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26 feministische Momente in „Grey‘s Anatomy“, die keinen Bullsh*t zulassen

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Von: Nadja Rödig

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Cristina sagt zu Meredith: “Er ist McDreamy, aber er ist nicht die Sonne. Das bist du.“
Feministische Grey's Anatomy-Momente © ABC via Allstar/Imago

Die Frauen aus „Grey‘s Anatomy“ sind die wahren McDreamys.

Shonda Rhimes ist bekannt für ihre Serien, in denen sich die weiblichen Hauptfiguren keinen Mist gefallen lassen und „Grey‘s Anatomy“ ist dafür das beste Beispiel. Die Serie ist nie besser als in den Momenten, wenn Ellen Pompeos, Meredith Grey und die anderen Ärztinnen des Seattle Grace für sich selbst und ihre Kolleginnen einstehen und hier sind mehr als genug Beweise dafür ...

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„Grey‘s Anatomy“: Die besten feministischen Momente

1. Izzie ist stolz auf ihre Vergangenheit als Model.

Bereits zu Beginn von „Grey‘s Anatomy“ erfahren wir, dass Dr. Izzie Stevens ihr Studium durch ihre Arbeit als Unterwäschemodel finanziert hat. Eine Tatsache, die ihr keinesfalls peinlich ist. Stattdessen steht sie zu der Arbeit, durch die sie sich selbst ein Medizinstudium und eine Karriere als Chirurgin ermöglicht hat.

2. Callie verlangt eine Beförderung und kündigt, als sie ihr verweigert wird.

Wenn du Dr. Callie Torres in ein paar Folgen „Grey‘s Anatomy“ gesehen hast, ist dir klar, dass sie ein Genie auf ihrem Fachgebiet der Orthopädie ist. Das weiß sie selbst am besten, weshalb Callie Dr. Webber nach ihrer Assistenzarztzeit direkt auf eine Beförderung anspricht. Als Richard einen älteren (aber nicht annähernd so genialen) Kollegen vorzieht, ist sie bereit ein Krankenhaus zu suchen, in dem ihr Talent angemessen wertgeschätzt wird.

3. Dr. Bailey stellt klar, dass Muttersein ihrer Karrie als Chirurgin nicht im Weg steht.

Ihre Schwangerschaft hat Dr. B nicht davon abgehalten, eine Spitzenchirurgin zu sein. Genauso wenig war das der Fall, als sie dann Mutter wurde. Als ein No-Name Kollege ihre Kompetenz trotz allem in Frage stellt, macht Miranda ein für alle Mal klar, dass ihre Mutterschaft sie sogar zu einer besseren Ärztin gemacht hat.

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4. Cristina steht zu ihrer Entscheidung, keine Kinder haben zu wollen.

Da Owen diese Tatsache einfach ignoriert, weil er hofft, seine Frau würde ihre Meinung noch ändern, muss Cristina (mehr als) einmal Klartext reden. Wobei sie kein Klischee, von wegen sie würde es sich schon noch anders überlegen, gelten lässt.

5. Bailey verarscht einen neuen Arzt, der nach dem „Nazi“ fragt.

Als ein neuer Kollege seine weiblichen Kolleginnen direkt abschreibt und nur mit dem Mann arbeiten will, den man im Seattle Grace den „Nazi“ (aka Dr. Bailey) nennt, lässt Miranda ihn den ganzen Tag für sich springen. Der Gesichtsausdruck als dieser Heini eins und eins zusammenzählt ist so ziemlich unbezahlbar.

6. Meredith stellt sich ihrer Mutter.

Einen klaren Tag im Krankenhaus nutzt Ellis Grey direkt mal um ihrer (Chirurgen!) Tochter zu sagen, wie enttäuscht sie von ihr ist. Dass Meredith ihre Beziehung aber fast genauso wichtig ist, wie ihre Karriere, macht sie noch lange nicht zu einer Versagerin oder schlechteren Ärztin. Deshalb ist es umso bestärkender, als Meredith endlich ihrer Mutter gegenüber alles aussprechen kann, was diese ihr emotional über Jahre aufgelastet hat.

7. Als Cristina Owen erklärt, wie man ihr ein richtiges Kompliment macht.

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8. Als wir in einem Rückblick sehen, wie Ellis Grey sich in ihrer Assistenzartztzeit gegen sexistische Kollegen und Vorgesetzte durchsetzen muss.

Eine Tatsache, auf die ihr langjähriger Kollege Richard schon öfter hingewiesen hat. Die Szene und Ellis unerschütterlicher Einsatz für ihre Patienten aber selbst noch einmal zu sehen war nochmal etwas ganz anderes.

9. Als Addison gegen ihre ausschließlich männlichen Kollegen um den Posten der Chefärztin angetreten ist.

Obwohl „Grey‘s Anatomy“ inzwischen schon viele Frauen in Führungspositionen gezeigt hat, stand Kate Walsh als Addison Montgomery zu Beginn der Serie als leitende Chirurgin einer Abteilung ziemlich allein da. Umso cooler war es, dass sie sich ohne Vorbehalte direkt in das Rennen für den Chefarzt-Posten geworfen hat. Und wenn wir ehrlich sind, wäre sie nicht die beste Wahl gewesen?

10. Dr. Bailey wird erste weibliche Chefärztin der Chirurgie am (ehemaligen) Seattle Grace.

Addison hat sicher mit den Weg bereitet, an die Spitze geschafft hat es schließlich aber Dr. B. Mitunter, weil sie selbst keinen Zweifel an ihrer Kompetenz und ihren Führungsqualitäten hatte. Ach, und ganz nebenbei hat sie auf dem Weg viele junge Kolleginnen bei ihren Karrieren unterstützt.

11. Meredith lässt sich weder von McDreamy noch McTierarzt in eine Beziehung drängen.

Dieses Liebesdreieck war nicht nur beim Zusehen anstrengend. Derek und Finn zerren an Meredith herum und behandeln sie wie einen Preis, den sie sich gegenseitig wegschnappen können. Meredith reicht‘s irgendwann und stellt eine Sache klar, die selbstverständlich sein sollte: Nämlich, dass sie gut behandelt werden will.

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12. Als Cristina zu Owen meinte, dass sie nicht zulassen will, dass er ein Stück von ihr nimmt.

Vielleicht ist dir auch etwas anders geworden, als Cristina erklärte, wie Burke sie damals Stück für Stück zu einer anderen Person gemacht hat. Und wie sehr sie bereut, es zugelassen zu haben. Einen Fehler, den sie mit Owen nicht wiederholen will, was sie ihm in einem emotionalen Moment auch genau so sagt.

13. Meredith lässt sich von Derek nicht als Hure bezeichnen.

McDreamy war in diesem Moment überhaupt nicht so traumhaft, wenn du mich fragst. Denn obwohl Derek Sheperd selbst verheiratet und mit Meredith befreundet ist, slutshamed er sie für ihren Versuch, über ihn hinwegzukommen. Nur lässt sich Grey das nicht gefallen und konfrontiert ihn mit seiner Doppelmoral.

14. April wehrt sich gegen die Witze der anderen über ihre Jungfräulichkeit.

Wann und ob eine Frau Sex hat, kann sie immer noch selbst entscheiden. Dass April mit Ende 20 noch Jungfrau ist, wird trotzdem zum größten Witz für ihre Kolleg*innen, was sie schließlich direkt und konsequent anspricht. In diesem Moment wird April nicht nur Meredith erst so richtig sympathischer.

15. Und April setzt sich als Stationsärztin durch.

Nicht nur privat lernt April für sich einzustehen. Als sie (absolut berechtigt) zur Stationsärztin ernannt wird, will sie so gut wie niemand richtig ernst nehmen. Was allerdings nicht heißt, dass sie das einfach so hinnimmt. Und letztendlich kann sie in ihrem Job sogar Dr. B Konkurrenz machen.

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16. Miranda trennt sich von ihrem Mann, als er ihr ein Ultimatum stellt.

Wenn es jemand liebestechnisch in „Grey‘s Anatomy“ so richtig versaut hat*, dann Tucker. Dr. Baileys erster Mann stellt sie in einer Ehekrise vor die Wahl: Ihr Pädiatrie-Stipendium oder ihre Ehe. Ein Ultimatum, dass kein liebender Partner stellen sollte, weshalb Bailey die einzig logische Konsequenz zieht.

17. Meredith revanchiert sich für Alex Schwestern-Spruch, indem sie einfach einen besseren Job macht als er.

Dr. Alex „Teufelsbrut“ Karev war in der ersten Staffel „Grey‘s Anatomy“ nicht gerade ein Sympathieträger. Besonders, da er seine Kolleginnen gerne mal als Krankenschwestern bezeichnet hat (ja, das war für ihn eine Beleidigung). Meredith reagiert darauf nicht einfach nur cool, sie stellt ihn direkt vor dem Chefarzt fachlich in den Schatten.

18. Als Jo nicht aufgibt und sich ihr Forschungsstipendium erkämpft.

Trotz mangelnder Geldmittel will Jo ihre Zukunft am Seattle Grace nicht aufgeben. In einem Badass-Moment erklärt sie Dr. Bailey, dass sie die Zukunft der Medizin ist. Sie wird schließlich tatsächlich wieder eingestellt und kann damit an ihrem Forschungsprojekt arbeiten.

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19. Cristinas Abschied von Meredith.

Cristina Yangs Abschied aus „Grey‘s Anatomy“ bringt einen echt zum Heulen.* Allerdings schafft sie mit einem der besten Zitate der Serie auch einen der stärksten Momente zwischen zwei Frauen: „Deine Wünsche sind mindestens so wichtig wie seine. Er ist McDreamy, aber er ist nicht die Sonne. Das bist du.“

20. Meredith sagt Derek, dass sie auch ohne ihn leben könnte.

Meredith Grey und Patrick Dempseys Derek sind lange das Herzstück von „Grey‘s Anatomy“, was aber nicht heißen soll, dass Meredith von Derek abhängig ist. Sie selbst ist eine ebenso brillante Chirurgin und ihr Leben dreht sich nicht allein um ihn.

21. Als Callie sich klar gegen Marks sexistische Aussagen positioniert.

Nach Lexies und Marks erster Trennung, ist der sichtlich angefressen. Ganz besonders als er erfährt, dass seine Ex-Freundin mit einem anderen schläft. Obwohl er selbst mit Addison im Bett war, wirft Mark Lexie vor ihn betrogen zu haben und will Beistand von seiner besten Freundin. Nur macht Callie dabei eben nicht mit, stattdessen zeigt sie ihm unbeschönigt seine sexistische Denkweise auf und lässt ihn damit stehen.

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22. Callie wehrt sich gegen ihren homophoben Vater.

Als Arizona und Callie zusammenkommen, sind Callies Eltern mehr als gegen die Beziehung. Ihr Vater bringt sogar einen Geistlichen ins Krankenhaus, um mit ihr zu sprechen. Callie steht darauf klar zu ihrer Beziehung und benennt das Verhalten ihres Vaters mit klaren Worten: „Lesbisch sein lässt sich nicht wegbeten.“

23. Als Arizona ihre neue Kollegin Teddy sofort unter ihre Fittiche nimmt.

Zusammenhalt unter Frauen gibt es bei „Grey‘s Anatomy“ nicht nur in gleichgeschlechtlichen Beziehungen. Arizona empfängt auch ihre neue Kollegin Teddy Altman mit offen Armen. Statt Konkurrenzdruck entsteht eine Freundschaft, die für einige der schönsten Momente der Serie sorgt.

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24. Als Meredith und Jackson sich dafür einsetzten, die Harper Avery Foundation zu ersetzen, nachdem Fälle von sexueller Belästigung bekannt werden.

Als herauskommt, dass gegen Jacksons Großvater Harper Avery über 30 Fälle von sexueller Belästigung vorliegen, schadet das dem Ruf der Stiftung beträchtlich. Meredith und Jackson machen sich darauf stark, die Foundation aufzulösen und im Namen von Jacksons Mutter und unter ihrer Verantwortung neu zu gründen. Womit sie sich deutlich von Harper Avery und seinen Verbrechen distanzieren und Solidarität mit den betroffenen Frauen zeigen.

25. Als Dr. Meredith Grey nach dem Gehalt verlangt, das ihr zusteht.

Vielleicht hast du auch mal erfahren, dass deine männlichen Kollegen beträchtlich mehr verdienen, als du selbst. Trotz deiner gleichwertigen oder sogar überlegenen Arbeit. So geht es auch Meredith, weshalb sie kompromisslos eine Gehaltserhöhung fordert, die Dr. Bailey auch (mit etwas Stolz in den Augen) sofort akzeptiert.

26. Und schließlich: Jedes Mal, wenn Meredith und Cristina einander als „ihre Person“ bezeichnet haben.

Trotz des unvorstellbaren Konkurrenzdruck haben diese zwei Ärztinnen von Folge 1 einen Weg gefunden, sich gegenseitig auf ihrem Karriereweg zu unterstützen. Und nicht nur das, sie sind dabei mehr als nur beste Freundinnen geworden. In jeder Lebenslage können sich die beiden aufeinander verlassen, ohne jegliche Wertung. (*sieht zu Owen und Derek*)

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Wie siehst du das? Welcher feministische Moment hat dich nachhaltig beeindruckt? Verrate es uns gerne in den Kommentaren. Und wenn du schon immer wissen wolltest, welche Ärztin aus „Grey‘s Anatomy“ du bist, kannst du das nach einem Tag am Seattle Grace* herausfinden. (*BuzzFeed.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA)

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