuletzt an Kendricks charmanter Darstellung liegt, während Emily auf der Leinwand noch furchteinflößender, aufregender und gefährlicher als ihre Buchversion ist. Stephanie ist im Film außerdem eine Vloggerin und keine Bloggerin – eine kleine Änderung im Detail, die in diesem visuellen Medium wirklich gut funktioniert.

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3. Fight Club (1999)

Zwei Männer sich gegenüberstehende Männer lehnen über einem Tisch
„Fight Club“ von David Fincher © 20th Cent Fox / Everett Collection

Basierend auf: Fight Club von Chuck Palahniuk (1996)

Warum der Film besser ist: Okay Leute, ich bin ein großer Fan von Chuck Palahniuk. Sein satirischer Roman (zuerst als Kurzgeschichte geschrieben) über einen Mann, der darum kämpft, dem Leben in der modernen Welt einen Sinn zu geben, ist unbestreitbar einfach ausgezeichnet. Man merkt, dass er all seine aufgestaute Frustration über das Verlagswesen, die Konsumgesellschaft und das heutige Amerika in dieses Buch gesteckt hat.

Dennoch gibt es keinen Vergleich zum Film, der nach wie vor ein all time favorite für ‚Film-Nerds‘ aller Art ist (und nicht nur für „Film-Bros“). Brad Pitt und Edward Norton sind eines der dynamischsten und unterhaltsamsten Duos, die je gemeinsam auf der Leinwand zu sehen waren, und die leidenschaftlich-ängstliche Energie des Buches wird von David Finchers meisterhafter Regie perfekt eingefangen.

Runtergebrochen handelt es sich um eine buchgetreue Verfilmung eines Romans, der eine eindringliche und aufmerksamkeitsstarke Erzählstimme hat– etwas, das sich nur schwer in einen Film übertragen lässt. Auch Twists sind auf der Leinwand nicht immer einfach darzustellen, aber Fincher – nach dem jüngsten Erfolg seines letzten Hits Sieben – wollte einen Film erschaffen, der genauso kantig und hart ist wie Palahniuks Werk. Und das hat er geschafft.

Palahniuk lobte ihn sogar dafür, dass er Verbindungen in der Geschichte herstellte, die er selbst ursprünglich nicht gesehen hatte. Obwohl der Kultklassiker den Großteil seines Produktionsbudgets an den heimischen Kinokassen nicht wieder reinholen konnte, hat er mittlerweile weltweit 100 Millionen Dollar eingespielt ... und wir alle kennen noch immer die erste Regel von Fight Club!

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4. Can You Ever Forgive Me? (2018)

Zwei Personen zeigen auf ihre leeren Gläser
„Can You Ever Forgive Me?“ von Marielle Heller © Mary Cybulski / Fox Searchlight / Everett Collection

Basierend auf: Can You Ever Forgive Me? Memoirs of a Literary Forger von Lee Israel (2008)

Warum der Film besser ist: Ich habe Can You Ever Forgive Me? 2018 in den Kinos gesehen und erinnere mich immer noch an die emotionale Breitseite, die er mir am Ende verpasst hat. Ich erinnere mich auch noch das Gefühl, das mir sagte, dass dieser Film einer der wenigen Hollywood-Filme wäre, der die komplizierten und spezifischen Probleme eines professionellen Autors genau beschreibt.

Melissa McCarthy spielt in diesem Biopic die Rolle der Lee Israel – einer gescheiterten Schriftstellerin, die neuen Erfolg mit der Fälschung von Briefen verstorbener Autoren und Dramatiker hat. Der Film basiert auf Israels eigenen und zehn Jahre zuvor erschienenen Memoiren Can You Ever Forgive Me?. Während die Memoiren für sich genommen zweifellos faszinierend sind, hauchen Regisseurin Marielle Heller und die Drehbuchautoren Nicole Holofcener und Jeff Whitty dieser düster-witzigen Geschichte neues Leben ein.

Auch McCarthy und ihr Co-Star Richard E. Grant zeigen in diesem Film, ganz offen gesagt, einige ihrer besten Leistungen. McCarthy macht aus einer geknechteten und zutiefst unsympathischen Heldin eine geradezu liebenswerte und verzeihliche Person und Grant verleiht seiner Rolle ihres brillanten und wortgewandten besten Freundes, der tragischerweise an AIDS stirbt, einen unbeschreiblichen Charme. Beide Figuren und die Personen, auf denen sie basieren, waren übrigens homosexuell, und es ist doppelt selten, dass wir in einem Big Budget-Film eine so reizvolle platonische Beziehung zwischen zwei queeren Menschen zu sehen bekommen.

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5. Blade Runner (1982)

Ein traurig aussehender Mann, im Hintergrund Lichtreklame
„Blade Runner“ von Ridley Scott © Warner Bros. / Everett Collection

Basierend auf: Träumen Androiden von elektrischen Schafen? von Philip K. Dick (1968)

Warum der Film besser ist: Ridley Scotts atmosphärisches Cyberpunk-Meisterwerk gilt weithin als eines der einflussreichsten Werke des gesamten Sci-Fi-Genres. Einige Fans könnten aber vielleicht darüber überrascht sein, dass der Film auf Philip K. Dicks 1968 erschienenen Roman Do Androids Dream of Electric Sheep? basiert. Ich habe das Buch im College gelesen, bevor unsere Klasse den Film gesehen hat, und obwohl ich es sehr originell und auf die beste Art und Weise beunruhigend fand, war es gar kein Vergleich zu Scotts filmischer Interpretation.

Der dystopische Roman spielt im postapokalyptischen San Francisco, in dem die meisten Tierarten entweder vom Aussterben bedroht oder ausgestorben sind. Der Kopfgeldjäger Rick Deckard hat den Auftrag, sechs entkommene Androiden in den „Ruhestand‘“ zu versetzen (das heißt sie zu ermorden), während ein anderer Mann den flüchtenden Androiden helfen will. Das Buch war zweifellos der Schlüssel zu einer ganz neuen Generation von Science-Fiction-Geschichten, aber die Verfilmung erweckt die Vorlage im Stil eines klassischen Neo-Noir-Krimis zum Leben.

Auch im Drehbuch des Films gibt es zahllose Änderungen, vor allem das Ergänzen der Begriffe „Blade Runner“ und „Replikant“. Film-Deckard (gespielt vom legendären Harrison Ford) ist ein grüblerischer Junggeselle, der im Gegensatz zu seinem Roman-Pendant ein zweitklassiger Killer ist und von seinen Kollegen häufig verspottet wird. Außerdem ist er meiner Meinung nach ein weitaus sympathischerer Protagonist – vor allem wegen seiner romantischen Gefühle gegenüber der Replikantin Rachael (Sean Young). Vor allem das Ende des Films ist rührend und hoffnungsvoll – und steht so in starkem Kontrast zum viel düstereren Finale des Romans.

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6. Auslöschung (2018)

Fünf Frauen in Kampfausrüstung
„Auslöschung“ von Alex Garland © Peter Mountain / Paramount/ Everett Collection

Basierend auf: Auslöschung von Jeff VanderMeer (2014)

Warum der Film besser ist: Es gibt nicht viele Filme, die bei mir ein so tiefes Gefühl des existenziellen Grauens ausgelöst haben wie dieser.

Der Film von 2018, der auf dem gleichnamigen Science-Fiction-Horrorroman von Jeff VanderMeer aus dem Jahr 2014 basiert, folgt Lena (gespielt von Natalie Portman), einer Biologin und ehemaligen Soldatin. Sie macht sich auf in die mysteriöse Zone Area X, um dort herauszufinden, was mit ihrem Mann passiert ist. Lenas Mann wird seit einem Jahr vermisst, und ihre Trauer beeinflusst jede Sequenz auf der Leinwand – oft in schwindelerregenden, surrealistischen Natursequenzen, die ebenso eindringlich wie hypnotisch sind.

VanderMeers Buch ist der erste Teil einer epischen Science-Fiction-Trilogie und verdient alle Preise und Anerkennungen, die er erhalten hat. Allerdings gibt es etwas an der Darstellung der Trauer, das in einem visuellen Medium so viel besser funktioniert, denn das Ende des Films wirkt eindringlich und unweigerlich vollständig. Außerdem gibt es kein Erlebnis, das vergleichbar damit ist, in einem dunklen Kino zu sitzen und mitzuerleben, wie das furchterregende „Bärenmonster“ seine Opfer beschnuppert und sein Maul weit öffnet, um in ihre Gesichter zu beißen. Dieser Film ist ein zutiefst persönliches Erlebnis, schau ihn dir auf jeden Fall an! Ebenfalls mit von der Partie sind übrigens Tessa Thompson, Oscar Isaac, Jennifer Jason Leigh und Gina Rodriguez.

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7. Das Schweigen der Lämmer (1991)

Eine junge Frau zeigt ihren FBI-Ausweis einem Mann hinter einer Glaswand
„Das Schweigen der Lämmer“ von Jonathan Demme © Everett Collection

Basierend auf: Das Schweigen der Lämmer von Thomas Harris (1988)

Warum der Film besser ist: Hannibal Lecter ist furchterregend, einfach nur furchterregend! Sowohl in der Buchreihe von Thomas Harris (beginnend mit Roter Drache von 1981), als auch und vor allem in der Verfilmung von 1991, dort gespielt vom absolut brillanten Anthony Hopkins.

Wenn du einmal die Szene gesehen hast, in der er die FBI-Agentin Clarice Starling (gespielt von Jodie Foster und Oscar-gekrönt) mit einem Zungenschnalzen zur Rede stellt und ihr dabei praktisch alle Schutzwänden nimmt, kannst du dir niemand anderen in der Rolle des genialen Psychopathen vorstellen. Auch die atemberaubende Tanzsequenz von Buffalo Bill bleibt lange Zeit im Gedächtnis, denn sie ist verdammt gut.

Der Hauptunterschied zwischen Buch und Film liegt im Ende. Im Buch (Achtung: Spoiler!) verabschiedet sich Hannibal auf seiner Flucht in die Tropen nicht per Münztelefon von Clarice, sondern per Brief. Drehbuchautor Ted Tally war (zu Recht) der Meinung, dass dies nicht den nötigen Pep für die große Leinwand hätte. Das ursprüngliche Ende des Films sollte außerdem noch düsterer sein: Tally hatte geplant, Lecter beim Schneiden von Orangen zu zeigen, bevor er ein verängstigtes Opfer mit demselben Messer zerstückelt.

Diese Szene wurde letzten Endes aber auf Wunsch des Regisseurs Jonathan Demme gestrichen, weil sie „zu grausam“ sei. Nichtsdestotrotz bleibt die Filmversion von Das Schweigen der Lämmer durch und durch furchteinflößend. Die schauspielerischen Leistungen sind durchweg hervorragend und der Film hat eine ganz neue Ära exzellenter Unterhaltung mit kannibalischen Serienmördern inspiriert, die allesamt fantastisch sind. Von der Fernsehserie Hannibal bis zum CBS-Reboot Clarice und all den fantastischen psychologischen Thrillern, die noch nach dem Film gekommen sind.

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8. City of God (2002)

Ein junger Mann hält wütend eine Waffe in die Kamera
„City of God“ von Fernando Meirelles und Kátia Lund © Miramax / Courtesy Everett Collection

Basierend auf: City of God von Paulo Lins (1997)

Warum der Film besser ist: Paulo Lins‘ Roman City of God aus dem Jahr 1997 war ein hochgelobter internationaler Erfolg. Wir begeben uns auf eine hinreißende, grausame Tour durch die brasilianischen Straßen von Cicade de Deus, der Stadt Gottes, und lernen das Bandenleben in den Favelas von Rio de Janeiro kennen.

Das Buch basiert auf jahrelangen, akribischen Recherchen und Lins‘ eigenen Erfahrungen aus erster Hand, denn er wuchs in Cicade de Deus auf. Die Filmadaption der Co-Regisseur:innen Fernando Meirelles und Kátia Lund ist jedoch weit mehr an die düstere Umgebung der Favelas in den 60er und 80er Jahren angelehnt. Denn obwohl die Geschichten der ehrgeizigen Drogendealer für das Verständnis von wesentlicher Bedeutung sind, werden sie fast zweitrangig gegenüber den kraftvollen Darbietungen, der mitreißenden Kameraführung und der wunderschönen, blutverschmierten Umgebung.

Drehbuchautor Bráulio Mantovani legt mit dieser Verfilmung großen Wert darauf, die Menschen in Rio zu respektieren und ihre Kultur und ihr Volk selbst unter solch erschütternden Umständen zu zelebrieren. City of God wird oft mit Filmen wie Goodfellas und sogar mit den früheren Werken von Quentin Tarantino verglichen und gilt weithin als einer der besten Filme des 21. Jahrhunderts. Denn selbst im dunkelsten Elend gibt es große Schönheit.

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9. Psycho (1960)

Zwei Frauen sind sich an einem Schreibtisch gegenüber. Die eine sitzt, die andere steht
‚Psycho‘ von Alfred Hitchcock © Everett Collection

Basierend auf: Psycho von Robert Bloch (1959)

Warum der Film besser ist: Alfred Hitchcocks Meisterwerk, das Millionen von Menschen eine jahrelange Duschphobie bescherte, ist eigentlich alles andere als originell: Es basiert auf dem gleichnamigen Roman von Robert Bloch aus dem Jahr 1959. Die Duschszene, in der Marion Crane (Janet Leigh) brutal ermordet wird, wird dort allerdings in nur einer Zeile beschrieben.

Mit einer schwindelerregenden Reihe von Rückwärtsaufnahmen im Zeitraffer, extremen Nahaufnahmen und grausigen Geräuscheffekten erweckt Hitchcock den Horror zum Leben. Die Spannung im gesamten Film ist so stark, die Handlung so straff und die schauspielerische Leistung von Leigh und Anthony Perkins (der Norman Bates spielt) sind so verdammt gut, dass der Film von 1960 immer noch zu den gruseligsten aller Zeiten gehört. Ganz zu schweigen davon, dass Hitchcock sich wirklich Mühe gegeben hat, seinen Hauptbösewicht Bates zu vermenschlichen und Marions Charakter mit Leben zu füllen. Das macht es umso eindringlicher, wenn sie ihr verheerendes Ende findet, bevor die Handlung eigentlich richtig in Gang kommt.

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10. Girls Club – Vorsicht bissig! (2004)

Zwei junge Frauen sitzen in einer Mensa und essen ihr Mittagessen
‚Girls Club – Vorsicht bissig!‘ von Mark Waters © Paramount / Everett Collection

Basierend auf: Queen Bees and Wannabes: Helping Your Daughter Survive Cliques, Gossip, Boyfriends, and the New Realities of Girl World von Rosalind Wiseman (2002)

Warum der Film besser ist: Der kultige, vielzitierte Teenagerfilm, der uns Lindsay Lohans Schauspieltalent wieder ins Gedächtnis rief, basiert auf einem Sachbuch über Selbsthilfe und Erziehung aus dem Jahr 2002. Ich erinnere mich, dass ich damals die Lesung einer Autorin besucht habe, die sich auf Aggressionen bei Teenagern spezialisiert hatte, und Wiseman war damals Gastrednerin. Während des Vortrags warb sie für Queen Bees and Wannabes, was ich ziemlich aufschlussreich fand ­– aber der Film ist auf jeden Fall viel unterhaltsamer und einprägsamer.

Unterstützt durch die scharfsinnige Schreibe der fabelhaften Tina Fey von Saturday Night Life, wurde das Buch damals zum Film. Ein Großteil der Girls-Club-Terminologie wurde direkt aus dem Selbsthilfebuch übernommen – von der Queen Bee, der Anführerin einer Mädchenclique, bis hin zu einer ausführlichen Definition der Girl World. Das Buch hat natürlich einen lehrreicheren und strengeren Ton als der Film. Und obwohl es hilfreich ist und zum Nachdenken anregt, ist es weitaus weniger fesselnd und einprägsam als das witzige und ziemlich gemeine Highschool-Comedy-Drama.

Ganz zu schweigen von dem etwas anzüglichen Broadway-Musical-Spin-Off, das trotz seines vulgären Tons bei Teenagern damals wie heute wegen seiner schonungslosen Darstellung von Mobbing unter Mädchen und dem Druck in der Schule Anklang findet. Das ist kein regulärer Film, das ist ein cooler Film.

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11. Shining (1980)

Jack Nicholson in ‚Shining‘
‚Shining‘ von Steven Spielberg © Warner Brothers / Everett Collection

Basierend auf: Shining von Stephen King (1977)

Warum der Film besser ist: Obwohl ich mir bewusst bin, dass dieser Abschnitt einige Stephen-King-Fans verärgern könnte, stehe ich aus mehreren Gründen zu meiner Wahl. Stanley Kubrick hat aus der Buchvorlage etwas gemacht, das King nie im Sinn hatte – und das ist einer der Gründe, warum der Autor den Film so sehr verabscheut.

Kubricks adaptierte Vision ist vielschichtig in ihrer Doppeldeutigkeit, wirklich erschreckend und weitaus düsterer als die Romanvorlage. Tatsächlich habe ich Shining viele Male gesehen und bei jedem Anschauen haben sich für mich neue Theorien und Ansichtsweisen aufgetan – beim Lesen des Romans hat das eine Weile gedauert. So sehr ich ihn als Geschichtenerzähler schätze und meinen Hut davor ziehe, dass er einer der größten und einflussreichsten Horrorautoren aller Zeiten ist – Jack Torrance aus Kubricks Version, gespielt von Jack Nicholson, hat mich immer einfach mehr fasziniert.

Anders als der Jack aus dem Buch ist der Jack aus dem Film kein von Natur aus guter Mann, der versucht, sein Bestes als Ehemann und Vater zu geben; er ist ein absoluter Albtraum, eine tickende Zeitbombe, die nur darauf wartet, zu explodieren. Und das Overlook Hotel ist weniger ein übernatürlicher Schrecken als vielmehr die verstörende psychologische Reise eines Mannes, der in der Isolation mit seiner Familie langsam den Verstand verliert. Oh, und wer es genauso wie ich liebt, jeden Zentimeter dieses Films zu überanalysieren, sollte sich Rob Agers akribisch recherchierte Videoanalysen zu verschiedenen Shining-Theorien ansehen. Der Dokumentarfilm Room 237 aus dem Jahr 2012 deckt eine Menge ähnlicher Interpretationen ab, aber Ager (der eine Rolle in der Doku abgelehnt hat) geht viel weiter in die Tiefe und widerlegt sogar einige von ihnen. Im Grunde ist dieser Film nicht nur verdammt gruselig, sondern auch ein endloses Kaninchenloch.

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12. Die Tribute von Panem – Catching Fire (2013)

Peter und Katniss aus ‚Die Tribute von Panem‘
„Die Tribute von Panem – Catching Fire“ von Francis Lawrence © Lions Gate / Everett Collection

Basierend auf: Die Tribute von Panem – Gefährliche Liebe von Suzanne Collins (2008)

Warum der Film besser ist: Ich mochte die Young Adul-Romane von Suzanne Collins – und ich mochte auch den ersten The Hunger Games-Film –, aber erst Catching Fire hat mich so richtig abgeholt und mein Interesse an der Reihe verstärkt (und es war nicht die Buchversion, die mich überzeugt hat). Voller subtiler Klassenkommentare sowie kluger Reality-TV-Satire basiert Catching Fire zweifelsohne auf einer starken Vorlage, fügt der Geschichte aber neue kontextuelle Ebenen hinzu, die sie von einer gewöhnlichen YA-Verfilmung in etwas viel Besondereres und Interessanteres verwandeln. Die gewalttätige, unbarmherzige futuristische Welt, die in den Büchern beschrieben wird, ist in einem Big-Budget-Film viel abschreckender und fesselnder. Das kommt insbesondere in den hochintensiven Szenen während der Spiele selbst zur Geltung. Außerdem lässt sich die essenzielle Vielfalt von Collins‘ Charakteren nicht widerlegen, wenn die Schauspieler:innen auf der Leinwand tatsächlich People of Color sind.

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13. Der Pate (1972)

Sechs Männer sitzen im Halbkreis auf Stühlen
„Der Pate“ von Francis Ford Coppola © Everett Collection

Basierend auf: Der Pate von Mario Puzo (1969)

Warum der Film besser ist: Mario Puzos berüchtigter Kriminalroman aus dem Jahr 1969 stand über ein Jahr lang ganz oben auf der Bestsellerliste der New York Times – eine Leistung, die sich sehen lassen kann. Allerdings war es wohl Francis Ford Coppola, der aus Der Pate die vielleicht wichtigste filmische Leistung der modernen Geschichte machte. Coppola vereinfachte die Geschichte des Romans, kürzte die vielen Nebenhandlungen und konzentrierte sich stärker auf die Beziehung zwischen dem alternden Don Vito Corleone (Marlon Brando) und seinem Nachfolger Michael Corleone, gespielt von Al Pacino. Im Laufe des Films wird der Kriegsheld Michael seinem Vater immer ähnlicher, was ihn sowohl zu einem tragischen Anti-Helden als auch zu einem äußerst beunruhigenden, aber glaubwürdigen Schurken macht. Die Endsequenzen sind ebenso episch wie eindringlich und haben zu ähnlich brillanten Szenen in Serien wie Breaking Bad und hervorragenden Kriminalfilmen wie Park Hoon-jungs New World inspiriert.

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14. Jurassic Park (1993)

Zwei Forscher:innen knien neben einem Triceratops
„Jurassic Park“ von Steven Spielberg © Murray Close / Universal Studios / Courtesy Everett Collection

Basierend auf: Jurassic Park von Michael Crichton (1990)

Warum der Film besser ist: Daran gibt es keinen Zweifel: Michael Crichton ist ein fantastischer Thrillerautor, aber wenn man Steven Spielberg in ein ohnehin schon großartiges Projekt über Dinosaurier in der Neuzeit involviert, kommen wir schnell von wirklich gut zu großartig.

Das Buch ist spannend und temporeich, aber der Blockbuster ist das, woran ich sofort denke, wenn ich den Begriff „Filmmagie“ höre. Obwohl der Film im Vergleich zum Buch recht zahm ist (wahrscheinlich wurde er abgeschwächt, um eine Freigabe ab 13 Jahren zu erreichen), haben Spielberg und sein Team die prähistorischen Kreaturen auf faszinierende Weise zum Leben erweckt.

Wie das Buch ist auch dieser Film eine warnende Geschichte über unkontrollierten wissenschaftlichen Ehrgeiz und zu viel Einmischen in die Natur, vor allem zu Zwecken der Kommerzialisierung. Crichton nutzte seinen Doktortitel von der Harvard Medical School und sein beeindruckendes Wissen über Biologie, um eine Welt zu erschaffen, die ihresgleichen sucht. Und seien wir mal ehrlich, es gibt nichts, was damit vergleichbar ist, einen majestätischen Brachiosaurus oder ein Rudel bösartiger Velociraptoren auf der Leinwand lebendig werden zu sehen. Der leichtlebige Dr. Alan Grant wird hier hervorragend von Sam Neill gespielt, und Laura Dern brilliert als Dr. Ellie Sattler in einer Rolle, die ursprünglich der französischen Schauspielerin Juliette Binoche angeboten wurde.

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15. Der weiße Hai (1975)

Eine Szene aus ‚Der Weiße Hai‘: Eine Frau versucht sich im Meer über Wasser zu halten
„Der Weiße Hai“ von Steven Spielberg © Everett Collection

Basierend auf: Der weiße Hai von Peter Benchley (1974)

Warum der Film besser ist: Ähnlich wie bei Jurassic Park gelingt es Spielberg, einen bereits ausgezeichneten literarischen Text noch besser zu machen. In diesem Fall handelt es sich um einen Roman von Peter Benchley aus dem Jahr 1974. Er handelt von einem riesigen Weißen Hai, der einen kleinen Ferienort heimsucht – und von drei Männern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, ihn zu töten.

Anders als im Roman verzichtet Spielberg auf unbedeutende Nebenhandlungen wie bspw. die Affäre zwischen der Frau von Chief Martin Brody und einer Meeresbiologin. Stattdessen nutzt er die zweistündige Laufzeit des Films und steigert die Spannung immer weiter. Untermalt wird das Ganze von der oscarprämierten Filmmusik John Williams‘. Ursprünglich sollte der Film ein kitschiger B-Movie mit animierten Haien werden. Aber in Kombination mit Spielbergs visionärem Drehbuch und seiner Regie, Robert Shaws hervorragender Leistung als Quint und einer extrem unterhaltsamen neuen Handlung ist Der weiße Hai einer der einflussreichsten und spannendsten Filme aller Zeiten.

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16. Die Verurteilten (1994)

Zwei sitzende Männer in Sträflingskleidung
„Die Verurteilten“ von Frank Darabont © Columbia / Everett Collection

Basierend auf: Rita Hayworth und die Shawshank Redemption von Stephen King (1982)

Warum der Film besser ist: Stephen-King-Fans, bitte hasst mich nicht, aber Die Verurteilten ist eine weitere Adaption, die als Film viel besser funktioniert (hier stimmen mir die meisten Kritiker:innen wahrscheinlich zu). Der Film basiert auf der Novelle Rita Hayworth und die Shawshank Redemption von 1982, die aus Kings Drama-Sammlung Frühling, Sommer, Herbst und Tod stammt (sie wurde aber auch als eigenständiges Buch verkauft).

Die Geschichte wird von einem Mann namens Red, der in der Verfilmung von 1994 umwerfend gut von Morgan Freeman gespielt wird, erzählt und handelt von Andy Dufresne. Dufresne ist ein inhaftierter Mann, der behauptet, zu Unrecht verurteilt worden zu sein und es sich zur Aufgabe macht, aus dem Gefängnis auszubrechen.

Da die Geschichte des Films länger ist als die Novelle, wurde sie um einiges erweitert und bietet eine ziemlich gute Belohnung: ein fantastisches Ende, das ich nicht verraten werde, und eine starke, zu Tränen rührende Freundschaft zwischen Red und Andy (gespielt von Tim Robbins). Trotz des Lobes der Kritikiker:innen war der Film, bei dem Frank Darabont Regie führte und das Drehbuch schrieb, während seiner ersten Laufzeit kein großer Erfolg an den Kinokassen. Das lag damals zum Teil an der starken Konkurrenz wie Pulp Fiction und Forrest Gump. Der Film wurde jedoch mehrfach für Preise nominiert, erhielt sieben Oscars und wurde als Remake in die Kinos gebracht. Das steigerte sein Einspielergebnis von 16 Millionen Dollar auf 73,3 Millionen Dollar.

Im Jahr 2015 wählte die Library of Congress den Film aufgrund seiner kulturellen, historischen und ästhetischen Bedeutung sogar für die Aufnahme in das National Film Registry aus.

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17. No Country For Old Men (2007)

Javier Bardem in seiner Rolle als Anton Chigurh
„No Country For Old Men“ von den Coen Brüdern © Miramax / Everett Collection

Basierend auf: No Country For Old Men von Cormac McCarthy (2005)

Warum der Film besser ist: Dieser grausame Psychothriller der Coen-Brüder ist wahrscheinlich der beste Film, den sie je gedreht haben. Und das will schon einiges heißen, denn die Coen-Brüder haben uns auch Filme wie Fargo und Inside Llewyn Davis beschert.

Die Romanvorlage stammt aus der Feder von Cormac McCarthy und bemerkenswerterweise wurde für die Verfilmung des Buches nur sehr wenige Änderungen vorgenommen. Der bedeutungsschwangere Ton, die überraschenden Wendungen und die gut entwickelten Charaktere sind ihm erhalten geblieben. Im Buch schildert der texanische Sheriff Ed Tom Bell alle Geschehnisse während seiner Ermittlungen in einem schief gelaufenen Drogendeal. Im Film (in dem er von Tommy Lee Jones gekonnt dargestellt wird) werden seine Monologe hingegen zwischen den Szenen per Voiceover eingesetzt. Diese Technik wird allerdings nur spärlich benutzt.

Ebenfalls zu sehen ist das Magnum Opus von Javier Bardem, der in der Rolle des soziopathischen Auftragskillers Anton Chigurh eine herausragende Leistung erbringt. Die Verfilmung fühlt sich genauso literarisch an wie der Roman, aber das Fehlen einer ständigen Erzählung sorgt für ein weitaus natürlicheres Seherlebnis. Die Coens erlauben den Zuschauern so, wirklich in diese zynische und nihilistische Welt einzutauchen. Kein Wunder, dass der Film bei der Oscarverleihung 2008 in den Kategorien Bester Film, Beste Regie und Bestes Drehbuch (adaptiertes Drehbuch) abräumte. Bardem erhielt den Preis für den Besten Nebendarsteller und das steht ihm auch wirklich zu.

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18. 2001: Odyssee im Weltraum (1968)

Zwei uniformierte Männer sitzen in einer Schaltzentrale
„2001: Odyssee im Weltraum“ von Stanley Kubrick © Everett Collection

Basierend auf: Eigentlich auf dem gleichnamigen Roman von Arthur C. Clarke, er erschien aber nach dem Film.

Warum der Film besser ist: In Bezug auf Buch und Film haben wir es hier mit einem recht interessanten Fall zu tun, denn die Romanfassung von 2001: Odyssee im Weltraum basiert dieses Mal auf dem Film und nicht umgekehrt. Regisseur Stanley Kubrick und der angesehene Science-Fiction-Autor Arthur C. Clarke hatten ursprünglich geplant, den Roman vor der Verfilmung gemeinsam zu schreiben, wobei verschiedene Teile von Clarkes ursprünglichen Kurzgeschichten (einschließlich seines Werks The Sentinel von 1951) und Homers Odyssee als Inspiration dienten.

Die beiden schufen ihre Projekte jedoch gleichzeitig, und der Film erschien nur wenige Monate vor Veröffentlichung des Buches. Kubrick war zwar Mitautor des Buches, doch offiziell wurde nur Clarke als Autor genannt. Clarke wurde im Drehbuch des Films jedoch als Mitverfasser genannt.

Ich empfehle sich sowohl den Film als auch das Buch mehrfach zu Gemüte zu führen, denn sie überspannen im wahrsten Sinne des Wortes Zeit, Raum und Dimensionen. Die Geschichte folgt einer Gruppe Astronauten, die nach der Entdeckung eines mysteriösen außerirdischen Monolithen zum Jupiter reisen. Während der Reise entpuppt sich ihr empfindungsfähiges Computersystem HAL als tödliche Maschine – die Story gipfelt in einem der erschreckendsten Showdowns, die man je auf der Leinwand gesehen hat.

Sowohl der Film als auch das Buch behandeln substanzielle Themen der menschlichen Evolution, wie beispielsweise die Ursprünge des menschlichen Bewusstseins und die Gefahren der künstlichen Intelligenz. Kubricks Film bleibt mit seinem beeindruckenden Soundtrack, seinen atemberaubenden Bildern und seiner höchst einfallsreichen nicht-linearen Erzählstruktur der eindeutige Favorit.

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Übersetzt aus einem Post von Julia Lynn Rubin.

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