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Game of Thrones – das Wichtigste zum legendären Fantasy-Epos

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Emilia Clarke in Game of Thrones
Emilia Clarke in Game of Thrones © HBO / IMAGO

Kaum eine Fernsehserie des letzten Jahrzehnts löste einen derartigen Hype aus wie Game of Thrones, das mitreißende Spektakel, das auf der Buchreihe „Das Lied von Eis und Feuer“ von George R. R. Martin basiert. Ein Spin-off befindet sich bereits in Arbeit.

Los Angeles – Mit der Adaption der Fantasyreihe „Das Lied von Eis von Feuer“ von George R. R. Martin landete der amerikanische Bezahlsender HBO einen weltweiten Volltreffer. Game of Thrones fesselte die Zuschauer wie kaum eine andere Serie und löste Woche für Woche heftige Diskussionen online und offline aus. Besonders umstritten waren die teilweise sehr grafischen Gewaltdarstellungen und die für US-amerikanische Verhältnisse ungewohnte Freizügigkeit.

Game of Thrones: Die Story und wichtigsten Charaktere

Anders als vielen anderen Fantasy-Autoren gelang es George R. R. Martin in der Vorlage von Game of Thrones, eine Balance zwischen Fantasy-Elementen und dem realen Mittelalter zu halten. Der fiktive Kontinent Westeros, in dessen Norden eine riesige Mauer die zivilisierten Sieben Königreiche von den angeblich barbarischen Wildlingen trennt, ist eindeutig an das römische Britannien und Hadrian‘s Wall angelehnt. Das Reitervolk der Dothraki jenseits des Meeres wiederum wurde von den Hunnen und Mongolen inspiriert.

Der Konflikt von Westeros

Die beiden wichtigsten Familien sind die reichen Lannisters aus dem Süden und die bodenständigen Starks aus dem Norden (deren Namen von den englischen Adelshäusern Lancaster und York aus der Zeit der Rosenkriege inspiriert wurden). Zum Auftakt der Serie bittet König Robert Baratheon seinen alten Freund Ned Stark, seine Burg Winterfell im Norden zu verlassen und ihm in der Hauptstadt King‘s Landing („Königsmund“ in der deutschen Buchübersetzung) im Süden zur Seite zu stehen. Robert ist mit der intriganten unglücklichen Cersei Lannister verheiratet, die eine heimliche Beziehung mit ihrem Zwillingsbruder Jaime führt, dem besten Ritter des Landes. Ned reist mit Ehefrau Catelyn und seinen Kindern Robb, Sansa und Arya gen Süden.

Als König Robert bei einem vermeintlichen Jagdunfall ums Leben kommt und sein Sohn Joffrey den Thron besteigt, geht Ned der Sache nach – und landet auf Cerseis Betreiben auf dem Schafott. Der empörte Norden schwört Rache und es kommt zum Bürgerkrieg, in den viele weitere Parteien hineingezogen werden. So sieht sich Stannis Baratheon als rechtmäßiger Thronerbe seines Bruders und zieht unterstützt von der geheimnisvollen Zauberin Melisandre in den Konflikt. Neds ältester Sohn Robb lässt sich zum König des Nordens erklären, scheitert aber wie schon sein Vater an der eigenen Ehrlichkeit.

Drachen und Wildlinge

Derweil reift jenseits des Meeres in Essos eine neue Gefahr heran: Daenerys Targaryen, Letztgeborene des ehemaligen Königshauses von Westeros, die als Baby mit ihrem älteren Bruder Viserys fliehen musste. Zu ihrer Hochzeit bekommt sie drei scheinbar versteinerte Dracheneier geschenkt, aus denen tatsächlich Drachen schlüpfen – und ihr eine potente Waffe zur Rückeroberung des Throns geben. Dabei sammelt sie eine ganze Reihe Getreue um sich, die ihr den Weg ebnen.

Die Kinder von Ned Stark folgen nach dem Tod des Vaters ihren eigenen Wegen. Die ältere Tochter Sansa wird zunächst mit dem Thronfolger Joffrey verheiratet, bis sie nach dessen Tod aus King‘s Landing fliehen kann, während es die jüngere Tochter Arya nach Braavos verschlägt, wo sie sich zur Attentäterin ausbilden lässt.

Eine weitere wichtige Rolle spielt der mysteriöse Jon Snow, den Ned Stark als seinen eigenen Bastard in der Familie aufgenommen hat und der als uneheliches Kind nur die Wahl hat, sich der Nachtwache anzuschließen, die die Mauer im Norden bewacht. Dort erkennt er, dass die angeblich barbarischen Wildlinge auch nur freiheitsliebende Stämme sind und dass die eigentliche Gefahr von den „Weißen Wanderern“ ausgeht, zombieartigen Gestalten, die durch den tief verschneiten Norden streifen.

Game of Thrones: Vorlage und Stil

Die Vorlage von George R. R. Martin zeichnet sich durch ihren ausschweifenden Stil und zahllose Nebenhandlungen aus. Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht verschiedener Protagonisten erzählt und erlauben so einen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Für die Serie musste die Vorlage stark gekürzt werden, was bei den Fans regelmäßig für Entrüstung sorgte. Heftige Kritik musste jedoch auch Martin selbst einstecken, der die versprochenen letzten beiden Bände nicht rechtzeitig für die Verfilmung fertigstellte. Die beiden Drehbuchautoren David Benioff und D. B. Weiss mussten ihre Version von Game of Thrones in den letzten beiden Staffeln selbst zu Ende bringen.

Bislang erschienen fünf Bücher der Reihe „Das Lied von Eis und Feuer“:

OriginaltitelDeutscher Titel*Erscheinungsjahr des Originals
A Game of ThronesDie Herren von Winterfell; Das Erbe von Winterfell1996
A Clash of KingsDer Thron der Sieben Königreiche; Die Saat des goldenen Löwen1999
A Storm of SwordsSturm der Schwerter; Die Königin der Drachen2000
A Feast for CrowsZeit der Krähen; Die dunkle Königin2005
A Dance with DragonsDer Sohn des Greifen; Ein Tanz mit Drachen2011

*Aufgrund der Länge wurde jedes deutsche Buch in zwei Taschenbücher unterteilt.

Game of Thrones: Darsteller*innen und Charaktere

Für viele junge Darsteller*innen von Game of Thrones bedeutete die Serie den großen Durchbruch. Ungewöhnlich dabei waren die sehr internationale Besetzung der Hauptrollen und die Tatsache, dass zahlreiche Rockmusiker und Bands Gastauftritte hatten, darunter Sigur Rós und Ed Sheeran.

Die wichtigsten Darsteller*innen im Überblick:

Mit Sibel Kekilli und Tom Wlaschiha waren auch zwei Deutsche in größeren Rollen zu sehen. Eine Ausnahmeerscheinung war der Isländer Hafþór Júlíus Björnsson, der 2018 zum stärksten Mann der Welt gekürt wurde. Er spielte den Ritter Gregor Clegane, besser bekannt als „der Berg“.

Game of Thrones: Rezeption und Auszeichnungen

Game of Thrones entwickelte sich zur erfolgreichsten Serie aller Zeiten für den Pay-TV-Sender HBO. Die ersten Staffeln erhielten durchweg sehr positive Kritiken. Gelobt wurde vor allem der Mut von George R. R. Martin, seiner Geschichte immer wieder überraschende Wendungen zu geben und auch beliebte Charaktere unverhofft zu Tode kommen zu lassen. Dadurch blieb die Handlung jederzeit spannend. Als positiv wurde angemerkt, dass Game of Thrones im Gegensatz zu den meisten Fantasy-Serien sehr vielfältige, starke Frauenfiguren beinhaltete, darunter Intrigenspinnerinnen wie Cersei, Margaery und Danaerys, aber auch Kämpferinnen wie Arya und Brienne.

Kritisiert wurde dagegen die Tatsache, dass sämtliche Hauptfiguren hellhäutigen Rassen angehörten. Dunkelhäutige Schauspieler*innen waren nur in einigen Nebenrollen zu sehen. Auch die explizite Gewalt, vor allem gegenüber weiblichen Figuren, war ein häufig geäußerter Kritikpunkt.

Bei den Emmy Awards, dem wichtigsten Fernsehpreis der USA, konnte Game of Thrones regelmäßig abräumen. 2015, 2016 und 2019 gewann die Serie jeweils zwölf Preise. Als einziger Schauspieler wurde Peter Dinklage viermal als bester Nebendarsteller für sein Porträt des scharfzüngigen Tyrion Lannister ausgezeichnet.

Game of Thrones: Fortsetzung folgt

George R. R. Martin schuf rund um die Buchreihe „Ein Lied von Eis und Feuer“ eine so umfangreiche Welt, dass Ankündigungen von Spin-offs nicht lange auf sich warten ließen. Die wichtigste neue Serie dürfte House of the Dragon werden, die die Vorgeschichte der Familie Targaryen und ihre Eroberung von Westeros erzählt. Sie spielt etwa 300 Jahre vor den Ereignissen von Game of Thrones. Zu den bislang bekannten Darstellern gehören unter anderem Emma D‘Arcy als Rhaenyra, Ex-Doctor Who Matt Smith als Daemon und Paddy Considine als König Viserys I. Wann die Serie bei HBO starten wird, ist derzeit noch nicht bekannt (Stand: Juli 2021).

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