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Netflix‘ „Arcane: League of Legends“ ist die beste Serie 2021 und ich krieg sie einfach nicht aus dem Kopf

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Von: Nadja Rödig

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Vi und Jinx in „Arcane: League of Legends“ auf Netflix.
Arcane: League of Legends (Netflix) © Netflix

Tut mir leid „Squid Game“, du wurdest vom Thron gestoßen.

Ja, ich hab‘s gesagt! Die neue Netflix*-Serie „Arcane“ ist das Beste, was dieses Jahr auf irgendeinem Streaming-Anbieter erschienen ist. Bitte ... versuch mich ruhig vom Gegenteil zu überzeugen. AUSSER, du hast diese perfekte Serie rund um das „League of Legends“-Universum noch gar nicht geguckt. In diesem Fall lass mich dir ein paar verdammt gute Gründe nennen, warum sich diese Stunden deines Lebens zehnfach bezahlt machen werden!

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„Arcane: League of Legends“: Das Beste, was Netflix zu bieten hat

Vorab, du brauchst keine Angst vor Spoilern zu haben, mit denen werde ich mich für dich so gut es geht zurückhalten. Und wenn du dich jetzt fragst: „Muss ich wissen, was dieses „League of Legends“ überhaupt ist?“ oder „muss ich das Spiel mal gezockt haben, um die Serie zu verstehen?“ kann ich sagen: Nein und nein. Du brauchst null Vorwissen und „Arcane“ ist selbst, wenn du ausdrücklich kein Fan der Spiele bist, absolut sehenswert! Und ich sag dir auch warum ...

1. Das Worldbuilding

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... ist absolut grandios! Entschuldige, aber sieh dir nur mal diesen Shot an. Liegst du schon mit goldglänzenden Augen am Boden? Was du hier siehst, ist die Stadt Piltover - eine der zwei Hauptschauplätze von „Arcane: League of Legends“. Sie ist außerdem der Knotenpunkt für unzählige andere Orte, die in der Serie teilweise bereits gezeigt oder zumindest angeteast werden. Vorne weg natürlich das polare Gegenstück zu Piltover: die Unterstadt Zhaun.

Beide Orte sind absolut einmalig und unterscheiden sich nicht nur in der Optik extrem voneinander: Die eine wird angeführt von genialen Erfindern und blüht durch die Wissenschaft auf. Die andere ist in der Hand von Gewalt und Untergrundbossen. Die eine Seite ist reich und sorgenfrei, die andere kämpft ums Überleben. Piltover und Zhaun bieten die perfekte Einführung in die Welt von LoL, denn weder wird man als Newbie überfordert, noch sind der gigantischen Welt Grenzen gesetzt.

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2. Die Animation

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Ich habe das Gefühl in diesem Punkt sprechen Bilder mehr als Worte. Da stimmst du mir am Ende dieses Artikels sicher zu. Ich persönlich habe es noch nie erlebt, dass mich animierte Figuren emotional so sehr in ihren Bann gezogen haben. In jedem einzelnen Gesicht steckt so viel Ausdruck, dass es kaum noch Worte braucht. Die Mischung aus 3D- und 2D-Elementen ist nicht nur wunderschön anzusehen, sondern spielt auch inhaltlich eine tragende Rolle. Noch dazu unterstreicht der Steampunk-Look das ganze Feeling der Serie und macht „Arcane“ zu einem besonderen Erlebnis auf Netflix.

3. Eine Geschichte in 3 Akten

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Dass „Arcane: League of Legends“ nicht am Stück, sondern in drei Teilen veröffentlicht wurde, war nicht nur clever von Netflix und Riot Games (dem Spielentwicklungsunternehmen hinter LoL) als Event geplant, sondern auch im Sinne der Dramaturgie. Die klassische Drei-Akte-Struktur ist für Filme und Theaterstücke natürlich nichts Neues, sie so deutlich und gelungen in einer einzigen Staffel umgesetzt zu sehen, ist aber eher selten. Natürlich will ich dir an dieser Stelle nicht zu viel verraten, nur ein Tipp: Teil dir deinen Binge-Watch-Marathon am besten in jeweils drei Folgen ein. Du wirst sehen, warum es echt Sinn macht.

4. Die Charakterentwicklung

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An dieser Stelle muss ich dir dann doch ein biiiiiisschen was über „Arcane“ verraten, und zwar, um wen es denn jetzt überhaupt in der Serie geht. Wenn dir „League of Legends“ etwas sagt (ich nehme an, Fans haben die Serie noch an Tag 1 geguckt), weißt du, dass es VIELE unterschiedliche Champions gibt, aus denen du wählen kannst. Zwei davon stellt Netflix mit der Serie in den Mittelpunkt: Die Schwestern Vi und Powder.

Die Serie spielt nicht gerade an einem Wochenende, weswegen wir den beiden dabei zusehen, wie sie sich entwickeln und an den zunehmend angespannten Verhältnissen ihrer Welt wachsen, aber auch zerbrechen. Alles, was sie tun, ergibt für uns Sinn, können wir nachvollziehen. Einfach, weil wir die Schwestern so gut kennenlernen. Genauso wie jeden einzelnen der kleinen und großen Nebencharaktere. Niemand ist einfach nur „Mittel zum Zweck“.

5. Die komplexen „Schurken“

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Ich schreibe „Schurken“ und nicht Schurken und das mit gutem Grund. Keine Person in der Serie ist einfach „gut“ oder einfach „böse“. Wenn es jemals eine Serie gab, die weniger von Schwarz-Weiß-Denken hält, dann ist es „Arcane“. Denn am Ende des Tages steckt hinter jeder Figur etwas sehr Menschliches, eine tragische Vergangenheit, eine nachvollziehbare Motivation. Das macht es zwischendurch geradezu schwierig, auf welcher „Seite“ du stehen oder was du überhaupt fühlen sollst. Und damit kommen wir auch schon zum nächsten Punkt ...

6. Die Beziehungen in „Arcane“

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Davon gibt es SO viele und nein, ich spreche nicht (nur) von Liebesbeziehungen. Natürlich geht es in „Arcane“ allen voran um Vi und ihre kleine Schwester Powder, die trotz einer um sie herum einstürzenden Welt versuchen zusammenzuhalten. Diese kurze Zusammenfassung wird der Serie jedoch kaum gerecht ...

Denn es geht auch um die Beziehung eines Vaters zu seiner Tochter. Freundschaften. Partnerschaften. Einen Mentor und seine Schüler. Handels- und politische Beziehungen und letztendlich sogar um die zweier Städte, die kurz vor einem Krieg stehen.

7. Die Kampfszenen

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Okay, genug Gefühlsduselei. Kommen wir zu etwas, was „League of Legends“ mitunter ausmacht: die Kämpfe! Du kannst dir vorstellen, wo Konflikte sind, geht es auch mal richtig zur Sache. Und keine Sorge, das ist in „Arcane“ eher öfter als weniger der Fall. Tatsächlich würde es sich lohnen eine eigene Liste mit den coolsten Kampfszenen der Serie zusammenzustellen. Die sind unter anderem durch die sehr unterschiedlichen Kampfstile und Waffen der Charaktere, aber auch durch die Animation und besonders den dynamischen Einsatz der Kamera so großartig. Etwas, das in Animationsserien ja leider gern vernachlässigt wird.

8. Die Musik

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*Symboldbild: Ich während der Hälfte der Serie* Okay, natürlich sollte der Soundtrack kein ausschlaggebender Punkt sein, eine Serie zu gucken. Da wären wir beim Thema „Suicide Squad“ und darüber will ich ja mal wirklich nicht nachdenken. Im Fall von „Arcane“ tut die Musik aber genau das, wofür sie da ist: Sie unterstreicht die Szenen, das Tempo, die Atmosphäre und erzählt teilweise sogar die Geschichte mit.

Mal ganz abgesehen von dem genialen Intro! (Das einzige, das ich auf Netflix NIEMALS skippen würde.) Übrigens handelt es sich dabei um „Enemy“ von Imagine Dragons und die haben in der Serie sogar einen Gastauftritt. Ein weiteres musikalisches Highlight ist der Einsatz eines musikalischen Themes aus „League of Legends“, das ganz nebenbei bemerkt, bessere Songs produziert als 60 Prozent der Musikindustrie.

9. All die Easter Eggs

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Wie gesagt, du musst LoL nie gespielt haben, um „Arcane: League of Legends“ zu feiern. Mach Netflix an und hab Spaß! (Pack dir aber auch ein paar Taschentücher dazu.) Trotzdem ist die Serie natürlich eine Riesensache für Fans der Spiele und die Macher haben diese sicher nicht enttäuscht. Zum Beispiel sind neben vielen Champions, unzählige Anspielungen enthalten und jede Menge Easter Eggs im Hintergrund versteckt. Diese könnten in Staffel 2 sogar entscheidend für die Handlung werden! Und damit sind wir auch schon beim ...

10. Foreshadowing

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Falls du jemanden kennst, der oder die sich mit LoL auskennt, ist es vielleicht eine coole Sache, wenn ihr Netflix‘ „Arcane“ zusammen schaut. Zumindest, wenn du alle Details mitbekommen willst. Glaub mir, das macht die ganze Erfahrung nur NOCH besser. Denn an manchen Stellen verrät die erste Staffel schon mehr als dir auf den ersten Blick klar ist.

Zum Beispiel wird bereits heiß darüber diskutiert, ob nicht ein ganz bestimmter Champ in Staffel 2 seinen Auftritt haben wird und dann könnte eine gewisse Uhr natürlich auch noch sehr wichtig werden.

11. So. Viele. Gefühle!

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Wollte ich nicht mit dem emotionalen Kram aufhören? Tut mir leid, aber einmal muss ich es noch ansprechen ... Denn mein Gott! Was ist „Arcane“ bitte für eine Achterbahnfahrt?! Du solltest dich auf jeden Fall darauf gefasst machen zu leiden! Denn fröhlich durch den Park springen ist hier nicht auf dem Programm. Aber keine Sorge, du wirst jede einzelne Sekunde lieben!

12. Das gigantische Potenzial

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Wenn es nach Riot Games und Netflix geht, dürfte „Arcane“ erst der Anfang von etwas sehr, sehr Großem sein. Denk am besten in der Größenordnung: MCU. Dem könnte „League of Legends“ nämlich bald Konkurrenz machen, mit einer ganzen Reihe von Serien und Filmen. Klingt ziemlich hochgegriffen? Ist aber auch realistisch und eine ziemlich gute Idee, wenn du mich fragst. „Arcane“ hat quasi nur an der Oberfläche gekratzt, von dem, was noch alles möglich ist. Und ich hoffe doch sehr, dass wir uns in der Zukunft auf unzählige weitere Charaktere und Orte aus „League of Legends“ freuen dürfen.

So ... Wenn du jetzt nicht eh schon nebenbei Netflix geöffnet hast, kann ich dir nur empfehlen so bald wie möglich in die Welt von Arcane: League of Legends einzutauchen, es lohnt sich!

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Und wenn du neben „Arcane“ auch noch auf die Fortsetzung von „Squid Game“ wartest, sind hier ein paar Fantheorien*, die dir die Zeit bis dahin vertreiben. (*BuzzFeed.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA)

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