7 Dinge, die deinen Alltag in Deutschland endlich erleichtern
Uns auf Google folgenKarl Lauterbach könnte unseren Gang zur Apotheke revolutionieren. Doch in unseren verstaubten Aktenordnern warten weitere Problemstellen.
Nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ist Deutschland im Bereich der Digitalisierung des Gesundheitssystems ein „Entwicklungsland“. „Es ist ehrlich gesagt überhaupt nicht mehr vertretbar, dass wir in der heutigen Zeit noch immer die Rezepte über Papier ausdrucken“, sagte der SPD-Politiker bei der Vorstellung des E-Rezeptes.
Seit 1. Juli ist es in ersten Apotheken möglich, ein E-Rezept abzurufen. „Ich gehe davon aus, dass 2,4 Millionen E-Rezepte bis zum jetzigen Zeitpunkt eingelöst worden sind. Und bisher sind die Erfahrungen sehr positiv“, sagte Lauterbach. Für Ärztinnen und Ärzte soll es vom 1. Januar 2024 an zur Pflicht werden, Verschreibungen elektronisch auszustellen.
Digitalisierung könnte bei diesen 7 Dingen unser Leben erleichtern
Rezepte sind nicht das Einzige, was in Papierform nur noch nervt. Die Digitalisierung hinkt in Deutschland an vielen Stellen.
Hier sind sieben weitere Dinge, die dringend digitalisiert werden sollten:
1. Anmeldung in einer neuen Stadt
Jeder, der schon einmal umgezogen ist, kennt es: Um sich umzumelden, braucht man einen Termin beim Bürgeramt. In Städten wie Berlin kann die Wartezeit darauf mehrere Monate dauern.
2. Einfach jeden Termin bei Ämtern
Nicht nur die Anmeldung, auch andere Termine beim Bürgeramt, sollten endlich überflüssig werden. Wenn du einen neuen Personalausweis oder Reiseausweis beantragen möchtest, könnte das dann über einen Klick möglich sein. Während der Corona-Pandemie gingen solche Vorgänge in vielen Städten kurzzeitig digital – danach plötzlich nicht mehr. Warum konnten wir nicht beibehalten, was gut funktioniert hat?
Dasselbe gilt auch für Termine beim Finanzamt und allen anderen Ämtern:

3. So ziemlich alles in Schulen
An manchen deutschen Schulen gibt es immer noch Overhead-Projektoren und Kreidetafeln – kein Witz. Der geplante Digitalpakt soll das ändern und die Digitalisierung vorantreiben, etwa mit W-LAN und Tablets. Ob er wirklich in Kraft tritt, bleibt ungewiss. Ohne Digitalpakt müssen Schüler damit leben, dass der Unterricht eher im 19. Jahrhundert statt im digitalen Zeitalter stattfindet.
4. Krankschreibung
Arbeitgeber können die Krankschreibung ihrer Arbeitnehmer online bei der Krankenkasse abrufen. Bei den eigentlichen Patienten ist das nicht so: Warum bekommen wir nochmal diesen pinken Zettel mit nach Hause? Ist ja nicht so, dass wir keine E-Mail-Adresse hätten.
Auch telefonisch ist es seit dem Ende der Pandemie nicht mehr möglich, sich krankschreiben zu lassen – wir müssen uns krank zur Ärztin schleppen. Unser Autor argumentiert dagegen, dass es zur telefonischen Krankschreibung zwei bessere Alternativen gibt.
5. Kassenbons
Die langen weißen Zettel, die am Ende in der Schublade oder im Müll landen: Kassenbons. Um zu beweisen, dass wir etwas gekauft haben, ergeben sie zwar manchmal Sinn, aber trotzdem: Warum kann man sie sich nicht einfach auf sein Handy laden?
In Frankreich ist die Bonpflicht seit Anfang August übrigens abgeschafft. Zuvor wurden in dem Land jedes Jahr 12,5 Milliarden Kassenbons gedruckt, was laut Regierung 150.000 Tonnen Papier, 25 Millionen gefällte Bäume und 18 Milliarden Liter Wasserverbrauch verursachte, wie der europäische Nachrichtensender Euronews berichtet. In Deutschland werden die Zahlen nicht niedriger sein.
6. Nachweise zur Steuer, Sozialversicherung und Co.
In den Regalen der meisten Haushalte in Deutschland stehen fette Aktenordner. Denn wir erhalten noch immer eine Menge Briefe vom Staat. Dasselbe gilt für Rechnungen und alle möglichen Anträge: Kindergeld, Elterngeld, Versicherungen.
Selbst wenn man den Antrag mittlerweile online abschicken kann, wie zum Beispiel bei den Rundfunkgebühren, bekommt man meistens eine Antwort per Brief zurück. Immerhin nicht als Fax ...
Statt die aufgezählten Dinge zu digitalisieren, denkt Deutschland schon an den digitalen Euro.
(Mit Material der dpa)