Laura Loomer schlägt wegen demokratischer Siege bei den Zwischenwahlen Alarm: „Amerika ist am Ende“

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MAGA-Aktivistin Laura Loomer äußert sich besorgt über demokratische Siege bei den Midterms.
MAGA-Aktivistin Laura Loomer äußert sich besorgt über demokratische Siege bei den Midterms. © © IMAGO / UPI Photo / Archivbild

Nach der Zwischenwahl-Niederlage zerlegt sich MAGA: Loomer und Carlson sehen die Republikaner am Ende, Minaj hält Trump die Treue. Und was sagt Trump?

Die konservative Kommentatorin Laura Loomer und der frühere Trump-Verbündete Tucker Carlson haben wegen der Niederlagen der Republikaner bei den Zwischenwahlen Alarm geschlagen. Damit treten wachsende Spaltungen innerhalb der MAGA-Bewegung zutage, während Nicki Minaj ihre Unterstützung für Präsident Donald Trump noch einmal bekräftigte.

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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com

Die Demokraten sicherten sich bei den Wahlen am Dienstag die Kontrolle über das Repräsentantenhaus und den Senat. Damit versetzten sie Trump und den Republikanern einen schweren politischen Rückschlag und schufen die Voraussetzungen dafür, dass die letzten zwei Jahre seiner Präsidentschaft unter völlig anderen Vorzeichen stehen werden.

Die Siege der Demokraten gingen weit über die traditionell umkämpften Staaten hinaus: Die Partei erzielte erhebliche Zugewinne in Bundesstaaten, die seit Langem als republikanische Hochburgen gelten. Die Ergebnisse werfen Fragen über die Zukunft der Republikanischen Partei und Trumps Einfluss auf die konservative Bewegung auf. Zudem stellt sich die Frage, ob sich die MAGA-Koalition vor der Präsidentschaftswahl 2028 erholen kann.

Laura Loomer zeichnet ein düsteres Bild

Loomer, eine langjährige Verbündete Trumps, bewertete die Ergebnisse in einem Beitrag auf X besonders pessimistisch: „Amerika ist am Ende. Es wird keinen Wiederaufbau geben.“ Sie sagte voraus, dass die Demokraten bis 2032 den Senat kontrollieren, die Präsidentschaftswahl 2028 gewinnen und möglicherweise den Obersten Gerichtshof erweitern würden. Zugleich würden sie Washington, D.C., und Puerto Rico den Status von Bundesstaaten verleihen. „Die Demokraten werden für immer eine Supermehrheit haben“, behauptete sie und forderte Konservative auf, Botschaften keinen Glauben mehr zu schenken, wonach sich die Republikaner nach den Niederlagen wieder aufbauen könnten.

Auch Carlson bezeichnete die demokratische Erfolgswelle bei den Zwischenwahlen als „Desaster“, während der frühere nationale Sicherheitsberater Michael Flynn die Niederlagen der Republikaner eine „Vernichtung“ nannte. Minaj bekräftigte unterdessen nach den Zwischenwahlen ihre Unterstützung für Trump und erinnerte ihre Fans auf X daran: „Trump ist IMMER NOCH euer PRÄSIDENT.“ Die Rapperin zählt inzwischen zu den prominentesten und lautstärksten Unterstützern des Präsidenten und trat in den vergangenen Monaten bei Veranstaltungen und Kundgebungen der Republikaner an seiner Seite auf. Newsweek hat das Weiße Haus um eine Stellungnahme gebeten.

Tucker Carlson: Die Republikanische Partei ist „implodiert“

Carlson, der sich von einem Verbündeten Trumps zu einem Kritiker gewandelt hat, bewertete das Abschneiden der Republikanischen Partei ebenfalls drastisch und erklärte auf X: „Die Republikanische Partei ist gerade implodiert.“ In The Tucker Carlson Show fügte er hinzu: „Nun, das war ein Desaster. Und nicht nur ein Desaster im übertragenen Sinne, sondern ein echtes Desaster.“ Der frühere Fox News-Moderator argumentierte, das Ausmaß der republikanischen Verluste gehe über einen gewöhnlichen Rückschlag bei Zwischenwahlen hinaus, und verglich das Ergebnis sogar mit dem Untergang der Lusitania.

Er verwies auf Niederlagen in republikanischen Hochburgen wie Ohio und Texas sowie auf einen möglicherweise historischen Sieg der Demokraten in Mississippi. Carlson hob außerdem eine Wahl zum Parlament von Alabama hervor, bei der seinen Angaben zufolge eine transgeschlechtliche Person für die Demokraten einen republikanischen Amtsinhaber in dem zutiefst republikanisch geprägten Bundesstaat besiegte. „Wie schlecht lief es gestern Abend für die Republikaner in Alabama?“, fragte er. „Eine transgeschlechtliche Person der Demokraten hat einen republikanischen Amtsinhaber im Repräsentantenhaus des Bundesstaates geschlagen.“

Der konservative Kommentator hatte sich im Februar wegen der Beteiligung der Vereinigten Staaten am Irankrieg von Trump losgesagt. Seitdem hat er sich dafür entschuldigt, Trump in dessen Wahlkampf 2024 unterstützt zu haben.

MAGA-Persönlichkeiten wenden sich nach der Niederlage der Republikaner gegen Trump

Die Wahlergebnisse haben auch Spaltungen unter prominenten konservativen Kommentatoren und Politikern offengelegt. Einige machten Trumps Politik für die Niederlagen der Republikaner verantwortlich, andere verteidigten den Präsidenten. Als besonderer Streitpunkt erwies sich der Irankrieg: Kritiker argumentierten, der Konflikt habe zusammen mit steigenden Lebenshaltungskosten und anderen Prioritäten der Regierung zum historischen Sieg der Demokraten beigetragen. Zu denen, die Bedenken wegen der republikanischen Niederlage und des Kurses der Regierung äußerten, gehörten der Kommentator Matt Walsh, der politische Influencer Mike Cernovich, der frühere nationale Sicherheitsberater Michael Flynn und der Verschwörungstheoretiker Alex Jones.

Jones erklärte am Dienstag in seiner Sendung, er befinde sich „zu 100 Prozent im Krieg“ mit Trump. Flynn nannte das Ergebnis eine „Vernichtung“, während Walsh die historische demokratische Erfolgswelle als „politische Katastrophe historischen Ausmaßes“ bezeichnete. Er machte Trump direkt dafür verantwortlich, den Irankrieg begonnen und sich auf den Ballsaal des Weißen Hauses konzentriert zu haben. Auch die frühere Abgeordnete Marjorie Taylor Greene, die zunehmend mit dem Präsidenten gebrochen hat, gab Trump die Schuld an den Niederlagen der Republikaner. Die Ergebnisse seien eine Absage an seine Präsidentschaft und seine gebrochenen Wahlversprechen.

Am Dienstag bezeichnete Greene die Wahl bei einem Auftritt auf CNN als „ein umfassendes Referendum über Donald Trump“. Sie argumentierte außerdem, die Republikaner im Kongress hätten die Wähler im Stich gelassen, weil sie sich weigerten, Trump entgegenzutreten. „Ich glaube, viele von ihnen werden weiterhin schweigen, aber genau das wird der große Fehler sein“, sagte sie. Nicht alle in der MAGA-Bewegung haben sich gegen Trump gewandt. Die konservativen Persönlichkeiten Lara Logan, eine frühere Fox News-Moderatorin, Chaya Raichik, die die beliebten LibsofTikTok-Konten betreibt, und Kari Lake, Trumps Kandidatin für den Botschafterposten in Jamaika, verteidigten den Präsidenten oder richteten ihre Kritik gegen Demokraten, Medien, bestimmte Republikaner oder mutmaßliche Wahlunregelmäßigkeiten.

Was sagte Nicki Minaj zu den Wahlergebnissen?

Minaj veröffentlichte nach den Niederlagen der Republikaner auf X mehrere Stellungnahmen, in denen sie Trump verteidigte und mehrere siegreiche republikanische Kandidaten feierte. „Trump ist IMMER NOCH euer PRÄSIDENT“, schrieb sie, bevor sie ergänzte: „Die KÖNIGIN ist IMMER NOCH eure OBSESSION.“ Sie lobte auch Vizepräsident JD Vance mit den Worten „Eine großartige Einschätzung des VIZEPRÄSIDENTEN“ und gratulierte mehreren Wahlsiegern, wobei sie die Abgeordneten Anna Paulina Luna und Byron Donalds ausdrücklich nannte. Am Mittwoch ergänzte Minaj in ihrem X-Beitrag: „Ich stimme nicht ab, ich lege mein VETO ein.“

Minaj ist Trump im Jahr 2026 zunehmend nähergekommen und hat sich von einer früheren Kritikerin zu einer seiner lautstärksten prominenten Unterstützerinnen entwickelt. Im Januar bezeichnete sie sich bei einer Veranstaltung des Finanzministeriums zur Förderung der Regierungsinitiative „Trump Accounts“ als Trumps „Fan Nummer eins“. „Der Hass oder das, was die Leute zu sagen haben, berührt mich überhaupt nicht. Es motiviert mich sogar, ihn noch stärker zu unterstützen“, sagte sie.

Im vergangenen Monat stand sie zudem bei einer Wahlkampfkundgebung der Republikaner in Port Huron im Bundesstaat Michigan mit Trump auf der Bühne und rief die Wähler dazu auf, die republikanischen Kandidaten Mike Rogers und John James zu unterstützen. „Präsident Trump, es ist mir jedes Mal eine Ehre, an Ihrer Seite zu stehen“, sagte sie. „Und ich werde Sie für immer und ewig weiter unterstützen. Wenn Sie erneut kandidieren, werde ich Sie wieder unterstützen.“ Die Verfassung verbietet es Trump, für eine dritte Amtszeit zum Präsidenten gewählt zu werden.

Warum unterstützt Nicki Minaj Donald Trump?

Minaj hat zuvor erklärt, ihr politischer Kurswechsel sei zum Teil auf die ihrer Ansicht nach ungerechte Behandlung Trumps sowie auf ihre Frustration über Politiker der Demokraten zurückzuführen. Sie würdigte außerdem die republikanische Abgeordnete Anna Paulina Luna dafür, ihr nach einer Reihe von Swatting-Vorfällen an ihrem Haus in Kalifornien geholfen zu haben, bei denen durch falsche Notrufe Polizeieinsätze ausgelöst wurden.

Minaj sagte, sie habe den kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom um Unterstützung gebeten. Sie behauptete jedoch, er habe auf ihre Bitten um ein Treffen nicht reagiert. Die Rapperin erklärte, diese Erfahrung habe zu ihrer Entscheidung beigetragen, sich deutlicher zu ihren politischen Ansichten zu äußern.

Was hat Donald Trump über Nicki Minaj gesagt?

Trump hat Minaj öffentlich gelobt und ihr zunehmend sichtbares Engagement in der Politik der Republikaner begrüßt. Bei ihrem gemeinsamen Wahlkampfauftritt im Oktober in Michigan stellte er sie als „Königin des Rap“ vor und scherzte, er lasse sich nicht gern von der Grammy-nominierten Künstlerin in den Schatten stellen. „Ich werde nicht gern in den Schatten gestellt“, sagte Trump. „Und diese Frau stellt mich in den Schatten, und das ärgert mich.“ Nach Minajs Ansprache lobte Trump sie erneut und sagte seinen Anhängern: „Ihr seht, warum alle Nicki mögen.“

„Sie ist ein ganz, ganz besonderer Mensch. Sie versteht, worum es geht“, fügte er hinzu. Auch das Weiße Haus schien ihr wachsendes politisches Engagement zu begrüßen. Kommunikationsdirektor Steven Cheung scherzte auf X, Minaj könnte die nächste Pressesprecherin der Regierung werden. Ihrem Auftritt bei der Kundgebung in Michigan war ein Interview mit Lara Trump vorausgegangen, in dem Minaj junge Amerikaner zur Teilnahme an den Zwischenwahlen ermutigte und sie aufforderte: „Wählt jetzt republikanisch.“

Wie geht es für die Republikaner weiter?

Die Siege der Demokraten verschaffen der Partei erstmals während Trumps zweiter Präsidentschaft die Kontrolle über beide Kammern des Kongresses. Die Republikaner haben bereits begonnen, sich mit Fragen zu ihrer Führung und den Gründen für die Niederlage auseinanderzusetzen. Der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, kündigte nach den Verlusten seiner Partei seinen Rückzug an. Zugleich begannen die Republikaner darüber zu diskutieren, wer ihre Fraktion in der Minderheit führen sollte. Die Wahlergebnisse haben auch die kritische Prüfung von Trumps politischer Strategie verschärft, einschließlich seiner Wahlempfehlungen und seiner Entscheidung, die Zwischenwahlen zu einem Referendum über seine Präsidentschaft zu machen.

Trump wies jedoch die Einschätzung zurück, die Ergebnisse seien eine persönliche Absage an ihn. In einem Beitrag auf Truth Social formulierte er es noch nachdrücklicher: „Ich stand nicht auf dem Stimmzettel, und wenn ich darauf gestanden hätte, hätten wir einen ERDRUTSCHSIEG errungen!“ Auch gegenüber Fox News erklärte er, er betrachte das Ergebnis nicht als Schlag gegen sich, und verwies auf erhebliche Erfolge seiner Regierung.

Trump verteidigt den Irankrieg und kündigt Vetos an

Der Präsident räumte ein, dass der Irankonflikt bei der Niederlage der Republikaner eine Rolle gespielt habe, insbesondere angesichts steigender Benzinpreise und wirtschaftlicher Sorgen. „Ich glaube, ein Teil davon lag am Iran“, sagte Trump gegenüber Fox News, verteidigte aber seine Entscheidung, den Militäreinsatz zu beginnen. Trump schien außerdem einen Teil der Verantwortung auf republikanische Kandidaten abzuwälzen und fragte, ob sie genug getan hätten, um Wähler zu mobilisieren. Zudem warf er dem konservativen Sender Fox News vor, durch Sendezeit für demokratische Stimmen zu den Niederlagen der Republikaner beigetragen zu haben.

Trotz des Rückschlags deutete Trump an, er werde sein Vetorecht als Präsident nutzen, um Gesetzesvorhaben des künftigen, von den Demokraten kontrollierten Kongresses zu blockieren. „Sie können, wissen Sie, 50 verschiedene großartige Gesetzesvorlagen schicken, von denen sie alle begeistert sind, und ich schicke sie mit einem hübschen Stempel zurück – ‚Veto‘“, sagte er.

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