„Denk nicht einmal daran“ – Mutter berichtet, was die Generation Alpha nicht mehr cool findet
Uns auf Google folgenBye bye Leggings und niedliche Handyhalterungen mit Smileys – die Gen A sagt, ihr seid out!
TikTok ist mal wieder da, um uns etwas beizubringen, wie zum Beipspiel den Unterschied zwischen Raum und Zimmer. Die Gen Alpha ist die Generation nach der Gen Z, geboren zwischen den 2010er und frühen 2020er Jahren. Die ältesten sind etwa 13 Jahre alt, und sie sind hinter deinen Skinny Jeans und PopSockets her.
Als Millennial ohne Kinder habe ich keine Ahnung, was diese Generation überhaupt tut. Wie verbringen sie ihre Zeit am liebsten? Welchen Slang benutzen sie? Was ist ihrer Meinung nach cool und uncool? Millennials erkennst du an diesem Kleidertrend sofort, doch die Gen Alpha macht Schluss mit ihren Trends.
Als ich auf Faith Hitchons „Trend Report“-Serie auf TikTok stieß, war ich sofort fasziniert. Die 35-jährige Marketing-Managerin und Mutter lebt in Los Angeles. Ihre Videos gingen mehrfach viral. Sie teilt die Trends, die Gen Alpha für „in“ und „out“ hält. Die sichere Quelle ihrer Informationen ist ihre Tochter India, die in die Mittelstufe geht.

Ja, so streng ist Gen Alpha.
Hitchons berichtet live von der Fahrgemeinschaftsschlange vor India’s Schule und über alles, was die Gen A betrifft. Mode, Slang und alles dazwischen. In ihrem Video sagt Hitchons über die Gen A: „Denk nicht einmal daran, Hosen zu tragen, die auch nur ansatzweise eng sein könnten. Versucht es gar nicht erst. Eine Straight Leg-Jeans ist grade so akzeptabel.“
„Der größte Trigger scheint für die Millennials die Skinny-Jeans zu sein“, erklärt Hitchons BuzzFeed US, „was ich witzig finde. Skinny-Jeans sehen an etwa 50 Prozent der Leute, die sie tragen, gut aus. Ich verstehe also nicht, warum sie so gegen lockerere Hosen sind. Aber ich kann dir sagen, dass sie deswegen GENERVT sind.“
Außerdem erzählt sie: „Starface-Pimplepatches sind wie eine soziale Währung. Sie sind auch ein Ersatz für Geld, habe ich mir sagen lassen. Man kann sie also gegen andere Dinge eintauschen. Sie sind das Accessoire schlechthin und nicht nur da, um Pickel zu verdecken.“ Was auch in ist, sind die langen, flippigen 2000er-Haarschnitte, die wir schon aus der Mittelstufe kennen. Ihre Tochter nennt ihn den „Chad-Cut“. Was noch? „Hoodies, Hoodies, Hoodies, keine einzige Strickjacke in Sicht. Es gibt generell kaum Jacken. Alles dreht sich um Hoodies.“
Mutter und Tochter streiten über „K“ als Antwort auf Nachrichten
Das ist aber noch nicht alles. In einem anderen Video erzählt sie, dass wir den Augen von Gen A „PopSockets am Handy direkt abnehmen oder verbrennen sollten, sie sind die Skinny Jeans des Telefonzubehörs“. Sie sagt auch, dass der größte Streitpunkt zwischen ihr und ihrer Tochter sei, „K“ auf Nachrichten zu antworten. Für die Gen A ist das total in Ordnung, aber Millennials finden das unhöflich.
„Das nächste ist auch ein Angriff auf die Millennials, und ich entschuldige mich im Voraus, denn es tut mir auch weh“, sagt Hitchon.
„Das Peace-Zeichen für Selfies ist nicht mehr cool. Meine Tochter sagt mir sogar immer, dass es ‚zum Kotzen‘ ist, wenn ich das mache. Es ist jedoch erlaubt, ein Herz zu machen, oder wenn man wirklich beeindrucken will, kann man den Mittelfinger als großes Herz machen.“
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Sie erzählt auch, dass die kokette Ästhetik bei der Generation Alpha gerade sehr in sei. Vor allem mit viel Spitze. Das „große Stirnband im Blair-Waldorf-Stil, oder Haarreifen im Allgemeinen, sind nicht mehr angesagt. Dafür sind die dicken, klobigen, elastischen Stirnbänder durchaus akzeptabel. Du musst aber darauf achten, dass du deinen Pony damit nach hinten schiebst.“
„Und zu guter Letzt“, sagt sie, „ist ‚Slay‘ auf dem besten Weg nach draußen. Man kann ‚Major‘ sagen, aber das ist immer noch etwas für die alten, coolen Kids. Meine Tochter sagt, dass man sagen muss: ‚You ate that‘. Wenn ihr zum Beispiel das Essen gefällt, das ich gekocht habe, sagt sie: ‚You ate that.‘“
„Versucht euch bitte, nicht zu sehr darüber aufzuregen“, beendet Hitchons das Video. „Ihr könnt eure Skinny Jeans und eure PopSockets behalten. Ich bin nur hier, um euch die Perspektive der Generation A zu zeigen, weil ich sie interessant und irgendwie lustig finde.“
Tut mir leid, Millennials, aber so geht es richtig!
Hitchons hat jetzt eine Reihe von Videos in ihrer TikTok-Serie, und ich empfehle euch, sie alle anzusehen! Hier sind ein paar weitere Trends und Meinungen der Generation Alpha, die ich aus Faiths Videos für anthropologische Zwecke entnommen habe:
1. Es ist in Ordnung, ein T-Shirt zu tragen, aber es ist viel besser, ein langärmeliges Hemd unter einem T-Shirt zu tragen.
2. Es ist cooler, ein Dupe (Duplikat) von etwas zu haben als das eigentliche Produkt, besonders wenn es um Kosmetik geht.
3. Tut mir leid, Millennials, aber auch Mandelnägel sind nicht mehr in. Für die Gen A dreht sich alles um Ballett-, Enten- und Stiletto-Nägel.
4. Ein niedriger Pferdeschwanz ist trendiger als ein hoher. Wenn du dein Haar hochträgst, dann nur mit einer Spange, die dein Gesicht umrahmt.
5. Taillierte Kleidung ist stilvoll, ebenso wie verschmierter, schwarzer Eyeliner.
So fühlen sich die anderen Millennials
Nachdem ich meinen Leggings und PopSockets nachgetrauert hatte, wandte ich mich an Hitchon, um mehr über ihre Berichte zu erfahren. BuzzFeed US sagt sie, dass ihr Hintergrund im Marketing und die Gespräche mit ihrer Tochter, sie dazu inspirierten, mit den Videos zu starten.
„India und ich unterhielten uns über die neueste ‚Mode‘ oder Trends, die wir in ihrer Schule sahen. Vor allem, damit ich alleine für sie einkaufen kann. Aber auch, weil es für mich interessant war. Eines Tages saß ich in der Fahrgemeinschaftsschlange und beschloss, sie auf TikTok zu stellen. Ich wollte wissen, ob auch andere neugierig waren oder dasselbe bemerken. Es stellte sich heraus, dass sie es waren.“
Mit Hunderttausenden – manchmal Millionen – Aufrufen pro Video hat Hitchons TikTok-Serie sehr gemischte Reaktion von ihren Mit-Millennials erhalten. Einige (wie ich!) fanden den Inhalt interessant und fesselnd:
„Ich liebe es, mehr über die jungen Leute zu lernen, es ist wie Anthropologie,“ und „Als ich noch in die Schule ging, haben Mädels vier Tops übereinander getragen und das ein Outfit genannt. Lasst die Kinder ihre Fashiontrends haben.“
Andere bestätigten Hitchons Berichte durch ihre eigenen Erfahrungen mit der Generation Alpha. „Meine Gen Alpha Tochter will auch nur noch Yogahosen tragen und nennt sie Flare Leggings“ schreibt ein:e Nutzer:in:

Selbstverständlich gibt es aber auch Kritiker:innen. In einem anderen Kommentar steht: „Du musst mir meinen Popsocket aus meinen kalten, toten Händen reißen!“:
Millennials sollten offen für eine neue Perspektive sein
Auf die Frage nach den Reaktionen auf ihre Serie sagt Hitchon: „Ich würde sagen, 50 Prozent der Leute verstehen es. Sie finden es lustig, darüber zu reden, und/oder sie erziehen selbst Kinder der Mittelstufe und fühlen sich von der anthropologischen Studie angesprochen. Die andere Hälfte ist sehr ‚boomer‘-haft und geht so weit, sich über die Schüler:innen lustig zu machen oder geht direkt in die Defensive. Es gibt eine Menge: ‚Du kannst X aus meinen kalten, toten Händen reißen‘, was Millennials anscheinend für eine lustige Aussage halten? Ich weiß nicht.“
„Hat es der Kultur jemals genützt, die Stimmen der jüngeren Generationen auszublenden oder sie zu diskreditieren. Wir sollten einfach neugierig und offen für ihre frische Perspektive zu sein“, findet Hitchon und wendet sich direkt an diejenigen, die für ihre Video-Serie nur Kritik übrig haben.
„Sicher, haben sie ‚viel zu lernen‘, aber ihr Blick auf die Dinge könnte frischen Wind bringen. Ich wäre bereit, meine Ansichten zu ändern, oder meine Jeans. Im Großen und Ganzen würde ich sagen, dass es mehr Spaß macht, neugierig zu sein, als sie zu kritisieren.“
„Bei der Erziehung geht esum Einfühlungsvermögen“
Zu den Gen-Alpha-Trends, die sie selbst übernommen hat, sagt Hitchon BuzzFeed US: „Auch auf die Gefahr hin, wie Regina Georges Mutter von ‚Mean Girls‘ zu klingen, muss ich zugeben, dass ich fast alle davon mag.“ Das Peace-Zeichen der Millennials wird sie jedoch nicht aufgeben: „Erstens sind die Herz-Finger SO schwer richtigzumachen, und ich bin einfach ein Peace-Zeichen-Girlie-Pop durch und durch, und es ist ‚cringe‘ von mir, aber was soll's.“
Auf die Frage, was sie als Elternteil, das die Generation Alpha erzieht, am wichtigsten findet, antwortet Hitchon: „Generell denke ich, dass es bei der Erziehung um Einfühlungsvermögen geht. Die Mittelstufe ist hart – im Zeitalter des Internets ist sie noch zehnmal härter. Ich denke, wir müssen ihnen helfen, sich so gut wie möglich zurechtzufinden, von der Bildschirmzeit bis hin zu dem Verständnis, dass sie nicht alles gut finden müssen, nur weil es gerade im Trend ist. Letztendlich hoffe ich, dass wir ihnen einfach zuhören und ihre Erfahrungen ernst nehmen, auch wenn wir sie nicht ganz teilen.“
Abschließend sagt sie zu ihren Videos: „Bitte wisst, dass ich euch nichts aus euren ‚kalten, toten Händen‘ reißen will. Macht das, was euch glücklich macht – lebt, lacht, tragt, was euer Herz begehrt, auch wenn es Skinny-Jeans sind. Denn wenn es eine Sache gibt, die ich von der Gen A gelernt habe, dann ist es, dass sie das tun, was sich für sie authentisch anfühlt. Das ist ein Vibe, hinter dem wir hoffentlich alle stehen können.“
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Dieser Artikel erschien am 01.02.2024, zunächst auf buzzfeed.com (Autorin: Shelby Heinrich). Du kannst ihn hier durchlesen.