„Tödlicher Anfall“: TikTok-Trend gefährdet die Beziehung zu deinem Haustier
Uns auf Google folgenDie Vierbeiner zu erschrecken, ist ein harmloser Spaß. Oder doch nicht? Das sagt eine Tierärztin dazu.
Mit dem Song „Little Life“ von Cordelia posten Nutzer:innen auf TikTok Videos, um süße Momente aus ihrem Leben zu zeigen. @mariahphipps1 schreibt, wie sehr sie sich freut zur selben Zeit wie ihre beste Freundin auf der Welt zu sein. Sie nennt sie ihr Zuhause und einen sicheren Ort.
Mittlerweile nutzen TikToker:innen den Sound, um Freund:innen, Familie oder Hunde zu erschrecken. Petra Sindern, Vizepräsidentin des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte, erklärt, warum der Trend problematisch ist. Im vergangenen Jahr haben TikToker:innen Tiere zur Melodie von Taylor Swift gefährdet.
TikTok-Trend kann Tier- zu Halter:in-Beziehung gefährden
In den Videos singen Haustierbesitzer:innen den Text plötzlich und laut. Das erschreckt die Tiere. Laut Sindern können diese TikTok-Trends die Tier- zu Halter:in-Beziehung stören und bei Wiederholungen sogar zerstören. Obwohl viele Nutzer:innen diese Videos unheimlich witzig finden, sind sie für das Wohl der Vierbeiner nicht von Vorteil.
Der Spaß kann schnell nach hinten losgehen: Es ist nicht auszuschließen, dass der Versuch, die Tiere zu erschrecken zu einer Beißattacke führen kann. In einem Video ist ein Husky zu sehen, der nach seiner Besitzerin schnappt, denn für die Hunde ist das eine natürliche Verteidigungsreaktion.
Auch gesundheitliche Folgen können für die Vierbeiner entstehen. Bei Vorerkrankung oder -schädigung des Herzens können sie „durch so einen Unsinn einen tödlichen Anfall erleiden“, sagt Sindern.
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Der richtige Umgang mit den Tier-Videos

Die Tierärztliche Hochschule Hannover führte 2023 mit der Kampagne „Kein Like für Tierleid“ ein groß angelegtes Projekt durch. Damit wollte sie auf Defektzucht, wie zum Beispiel bei Französischen Bulldoggen und das Zurschaustellen der Vierbeiner aufmerksam machen. Zum Tierwohl rät Sindern solche Videos weder anzuklicken noch zu liken. Dadurch bekommen sie weniger Aufmerksamkeit und Reichweite.
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