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„Red Bull verleiht Putin Flügel“: Energydrink-Hersteller muss massiv Kritik für Russland-Geschäfte einstecken

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Von: Patricia Huber

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Protestaktion vor dem Red-Bull-Firmensitz
Mit einem großen Banner haben Pro-Ukrainische Aktivisten vor der Red-Bull-Zentrale pro protestiert. © Screenshot Twitter @SolidarityUKR

Eine Pro-Ukrainische Aktivistengruppe hat vor der Red-Bull-Firmenzentrale für Aufsehen gesorgt. Dort prangt ein großes Banner, welches die Russland-Geschäfte des Unternehmens kritisiert.

Fuschl am See – Der österreichische Energydrink-Hersteller Red Bull ist nicht nur im deutschsprachigen Raum sehr erfolgreich. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen 13.000 Mitarbeiter in 172 Ländern. Auch in Russland wird das Getränk weiterhin verkauft. Viele Firmen haben sich in Folge des Ukraine-Krieges komplett aus dem Land zurückgezogen – Red Bull jedoch nicht.

Red Bull: Ukraine-Aktivisten spannen Protestbanner vor Firmenzentrale

Der Getränke-Produzent hat zwar alle Marketingkampagnen in Russland eingestellt und investiert dort nicht mehr neu, doch die Einnahmen sprudeln immer noch. Das hat die Pro-Ukrainische Aktivistengruppe „Ukraine Solidarity Project“ zu einer großen Protestaktion bewegt. Sie haben vor der Red-Bull-Firmenzentrale im österreichischen Fuschl am See ein nach eigenen Angaben 400 Quadratmeter großes Banner gespannt. Darauf zu sehen ist Russlands Präsident Wladimir Putin, der auf dem berühmten roten Bullen aus dem Firmenlogo reitet.

Über dem Logo ist in englischer Sprache „Red Bull verleiht Putin Flügel“ zu lesen. Auf Twitter teilen die Aktivisten Bilder und Videos von ihrer Aktion. Dazu schreiben sie: „Red Bull möchte nicht, dass jemand darüber spricht, wie sie immer noch in Putins Russland Geschäfte machen. Also sind wir zu ihrem Hauptquartier gekommen, um eine neue, ehrliche Red-Bull-Werbekampagne zu starten.“

Protest gegen Russland-Geschäfte: „Putins Krieg kein Hindernis für Gewinne“

Zur Protestaktion wurde auch eigens eine passende Website erstellt. Dort ist außerdem zu lesen: „Mit der Entscheidung, Red Bull in Supermärkten in ganz Russland zu verkaufen, signalisieren die Chefs des Unternehmens, dass sie gerne weiterhin Steuern an das Kreml-Regime zahlen und dass Putins Krieg kein Hindernis für ihre Gewinne ist.“ Außerdem werden dort auch die Red-Bull-Sportler dazu aufgefordert, sich zu dem Thema zu äußern.

Der Getränkehersteller hat sich bisher nicht zur Protestaktion geäußert, berichtet der Spiegel. Auch eine Gesprächsanfrage vor Ort wurde laut Angaben der Aktivisten abgelehnt. (ph)

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