1. BuzzFeed
  2. Serien & Filme

7 Serien, die jeden nur noch nerven und 7, die viel zu früh zu Ende waren

Erstellt:

Von: Lukas Einkammerer

Kommentare

Tut mir leid, aber 19 Staffeln „Grey‘s Anatomy“ sind echt zu viel.

Für Serienfans und leidenschaftliche Binge-Watcher ist bei Netflix, Amazon Prime und Co. so einiges geboten. Egal ob Klassiker wie „Friends“, „Gilmore Girls“ und „Breaking Bad“ oder moderne Hits wie „Stranger Things“ – das Angebot im TV und auf den Streaming-Plattformen deckt so ziemlich jeden Geschmack ab. Einen neuen Publikumsliebling zu produzieren ist das eine, aber oft wissen Produzent:innen nicht, wann Schluss ist. Statt eines tränenreichen Abschieds nach fünf bis sechs Staffeln setzen sie dann lieber auf Overkill. Oder es ist genau das Gegenteil der Fall und ein Format verschwindet viel zu früh wieder aus dem Programm. Was uns dann mit ordentlich unausgeschöpftem Potenzial und unbeantworteten Fragen zurücklässt.

Wir nehmen dich mit auf eine Reise in die Welt der Serien, die aus rätselhaften Gründen immer noch die Bildschirme heimsuchen und die, die gerne noch länger hätten laufen können.

1. Läuft schon viel zu lange: Riverdale

via GIPHY

Am Anfang war „Riverdale“ echt unterhaltsam. Düstere Highschool-Atmosphäre, ein bunter Mix an Hauptfiguren und eine ordentliche Menge Mystery – was will man mehr? Mittlerweile ist der einstige Erfolgsgarant aber so weit abgestürzt wie fast keine andere Serie. Jede Staffel hat ein anderes Apokalypse-Szenario und das Drehbuch wirkt oft mehr wie eine Parodie als ein ernst zu nehmendes Fantasy-Drama. Zwar ist es schon eine Kunst, innerhalb weniger Folgen von Musical-Nummern und Teenie-Problemen zu Hexen und Multiversum zu wechseln, geben muss man sich das aber nicht unbedingt.

2. Lief nicht lange genug: Sherlock

via GIPHY

Benedict Cumberbatch ist als Doctor Strange in den Marvel-Filmen sehr überzeugend, die Rolle seines Lebens ist und bleibt aber Sherlock Holmes. An der Seite von Doctor Watson (Martin Freeman) stürzt er sich in 13 Folgen in atemberaubende Fälle, deren Lösungen jedes Mal aufs neue einfach nur genial sind. Da die beiden sympathischen Protagonisten inzwischen in Hollywood gut gebucht sind, dürfte es mit einer fünften Staffel schwierig werden – für alle, die noch immer „sherlocked“ sind, gilt aber: Daumen drücken, dann klappt es vielleicht ja irgendwann.

3. Lief viel zu lange: Supernatural

via GIPHY

Egal wie perfekt das Brüder-Gespann Dean (Jensen Ackles) und Sam Winchester (Jared Padalecki) auch gecastet war, irgendwann wurde „Supernatural“ dann doch eher zäh. Das Monster-of-the-week-Format aus den früheren Staffeln war abwechslungsreich und bot den Zuschauer:innen neben den übergreifenden Geschichten einen spannenden, wöchentlichen Dämonen-Unterricht. Als es zum Ende der Serie hin aber fast nur noch um biblische Weltbedrohungen und wiederkehrende Bösewichte ging, konnten auch die beiden Hotties die Serie nicht mehr retten.

4. Lief nicht lange genug: 2 Broke Girls

via GIPHY

Viele Sitcoms aus den 2010ern sind nicht unbedingt besonders gut gealtert und auch „2 Broke Girls“ hatte hier und da etwas fragwürdigen Humor. Dennoch lässt sich die Chemie zwischen Max (Kat Dennings) und Caroline (Beth Behrs) nicht leugnen. Dazu kamen eine nachvollziehbare Geschichte (wer träumt schließlich nicht davon, mehr Geld zu haben?), ulkige Nebenfiguren und eine echte Feel-Good-Stimmung. Umso enttäuschender also, dass die Reise der beiden Cupcake-Bäckerinnen nie fertig erzählt wurde. In meiner Fantasie sind sie gerade irgendwo da draußen und arbeiten an ihrem Traum von der eigenen Bäckerei. Ich kann die Vanille-Muffins von hier aus riechen.

5. Läuft schon viel zu lange: Die Simpsons

via GIPHY

Ja, die Simpsons sind legendär und laufen schon länger als die meisten von ums am Leben sind. Außerdem sind die Millionen loyaler Fans von Matt Groenings Cartoon-Klassiker Grund genug, um auch nach 34 (!) Staffeln noch neue Folgen zu produzieren. Trotzdem werden die Geschichten aus Springfield mit jedem Jahr langweiliger und auch der Humor ist lange nicht mehr das, was er mal war. Natürlich kann man sich die neuen Episoden noch gut anschauen – immerhin sind sie so zeitgenössisch veranlagt wie eh und je - mit neueren Serien wie „Rick and Morty“ haben Homer, Marge und Co. inzwischen aber mächtig Konkurrenz bekommen.

6. Lief nicht lange genug: Hannibal

via GIPHY

Es ist selten, dass eine ikonische Filmfigur auch ein zweites Mal genauso gut funktioniert. Hannibal Lecter ist da definitiv eine Ausnahme. Klar, an Anthony Hopkins Gänsehaut-Performance kommt so schnell niemand ran, Mads Mikkelsen ist aber nicht weit entfernt davon. Nachdem er im Bond-Streifen „Casino Royale“ schon seine Psycho-Muskeln flexen durfte, ist er in „Hannibal“ einfach nur köstlich böse. Aber selbst Kultstatus und alle Awards der Welt konnten die Show nicht vor dem Ende bewahren – das nach nur drei Staffeln und unzähligen offenen Handlungssträngen definitiv zu früh kam.

7. Lief viel zu lange: Shameless

via GIPHY

Wie viele andere US-Kopien von britischen Serien machte auch „Shameless“ alles ein bisschen größer und dramatischer. Das Drama war aber genau das, was das Leben der Gallagher-Familie auch nach etlichen Staffeln noch interessant machte. Die einzigartige Mischung aus schönen Momenten und tragischen Wendungen machte den Abstecher in die Vororte von Chicago so realistisch und brutal ehrlich. Trotzdem lief „Shameless“ definitiv zu lange. Spätestens als Hauptfigur Fiona den Ensemble-Cast verließ oder On-Off-Traumpaar Ian und Mickey sich das Ja-Wort gaben, hätte Schluss sein sollen. Auch dass sich in der letzten Staffel dann plötzlich alles um Corona drehte, war ein bisschen übertrieben.

8. Lief nicht lange genug: Fleabag

via GIPHY

An sich enden beide „Fleabag“-Staffeln genau zum richtigen Zeitpunkt und nach zwei so genialen Geschichten stellt sich eh die Frage, ob eine dritte überhaupt an deren Sensationserfolg anknüpfen könnte. Trotzdem würde ich mich nicht über neue Folgen rund um die namenlose Protagonistin (Phoebe Waller-Bridge) und ihre mehr als dysfunktionale Familie beschweren. Zwölf 20-Minuten-Folgen waren einfach nicht genug – vor allem, wenn man bedenkt, dass viele Serien zehnmal so lange laufen. „Crashing“, Phoebe Waller-Bridges Vorgängerprojekt, schaffte es sogar nicht mal in die zweite Runde. Einfach nur tragisch.

9. Läuft schon viel zu lange: Grey‘s Anatomy

via GIPHY

Ich war früher mal ein Hardcore-Fan von den jungen Ärzt:innen aus dem Seattle Grace Hospital (das anscheinend inzwischen Grey Sloan Memorial Hospital heißt – wild). Aber als „Grey‘s Anatomy“ nach dem sonst üblichen Lebensspann von acht oder neun Staffeln immer noch keine Anstalten machte, mal einen Schlussstrich zu ziehen, bin ich ausgestiegen. Inzwischen steht Staffel 19 in den Startlöchern und ich kann mich nur noch wundern, ob sich Ellen Pompeo nicht langsam langweilt. Mittlerweile kehren etliche der alten Charaktere nach und nach in die Show zurück – vielleicht ist der ursprüngliche Cast in Staffel 25 dann ja wieder zusammen. Dann würde ich auch mal wieder reinschauen.

10. Lief nicht lange genug: Firefly

via GIPHY

In der Welt der Science-Fiction gibt es einen Friedhof an vergessenen Serien, die kurz nach Sendestart wieder das Zeitliche segnen mussten. Vor allem Formate, in denen es um die Crews von Raumschiffen geht, die in die unendlichen Weiten aufbrechen, werden gerne nach ein bis zwei Staffeln wieder abgesetzt. So auch „Firefly“. Angeführt von Captain Malcom Reynolds (Nathan Fillion) stellt sich die tapfere Crew der Serenity Abenteuern und Gefahren im All. Nach 14 Folgen war aber plötzlich Schluss. Heute ist die Serie zum Kulthit geworden und offene Fragen, die Zuschauer:innen nach ihrer ersten und einzigen Staffel hatten, wurden 2005 in einem Spielfilm beantwortet. Na immerhin – davon können manche Serien nur träumen.

11. Läuft schon viel zu lange: The Walking Dead

via GIPHY

Neben Vampiren und dystopischen Gesellschaften runden Zombies die Heilige Dreifaltigkeit der ausgeschlachteten, modernen Geschichten ab. „The Walking Dead“ war trotz der eher weniger originellen Grundidee in den Anfangsjahren ein Riesen-Erfolg, was vor allem an den sympathischen Charakteren liegen dürfte. Spätestens nach der dritten Begegnung (und anschließender Konfrontation) mit anderen Überlebenden konnte aber auch der Cast rund um Rick (Andrew Lincoln), Carol (Melissa McBride) und Daryl (Norman Reedus) die Zombie-Apokalypse nicht mehr interessant machen. Ende November feiert endlich die letzte Folge Premiere. Wer dann aus irgendwelchen, unerklärlichen Gründen noch mehr Untoten-Gemetzel will, kann sich ja die beiden Ableger „Fear The Walking Dead“ oder „The Walking Dead: World Beyond“ anschauen.

12. Lief nicht lange genug: I Am Not Okay with This

via GIPHY

Superhelden-Serien haben in den letzten paar Jahren ordentlich an Popularität zugelegt. „The Boys“ ist eine düstere Version des Marvel Cinematic Universe und „Invincible“ ist einer der besten Erwachsenen-Cartoons seit Langem. Das Netflix-Original „I Am Not Okay with This“ macht es ein bisschen anders als diese Formate und liefert eine wunderbare Kombi aus Coming-Of-Age, queerem Storytelling und Superkräften. Umso enttäuschender, dass nach einer Staffel Schluss war – die zu allem Überfluss auch noch mit einem Cliffhanger geendet ist. Eigentlich waren neue Folgen schon bestätigt, der Streaming-Gigant gab im Sommer 2020 dann aber doch das Ende der Geschichte von Sydney Novak (Sophia Lillis) bekannt.

13. Lief viel zu lange: House Of Cards

via GIPHY

Man kann es sich kaum vorstellen, aber „House of Cards“ war die allererste Eigenproduktion aus dem Hause Netflix. Inzwischen hat die Streaming-Plattform ihrem Angebot unzählige eigene Filme und Serien hinzugefügt, „House Of Cards“ lässt sich aber nach wie vor gut anschauen. Die ersten beiden Staffeln zumindest. Mitzuerleben, wie sich Frank (Kevin Spacey) und Claire Underwood (Robin Wright) mit Intrigen und Manipulation ihren Weg ins Oval Office erschleichen, ist atemberaubend. Sobald Frank in den letzten Momenten der zweiten Staffel dann aber im Präsidentenstuhl sitzt, ist die Geschichte eigentlich zu Ende. Doof nur, dass dann noch vier Staffeln folgen - die den ersten beiden in Sachen Spannung und Mitfiebern deutlich unterlegen sind.

14. Lief nicht lange genug: Pushing Daisies

via GIPHY

Dem Streik der Drehbuchautor:innen fielen 2007 und 2008 etliche Projekte zum Opfer. Darunter auch „Pushing Daisies“, eine ulkige Comedy-Serie über den Kuchenbäcker Ned (Lee Pace), der eine besondere Gabe hat: Er kann tote Dinge wieder zum Leben erwecken. Tja, eine Sache konnte er leider nicht retten – die Show selbst. Zwar stand nach dem Streik eine zweite Staffel in den Startlöchern, die Einschaltquoten waren nach der langen Wartezeit aber im Keller. 2009 huschte deshalb die letzte Folge über die Fernsehschirme. Obwohl seitdem oft die Rede von einem möglichen Revival war, warten Fans noch immer vergeblich auf neue Episoden.

Welche Serie kannst du nicht mehr sehen und welche wünschst du dir zurück? Verrate es uns in den Kommentaren!

Und wenn du jetzt noch mehr zum Thema lesen willst, verraten wir dir auch noch unsere Top 20 der besten Serienmomente der letzten 20 Jahre.

Auch interessant

Kommentare