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Rekordinflation: Diese Lebensmittel sind im Mai besonders teuer geworden

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Von: Lisa Mayerhofer

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Gasgrill
Schlechte Nachrichten für Grillfreunde: Fleisch ist im Zuge der Inflation deutlich teurer geworden. (Archivbild) © Bernd Weißbrod/dpa

Schlechte Nachrichten für Grillfreunde: Fleisch ist im Zuge der Inflation deutlich teurer geworden. Aber auch viele andere Lebensmittel verzeichnen Preissteigerungen.

Wiesbaden – Die Inflationsrate in Deutschland hat ein Rekordniveau erreicht. Die Verbraucherpreise stiegen im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. „Eine ähnlich hohe Inflationsrate gab es zuletzt im Winter 1973/1974 im früheren Bundesgebiet“, erklärte der Präsident des Bundesamtes, Georg Thiel. Damals waren infolge der ersten Ölkrise die Mineralölpreise stark gestiegen.

Inflation stark von hohen Energie- und Lebensmittelpreisen beeinflusst

Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine habe sich der bereits zuvor beobachtete Anstieg der Preise für Energie „merklich verstärkt“ und beeinflusse die Inflationsrate „erheblich“, hob das Statistikamt hervor. Hinzu kommen Lieferengpässe durch unterbrochene Lieferketten – auch aufgrund der Corona-Pandemie – sowie „deutliche Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen“.

Energie verteuerte sich im Mai binnen eines Jahres um 38,3 Prozent. Die Preise für leichtes Heizöl verdoppelten sich nahezu (plus 94,8 Prozent); Erdgas verteuerte sich um 55,2 Prozent und Kraftstoffe wurden um 41,0 Prozent kostspieliger. Strom legte um 21,5 Prozent zu.

Inflation: Fleisch und Speiseöle sind besonders teuer geworden

Für Lebensmittel mussten Verbraucherinnen und Verbraucher im Mai ebenfalls deutlich tiefer in die Tasche greifen als ein Jahr zuvor: Die Preise stiegen im Vergleich zum Mai 2021 um 11,1 Prozent. Damit habe sich der Preisauftrieb nach einem Plus von 8,6 Prozent im April „erneut deutlich verstärkt“, erklärte das Bundesamt.

Eine Übersicht zeigt, dass beinahe alle Lebensmittel von Preissteigerungen betroffen sind – am stärksten Speiseöle und am schwächsten Getreideerzeugnisse. Aber auch Fleisch ist deutlich teurer geworden.

Der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, Sebastian Dullien, machte am Dienstag wenig Hoffnung auf ein baldiges Absinken der Inflationsrate. „Da sich bei den Preisen für Energie und Nahrungsmitteln auf dem Weltmarkt bislang keine Entspannung abzeichnet, dürfte auch die Inflation in Deutschland in den kommenden Monaten mindestens bis zum Jahresende hoch bleiben“, erklärte er. (lma/AFP)

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