7 Dinge, die dir helfen, mit dem Krieg in Israel und schlechten News umzugehen
Uns auf Google folgenDiese Tipps helfen dir bei Weltschmerz und Hilfslosigkeit durch den Tag.
News-Ticker, Livestreams, Sondersendungen und unzählige Posts in den sozialen Medien – seit dem Angriff der Hamas auf Israel erreicht uns täglich eine Flut an Nachrichten. Neben Lageberichten aus der Ferne werden wir aber auch mit verstörenden Bildern aus Deutschland konfrontiert, die vor allem bei der jüdischen Bevölkerung Angst auslösen. Wenn du noch gar nicht weißt, was eigentlich los ist und den Nahost-Konflikt in drei Minuten besser verstehen möchtest, schau dir diese fünf Begriffe an.
Außerdem ist immer noch Krieg in der Ukraine und ein starkes Erdbeben sorgt in Afghanistan für Chaos: Viele von uns fühlen sich bei so einer Nachrichtenlage ohnmächtig und überfordert. Mit diesen Tipps geht es dir in schwierigen Zeiten vielleicht etwas besser.

1. Doomscrolling vermeiden: weniger Medien, dafür feste Uhrzeiten
Als im Februar 2022 die Ukraine angegriffen wurde, hat BuzzFeed News Deutschland die Psychologin Katharina Rohlfing gefragt, was du bei Ängsten und Panikattacken tun kannst. Ihr Tipp hilft dir vielleicht auch jetzt weiter: Vermeide „Doomscrolling“, also das Konsumieren von einer negativen Nachricht nach der anderen. Trotzdem kannst du auf dem Laufenden bleiben. Die Expertin rät, sich dafür ganz bewusst für ein oder zwei seriöse Medien zu entscheiden und für den Medienkonsum feste Zeiten einzuplanen.
2. Social Media: Nachrichten hinterfragen
Ob Krieg, Naturkatastrophen, oder auch Wahlen: Besonders in den sozialen Netzwerken prasseln die Nachrichten auf dich ein. Doch nicht alles, was du dort siehst, spiegelt auch die Realität wider – auch wenn es sich dabei um Accounts bekannter Persönlichkeiten handelt. Überlege dir deshalb gut, welchen Profilen du folgst und hinterfrage den Inhalt, besonders, wenn du diesen mit Freunden oder der Familie teilen willst.
Mehr zum Thema: Hier sind 5 Dinge, mit denen du Fake News zum Krieg in Israel umgehst.
3. Kindernachrichten statt Horrorbilder
Wer sich informieren will, aber dabei nicht mit gewaltvollen Bildern und komplizierten Phrasen konfrontiert werden möchte, kann auf Kindernachrichten zurückgreifen. Dort werden komplexe Konflikte so einfach wie möglich erklärt und das meist ohne reale Darstellungen aus Katastrophen- oder Kriegsgebieten.
4. Selbstfürsorge und Auszeit: Alles, was uns jetzt guttut, hilft
Sich ablenken, Spaß haben, mit Freunden unterwegs sein oder sich für eine Zeit komplett aus dem Weltgeschehen ausklinken, all das fühlt sich in den vergangenen Tagen manchmal nicht richtig an. Dabei müssen wir laut Rohlfing sogar dafür sorgen, dass es uns gut gehe. „Unser Leben darf weitergehen und wir müssen kein schlechtes Gewissen deswegen haben“, sagt sie.
5. Entspannungsübungen
Wenn der mentale Stress durch schlechte Nachrichten zur körperlichen Belastung wird, können Entspannungs- und Atemübungen, Meditation oder Sport helfen.
Mehr zum Thema: So kann sich Meditation positiv auf deine Psyche auswirken
6. Sich Hilfe holen
Wer mit seinen Gefühlen alleine nicht klarkommt, darf sich Hilfe holen. Therapeutinnen und Therapeuten werden dafür professionell ausgebildet und können dir dabei helfen, das negative Gedankenkarussell zu stoppen. Hier findest du im Folgenden wichtige Hilfsangebote und Ressourcen:
In Deutschland gibt es viele verschiedene Telefonseelsorgestellen, die zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym Beratung am Telefon anbieten. Die bundeseinheitlichen Telefonnummern 0800-1110111 oder 0800-1110222 sind kostenfrei. Die Telefonseelsorge bietet auch Beratung im Internet an.
Mehr zum Thema: 9 hilfreiche Dinge, die ich (bisher) in der Therapie gelernt habe
7. Aktiv werden
Vielleicht fühlst du dich besser, wenn du dem Geschehen etwas Positives entgegensetzen kannst. Wenn du dafür Kapazitäten hast, informiere dich, welche Art der Unterstützung wo gebraucht wirst. Das können Geld- oder Sachspenden an Hilfsorganisationen sein, eine helfende Hand vor Ort oder jemandem eine Unterkunft anbieten.
Mehr zum Thema Israel: Wie der Nahostkonflikt zumindest in deinem Klassenzimmer gelöst werden kann